Stadt und Land Mieten steigen in ganz Deutschland

Klar, in Großstädten steigen die Mieten besonders drastisch. Doch eine neue Untersuchung zeigt nun: Auch auf dem Land wird das Wohnen teurer.

Neubausiedlung bei München
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Neubausiedlung bei München


Die Wohnungsmieten sind 2016 in ganz Deutschland gestiegen. Durchschnittlich zogen die Mietpreise bei neuen Verträgen um fast fünf Prozent an, auf durchschnittlich 7,65 Euro pro Quadratmeter. Das teilte das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) mit.

In Städten mit mehr als 500.000 Einwohnern stiegen sie auf 9,97 Euro pro Quadratmeter, das waren 6,3 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Sogar im ländlichen Raum stiegen sie leicht, lagen mit 5,87 Euro je Quadratmeter aber auf deutlich niedrigerem Niveau.

München bleibt die teuerste Großstadt für Menschen auf Wohnungssuche. Wenn sie einen neuen Mietvertrag abschließen, werden im Schnitt 15,65 Euro pro Quadratmeter fällig. Platz zwei und drei belegen Frankfurt am Main mit 12,76 Euro und Stuttgart mit 11,93 Euro. Am billigsten ist es für Mieter mit 4,30 Euro in den Landkreisen Lüchow-Dannenberg in Niedersachsen und Wunsiedel in Bayern.

Das beim Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung angesiedelte Institut hat Anzeigen im Internet und in Zeitungen für Erst- und Wiedervermietungen von nicht möblierten Wohnungen zwischen 40 und 130 Quadratmetern ausgewertet. Notiert wurde jeweils die Nettokaltmiete. Grund für den Mietanstieg sei der Zuzug aus dem In- und Ausland in die Städte.

Schon der F+B-Mietspiegelindex war zu dem Ergebnis gekommen, dass die Mieten in ganz Deutschland steigen. Bei dem Index handelt es sich um die die einzige Auswertung aller amtlichen Mietpreisübersichten in Deutschland.

asa/dpa



insgesamt 78 Beiträge
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unzensierbar 15.03.2017
1.
Mietpreisbremse am Versagen, denn niemand will tatsächlich die Preise regulieren! Mehr und mehr Profit den Reichen und Immobilienbesiterm. Die Straße den Armen und die Ausbeutung dem Volk.
saarpirat 15.03.2017
2.
Die Auflagen für Wohnungen steigen nicht nur in der Stadt.
_Mitspieler 15.03.2017
3. Analyse gefragt
Ich würde mir von potenten Nachrichtenunternehmen wie SPON wünschen, nicht nur Zahlen aus Indextabellen herauszuzitieren, sondern diese mit mehr relevanter Hintergrundinformation anzufleischen. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit wäre es in diesem Zusammenhang beispielsweise interessant, einmal eine Liste der in den vergangenen Jahren erlassenen Verordnungen und Gesetze zu zitieren, die für Mieterhöhungen mitverantwortlich sind und den Versuch zu unternehmen, etwa anhand einer Musterwohnung, einmal die kostensteigernden Auflagen zu quantifizieren. Als Beispiel seien Umweltauflagen (Heizungserneuerung, Isolationsausbau) genannt oder Brandschutzmaßnahmen (Einbau von Rauchmeldern) usw. usf.. Da kommt einiges zusammen, was nicht zwingend dem Vermieter und dessen vermeintlicher Geldgier anzulasten ist.
Dr.-T- 15.03.2017
4.
Solange "Vermieten" ein lukratives Geschäftsmodell ist, wird sich an der Entwicklung der Mieten auch nichts verändern. Wie auch in der Medizin, muss man die Ursache jedes Problems erkennen und lösen und nicht die daraus resultierenden Symptome...
Nordstadtbewohner 15.03.2017
5. Falsches Marktverständnis.
Zitat von unzensierbarMietpreisbremse am Versagen, denn niemand will tatsächlich die Preise regulieren! Mehr und mehr Profit den Reichen und Immobilienbesiterm. Die Straße den Armen und die Ausbeutung dem Volk.
Ein freier (Wohnungs)-Markt reguliert sich selbst und zwar über Angebot und Nachfrage und den daraus resultierenden Preisen. Die Mietpreisbremse ist dafür ein falsches Instrument. Man sollte den Wohnungsmarkt von jeglichen Regulierungen befreien. Dann lohnt es sich auch für Investoren, wieder mehr Wohnhäuser zu bauen. Die Mietpreisbremse erzeugt einen Nachfrageüberschuss, der auf Dauer schädlich ist. Ein freier Wohnungsmarkt wäre für alle das beste. Für Vermieter gäbe es Planbarkeit und Vermögensschutz und für Mieter ein steigendes Angebot und darauf marktgerechten Preisen.
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