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Mars, Snickers, Milky Way: Mars ruft Schokoriegel in 55 Ländern zurück

Schokoriegel der Firma Mars: Millionen Süßigkeiten zurückgerufen Zur Großansicht
DPA

Schokoriegel der Firma Mars: Millionen Süßigkeiten zurückgerufen

Eine Verbraucherin hat in einem Mars-Riegel ein Kunststoffteilchen gefunden. Der Hersteller startet eine riesige Rückrufaktion: Millionen Riegel der Sorten Mars, Snickers und Milky Way sind betroffen.

Der Süßwarenhersteller Mars ruft in insgesamt 55 Ländern mehrere Millionen Schokoriegel zurück. Nachdem eine Kundin in Deutschland ein 0,5 Zentimeter großes Kunststoffteilchen in einem Mars-Riegel entdeckt hatte, warnte das Unternehmen nun vor dem Verzehr von bestimmten Süßigkeiten der Marken Mars und Snickers sowie einigen Milky-Way- und Celebrations-Produkten.

Wie das Kunststoffteilchen in den Riegel gelangen konnte, werde noch untersucht, sagte ein Sprecher. "Wir hatten die Sorge, dass möglicherweise Erstickungsgefahr besteht." Deshalb habe sich das Unternehmen zu einem freiwilligen Rückruf entschlossen.

Betroffen sind Produkte mit Mindesthaltbarkeitsdaten zwischen dem 19. Juni 2016 und dem 8. Januar 2017. Die Süßigkeiten seien Anfang Januar bis Anfang Februar in den Niederlanden produziert worden, so der Sprecher.

Von der Marke Milky Way sind nach Unternehmensangaben in Deutschland die Produkte Milky Way Mini und Miniatures vom Rückruf betroffen, bei Celebrations verschiedene Verkaufsverpackungen von der Bonbonbox über die Metalldose bis zum Osterei. Andere Produkte des Unternehmens, wie etwa M&M's, Balisto oder Twix, seien nicht von dem Rückruf betroffen.

Verbraucher, die eines der betroffenen Produkte gekauft haben, sollen sich per Telefon (02162-500-2150) oder Kontaktformular auf www.mars.de an das Unternehmen wenden. Sie erführen dort, wohin sie das betroffene Produkt senden sollen, wie ein Sprecher sagte. Die Kunden sollen demnach Ersatz bekommen. Auf der Internetseite des Unternehmens sind auch alle betroffenen Produkte samt Mindesthaltbarkeitsdatum aufgelistet. Die Seite war allerdings nach Bekanntgabe der Rückrufaktion überlastet und mehrere Stunden nicht erreichbar.

Das US-Familienunternehmen Mars ist nach einem Ranking der "Lebensmittel Zeitung" weltweit der zweitgrößte Süßwarenhersteller, hinter dem amerikanischen Rivalen Mondelez, aber weit vor dem Schweizer Konkurrenten Nestlé. Am deutschen Standort Viersen in der Nähe von Düsseldorf stellen rund 600 Mitarbeiter täglich rund 10 Millionen Snacks her.

Rückrufaktionen bei Lebensmitteln

Immer wieder nehmen Hersteller als Vorsichtsmaßnahme Lebensmittel aus dem Verkauf. Erst vor wenigen Tagen rief die Käserei Bergader einen Schnittkäse zurück, nachdem in einer Packung Metallsplitter entdeckt worden waren. Es handle sich ausschließlich um Käse mit der Markenbezeichnung "Biarom Grüner Pfeffer Schnittkäse (45 Prozent Fett)", der unter anderem bei Rewe und Edeka verkauft wird, teilte das Unternehmen mit.

Weitere Rückrufaktionen im Überblick:

  • Entsteint, gezuckert und möglicherweise mit Glasscherben versehen: Die Herstellerfirma Gloster ließ vor einem Jahr "ja!"-Sauerkirschen in Rewe-Märkten aus dem Verkauf nehmen.
  • Holzstückchen in Babynahrung: Der Hersteller Alete rief im vergangenen Jahr Gläschen mit Champignon-Risotto zurück. In den Mahlzeiten waren Holzstückchen entdeckt worden.
  • Metall im Germknödel: Die Supermarktkette Norma nahm 2015 Germknödel der Marke Forster aus den Regalen. Eigentlich waren die mit Heidelbeeren gefüllt, in manchen Knödeln wurden aber auch Rückstände von Metallteilchen vermutet.
  • Plastik im Tiefkühlfisch: In einigen "Schlemmerfilet Champignon" von Greenland Seafood wurden blaue Kunststoffteilchen vermutet - der Hersteller zog die betroffene Charge 2015 zurück.
  • Metall in der Wurst I: Ein Kunde entdeckte in einer Scheibe Mortadella ein acht Millimeter langes Stück Metall. Der Fremdkörper stamme wohl aus einer Verpackungsmaschine, teilte Hersteller Bell mit und startete eine bundesweite Rückrufaktion der Sorten Schinkenwurst, Bierschinken, Jagdwurst, Bierwurst, Paprika-Lyoner, Rotwurst sowie Mortadella mit Pistazien.
  • Metall in der Wurst II: Auch Unilever musste in der Vergangenheit bereits Salami der Marke Bifi zurückrufen. In einer Fünfer-Packung war ein mehrere Millimeter großes Metallteilchen entdeckt worden.

brk/dpa/AP/AFP

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 125 Beiträge
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1. Uralter Witz mit Bart
beob_achter 23.02.2016
"Warum sollte man keinen Atommüll auf dem Mars entsorgen?" "Mars bringt verbrauchte Energie sofort zurück..."
2. Beeindruckend.
MartinB. 23.02.2016
Kein Herumlavieren, kein "das ist ein Einzelfall", sondern eine der größten Rückrufaktionen der Firmengeschichte. SO sieht entschlossenes Management aus. VW, Merkel, aufgemerkt! So geht das...
3. Einatmen
Rubyconacer 23.02.2016
Wer atmet denn sein Mars ein und erstickt?
4. Lecker!
Iggy Rock 23.02.2016
Ich hatte schon verrostete Schrauben im Brot und einen Hühnerfuß in einer Geflügelwurst, aber Plastik im Schokoriegel ist dann doch einmal etwas Neues. Stellt sich nur die Frage, wie so etwas passieren kann. Ist der Kunststoff von einer Maschine abgebrochen?
5.
rafterman 23.02.2016
respekt vor dieser entscheidung! da wird nicht lang rum gemacht sondern umgehend gehandelt.
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