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Krankenkassen: Jedem dritten Versicherten drohen höhere Beiträge

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Chipkarten verschiedener Krankenkassen: Die Beiträge steigen

Ein Großteil der Krankenversicherten in Deutschland muss laut einem Bericht mit höheren Zusatzbeiträgen rechnen. Betroffen sind offenbar vor allem Kunden großer Anbieter.

Mindestens 24 Millionen gesetzlich Krankenversicherte müssen laut einem Zeitungsbericht 2016 mit einer überdurchschnittlichen Anhebung ihrer Beiträge rechnen. Wie das "Handelsblatt" meldet, müssen vor allem große Kassen ihren Zusatzbeitrag über den vom Gesundheitsministerium prognostizierten Wert für 2016 von 1,1 Prozent des Bruttogehalts anheben.

Die Zeitung zitierte aus Modellrechnungen der Finanzabteilungen verschiedener Krankenkassen. Dazu gehören dem Bericht zufolge die großen Ersatzkassen DAK, Barmer GEK und KKH genauso wie die AOK-Rheinland/Hamburg und die AOK Hessen. Aus dem Lager der Betriebskrankenkassen sind die Deutsche BKK, die Novitas BKK und die Viactiv (BKK vor Ort) betroffen. Offizielle Beschlüsse der Verwaltungsräte der Kassen fallen im Dezember.

Ursprünglich hatte das Gesundheitsministerium erwartet, dass der durchschnittliche Zusatzbeitrag von 0,9 auf 1,1 Prozent sowie der Kassenbeitrag um 0,2 Prozentpunkte auf 15,7 Prozent steigt. Der Anstieg wird über den sogenannten Zusatzbeitrag erbracht, den die Arbeitnehmer allein schultern müssen. Denn mit der Reform der Krankenkassenfinanzierung zu Beginn des Jahres wurde der Beitrag der Arbeitgeber auf 7,3 Prozent gedeckelt. Wenn die Kassen mehr Geld benötigen, können sie aber je nach eigener Finanzlage einen zusätzlichen Beitrag selbst bestimmen.

mxw/dpa

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insgesamt 31 Beiträge
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1.
guenzbert 04.11.2015
Aber vor zwei Jahren wurden großzügig Prämien gezahlt, weil die Kassen voll waren. Es war so klar, dass sowas passiert.
2. Hier...
fatherted98 04.11.2015
...gibts nur eines....wechsel! Wer zu faul ist die Kasse zu wechseln ist selber Schuld und muss halt zahlen. Wenn aber alles Kassen erhöhen...sind wir eben alle wieder mal gekniffen....wie üblich!
3. Das war doch aber klar
bongkowsky 04.11.2015
Das die Beträge steigen. Die Kassen brauchen Autos, neue Büros , die Chefs nen Pool zu Hause, also stellt euch nicht so an. Die Kohle muss ja irgendwo her kommen. So und nun zahlt, will ja nächstes Jahr mehr verdienen.
4. Mal im Klartext
smartphone 04.11.2015
In der letzten Ziet las man ja immer vom "großen Schluck aus der Pulle" also mords Lohnerhöhung von 2,x % im Kleingeschriebenen aber über mind 2 Jahre verteilt. .... Das heißt das bischen "mehr" zieht alleine dei KV durch ihre Mißwirtschaft und Wasserköpfe schon wieder ab . Was bleibt ist wieder eine Nullerhöhung real .... Und wie stellt man sich hierzulande Realwaschtum vor ( Deutschland braucht ein STammwachstum von 2,5%- erst darüber haben wir echtes Wachstum ( USA5% China7% ) ). ....Es kann also nicht sien , daß in den letzten 10 Jahren Diäten pa um über 7% steigen ( also krass gesprochen ddie wahre Preissteigerung offenbart sich hier ) und die KV meinen ,daß nachäffen zu können ...... Im Grunde MUSS die KV Pflicht weg, damit Wettbewerb ins Land kommt.
5. Warum?
bananenrepublikaner 04.11.2015
Alles nur, damit Steuern nicht erhöht werden müssen? Wann kommen wir endlich dahin, dass sich alle an gesamtgesellschaftlichen Aufgaben beteiligen (Flüchtlinge)? Die Krankenkassen haben doch dicke Überschüsse gemacht. 1% Reichensteuer geht nicht, 1,1% Krankenkasssenbeitragserhöhung für versicherungsfremde Leistungen geht immer! Gut dass auch das Paritätsprinzip aufgehoben wurde, da haben die Arbeitgeber keinen Grund sich zu beschweren und die Arbeitnehmer zahlen doppelt. Arbeitnehmer haben keine Lobby....
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