Ver.di Warnstreik legt Nahverkehr in München lahm

Mitarbeiter der Münchner Verkehrsgesellschaft MVG haben in den frühen Morgenstunden die Arbeit niedergelegt, Hunderttausende sind betroffen.

U-Bahn-Haltestelle in  München
DPA

U-Bahn-Haltestelle in München


Ein Streik hat in München für Chaos beim öffentlichen Nahverkehr gesorgt. U-Bahnen, Busse und Trambahnen verkehrten nur sehr eingeschränkt. Grund ist ein Warnstreik, zu dem die Gewerkschaft Ver.di ab 4.00 Uhr am Donnerstag aufgerufen hatte. Bis 8.00 Uhr sollten die Mitarbeiter der Münchner Verkehrsgesellschaft MVG ihre Arbeit ruhen lassen. Wie viele Mitarbeiter sich am Streik beteiligten, war zunächst noch unklar.

Betroffen von dem Warnstreik sind Hunderttausende Münchner. Seit 7.30 Uhr verkehren wieder erste einzelne Züge der U-Bahn, wie MVG-Sprecher Matthias Korte sagte. Von den Bussen seien noch vor 8.00 Uhr wieder 75 Prozent auf der Straße unterwegs. Dennoch sei erst gegen Mittag wieder mit einem fahrplanmäßigen Betrieb zu rechnen. S-Bahn und Regionalbusse sind von dem Warnstreik nicht betroffen.

Zu einem weiteren Warnstreik kam es in Schweinfurt. Ab 4.30 Uhr am Donnerstag sollten laut Ver.di Bayern keine Busse mehr fahren. Für vier Stunden sind die Beschäftigten der kommunalen Verkehrsbetriebe aufgerufen, ihre Arbeit ruhen zu lassen.

Bereits am Mittwoch hatte es Warnstreiks im Nahverkehr in Augsburg, Regensburg und Amberg gegeben. Der Kommunale Arbeitgeberverband hat für die 6300 Beschäftigten der Nahverkehrsbetriebe in Bayern 7,5 Prozent mehr Einkommen bei 30 Monaten Laufzeit angeboten. Verdi fordert 7,0 Prozent für zwölf Monate Laufzeit sowie mehr Freizeit. Die dritte Verhandlungsrunde ist am Freitag in Nürnberg angesetzt.



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