Wirtschaft


Lebensmittelpreise: Pommes, Butter, Kaffee mehr als 30 Prozent teurer

Die Kosten für Milch, Käse und Kaffee schnellen in die Höhe. Laut einer Studie sind die Preise für Lebensmittel binnen eines Jahres im Schnitt um sieben Prozent gestiegen. Den deutlichsten Ausreißer nach oben haben Tiefkühl-Pommes gemacht - mit einem Plus von 43 Prozent.

Käuferin im Supermarkt: Hersteller geben steigende Energiekosten weiterZur Großansicht
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Käuferin im Supermarkt: Hersteller geben steigende Energiekosten weiter

Berlin - So heftig macht sich die Teuerungsrate in Deutschland bemerkbar: Allein für Lebensmittel müssen Verbraucher in diesem Monat durchschnittlich sieben Prozent mehr zahlen als ein Jahr zuvor. Das zeigen nach Informationen der "Bild"-Zeitung Berechnungen des Informationsdienstes Preiszeiger.

Demnach haben sich einzelne Produkte seit Mai vergangenen Jahres um mehr als 40 Prozent verteuert. Butter wurde um rund ein Drittel teurer: 250 Gramm deutsche Markenbutter kosteten 1,15 Euro statt zuvor 0,85 Euro. Der Kaffeepreis kletterte um einen Euro auf 3,99 Euro je Pfund - ein Plus von mehr als 30 Prozent. Auch Apfelsaft verteuerte sich um diese Größe.

Den größten Preissprung verzeichneten die Experten bei Tiefkühl-Pommes: Der Preis für eine 1000-Gramm-Packung stieg binnen eines Jahres von 0,69 Euro auf 0,99 Euro - ein Aufschlag von 43 Prozent. Grundlage der Berechnungen waren die Preise eines typischen Warenkorbs mit 49 verschiedenen Produkten beim Einkauf in Discountern.

Der Trend geht weiter

Seit Monaten steigen die Verbraucherpreise in Deutschland, zu denen neben Lebensmitteln unter anderem auch die Kosten für Energie zählen. Im April hatte die Inflationsrate bei 2,4 Prozent gelegen und damit die kritische Marke von zwei Prozent überschritten.

Experten erklären sich die hohen Lebensmittelpreise unter anderem damit, dass Nahrungsmittelhersteller steigende Verpackungs- und Energiekosten und rasant steigende Rohstoffpreise an die Verbraucher weitergeben. Ursache sind sowohl Ernteausfälle als auch die steigende Nachfrage nach Lebensmitteln wegen der wachsenden Weltbevölkerung. So hatte es zuletzt große Preissprünge bei wichtigen Rohstoffen wie Weizen, Zucker, Mais, Kaffee, Kakao, Fetten und Ölen gegeben.

Der Trend dürfte den Fachleuten zufolge auch in den kommenden Monaten weitergehen. Verbraucher müssten demnach mit Preissteigerungen bei Lebensmitteln von bis zu vier Prozent rechnen, zitiert die "Bild"-Zeitung Jürgen Abraham, den Vorsitzenden der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie.

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insgesamt 198 Beiträge
Tolstoi-ulm 12.05.2011
War das etwa nicht zu erwarten? Zumal wir einfach mal davon absehen, dass diese Preiserhöhung auf alle Lebensmittel ermittelt wurde. Hier in Deutschland, wo immer mehr Leute "Ökoprodukte" kaufen, die von vornherein [...]
War das etwa nicht zu erwarten? Zumal wir einfach mal davon absehen, dass diese Preiserhöhung auf alle Lebensmittel ermittelt wurde. Hier in Deutschland, wo immer mehr Leute "Ökoprodukte" kaufen, die von vornherein teurer sind. Transportkosten werden zudem auch nicht günstiger.
imation 12.05.2011
Der €uro ist sicher, und uns wird es allen mit ihm besser gehen!
Der €uro ist sicher, und uns wird es allen mit ihm besser gehen!
Jurx 12.05.2011
> Ursache sind sowohl Ernteausfälle als auch die > steigende Nachfrage nach Lebensmitteln wegen der > wachsenden Weltbevölkerung. Seit einiger Zeit steigt die Nachfrage doppelt, da Anbauflächen, auf denen bisher [...]
> Ursache sind sowohl Ernteausfälle als auch die > steigende Nachfrage nach Lebensmitteln wegen der > wachsenden Weltbevölkerung. Seit einiger Zeit steigt die Nachfrage doppelt, da Anbauflächen, auf denen bisher Lebensmittel angebaut wurden, inzwischen zum Anbau von Energiepflanzen umgenutzt werden. Mehr Pflanzen für E10 und andere Energieverfeuerung, also weniger Pflanzen als Lebens- und Futtermittel für Tiere. Niedrigeres Angebot - höherer Preis (das Übliche in der Marktwirtschaft eben). Ausser, dass eben der doppelte Anstieg (wachsende Weltbevölkerung, und in Ländern mit stabiler Bevölkerung wachsender Anteil Energiepflanzenanbau) diesmal politisch so gewollt ist. Immerhin füllen stark steigende Preise auch das staatliche Steuersäckel in nicht unerheblichem Maße, da im selben Umfang wie die Preise auch die prozentual erhobene Mehrwertsteuer ansteigt.
derlabbecker 12.05.2011
... dass wir in der EU wegen der E10 Vorschriften massenweise Weizen im Auto verbrennen...
... dass wir in der EU wegen der E10 Vorschriften massenweise Weizen im Auto verbrennen...
bunterepublik 12.05.2011
Es wird auch einmal Zeit, dass Lebensmittel soviel kosten, wie sie tatsächlich kosten sollten...Im Vergleich mit dem europäischen Ausland waren die Preise in Deutschland seit längerem lächerlich gering....In Frankreich, Benelux, [...]
Zitat von sysopDie Kosten für Milch, Käse und Kaffee schnellen in die Höhe. Laut einer Studie sind die Preise für Lebensmittel binnen eines Jahres im Schnitt um sieben Prozent gestiegen. Den deutlichsten Ausreißer nach oben haben Tiefkühl-Pommes gemacht - mit einem Plus von 43 Prozent. http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/0,1518,762046,00.html
Es wird auch einmal Zeit, dass Lebensmittel soviel kosten, wie sie tatsächlich kosten sollten...Im Vergleich mit dem europäischen Ausland waren die Preise in Deutschland seit längerem lächerlich gering....In Frankreich, Benelux, etc. zahlt man bei einem Einkauf im Schnitt ohnehin 20-30 % mehr... Ich finde es gut, dass dem "verwöhnten" Billigheimer in Deutschland mal wieder bewusst wird, dass Lebensmittel die Grundlage des Seins sind...Es gibt genug Einsparpotential den Mehraufwand zu kompensieren (weniger Zigaretten, weniger Fahren, weniger Heizen, weniger Alk, weniger Play-Station und U-Elektronik)....
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  • Donnerstag, 12.05.2011 – 08:31 Uhr
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