Düsseldorf - Mit den bunten Karten können Kunden in Supermärkten und Tankstellen sparen - so lautet jedenfalls das Versprechen. Inzwischen gibt es laut Marktforschern bereits 100 Millionen dieser Karten. Für jeden ausgegebenen Euro sammeln die Verbraucher einen Punkt. Diese Punkte können sie dann gegen Prämien eintauschen - oder sie beim Kauf der Produkte als Rabatt anrechnen lassen.
Laut Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen ist dieses Modell aber für den Kunden nicht unbedingt günstiger. Die Verbraucherschützer warnen sogar vor einer "herben Schnäppchenfalle" bei den Anbietern Payback und Deutschlandcard.
Bei einer Stichprobe zu 50 solcher Prämien der beiden Anbieter fanden die Prüfer jeweils günstigere Angebote bei Onlineshops. Selbst Prämien, die Payback als Preis-Hits um bis zu "40 Prozent unter UVP" (unverbindlicher Preisempfehlung des Herstellers) anbot, wurden von Onlineshops unterboten.
Die Sammelpunkte verpufften deshalb "im Nichts", kritisiert die Verbraucherzentrale. Im Durchschnitt seien Kinderspielzeug, Hörbücher und Technik 20 Prozent billiger zu haben als bei Payback. Gegenüber den "Traumprämien" bei der Deutschlandcard ließen sich sogar durchschnittlich 27 Prozent sparen.
Payback wies die Angaben zurück: Die Prämienangebote lägen im Durchschnitt rund 20 Prozent unter der unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers, "einzelne Prämien liegen sogar deutlich darunter". Zudem fielen "keinerlei Kosten für Zahlung oder Versand" an, beim Bezahlen mit der Payback Visa Karte gebe es außerdem einen zusätzlichen Rabatt in Höhe von zehn Prozent.
Das Unternehmen räumte jedoch ein, dass einzelne Prämien besonders im Internet "auch mal auch günstiger angeboten werden können". Bei mehr als 700 Prämien sei es jedoch "schlicht nicht möglich, immer den günstigsten Preis am Gesamtmarkt zu offerieren".
cte/AFP
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