Neue Vorschrift 2012 Regierung zwingt Banken zu Blitz-Überweisung

Ein Ärgernis für Bankkunden weniger: Vom kommenden Jahr an müssen Geldinstitute dafür sorgen, dass Überweisungen innerhalb eines Tages beim Empfänger landen. Allerdings gibt es eine Ausnahme.

Überweisungsträger: Von 2012 an müssen Banken Überweisungen innerhalb eines Geschäftstages anweisen
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Überweisungsträger: Von 2012 an müssen Banken Überweisungen innerhalb eines Geschäftstages anweisen


Berlin - Bisher können Banken bei Überweisungen trödeln - bis zu drei Geschäftstage haben sie Zeit, bis das Geld beim Empfänger ankommen muss. Diese Übergangsregelung läuft zum Beginn des neuen Jahres aus. Wenn ein Kunde die Überweisung per Internet oder Automat in Auftrag gibt, muss das Geld innerhalb eines Geschäftstages seinen Zielort erreicht haben.

Die Regelung gilt allerdings nur für elektronische Aufträge. Wirft der Kunde einen Überweisungsträger aus Papier in den Briefkasten der Bank, darf sich Institut bis zu zwei Arbeitstage Zeit lassen, bis das Geld überwiesen sein muss. Hintergrund der Änderung sind die Bestimmungen für den Aufbau des einheitlichen europäischen Zahlungsraums (Sepa).

Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen sieht aber auch Nachteile für die Kunden: Komme es wegen falscher Kontoangaben zu einer Fehlzahlung, könne diese künftig wegen kurzer Fristen oft nicht mehr ohne weiteres widerrufen werden.

Im kommenden Jahr müssen sich die Verbraucher in Deutschland auf zahlreiche Neuerungen einstellen. Die Einzelheiten erfahren Sie hier: Steuererklärung, Rente, Zahnersatz - was sich 2012 alles ändert.

nck/dpa



insgesamt 5 Beiträge
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Anthrophilus 31.12.2011
1. Und wenn wieder ein Streik kommt?
Zitat von sysopEin Ärgernis für Bankkunden weniger: Vom kommenden Jahr an müssen Geldinstitute dafür sorgen, dass Überweisungen innerhalb eines Tages beim Empfänger landen. Allerdings gibt es eine Ausnahme. http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/0,1518,806411,00.html
Meine letzte November-Telefonrechnung gab ich am 01.12.2011 bei der Postbank zur Überweisung. Am 08.12.2011 kam die Mahnung bezüglich bezahlter Rechnung plus Mahngebühr € 3,00. Mein sofortiger Anruf ergab: Trotz früher Überweisung war der Betrag angeblich erst am 06.12.2011 gutgeschrieben worden, einen Tag nach Ablauf des Zahlungsziels von 10 Tagen. Es sei zwar schön, daß das Geld nun doch schon da sei, aber die € 3,00 Mahngebühr würden deswegen trotzdem fälllig. Dann Nachrichten und der Blick in SPON vom 01.12.2011: "Postbank: Streiks verzögern Überweisungen". Postbank: Streiks*verzögern Überweisungen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft (http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,801065,00.html) Da spielen sich die Gelbe-Post-Kinder also die Bälle zu: die Postbank verzögert die Überweisungen mit der Begründung Streik, und die Magenta-Telekom-Post kassiert "Mahnkosten". Tolle Masche: Wenn man das bei Millionen Kunden durchzieht, kommt auch was zusammen.
wb99 31.12.2011
2.
Zitat von sysopEin Ärgernis für Bankkunden weniger: Vom kommenden Jahr an müssen Geldinstitute dafür sorgen, dass Überweisungen innerhalb eines Tages beim Empfänger landen. Allerdings gibt es eine Ausnahme. http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/0,1518,806411,00.html
Man könnte sich ja wieder für längere Laufzeiten einsetzen....
Volks.Hirn 31.12.2011
3. "Blitz-Überweisung"
Zum lachen wenns nicht ernst gemeint wäre. Fakt ist: die Banken könnten innerhalb von Milli-Sekunden überweisen und gutschreiben. Beim Handeln mit Aktien gehts ja auch. Hier wird etwas ganz wesentliches (willentlich??) verschwiegen: das Geld was überwiesen wird EXISTIERT IN DER REGEL NICHT !! Es ist von der Bank "gedrucktes" Geld, dass erst über eine Clearing-Stelle laufen muss damit sich die Virtuellen "Geldüberweisungen" zwischen den Banken aufheben! Genau dieses "Gelddrucken" (sprich verleihen von Geld ohne entsprechende Einlage !!) ist der Grund mit für die aktuelle Krise des Geldsystems!
Gerdtrader50 31.12.2011
4. Verbrauchernachteilekritik eigentlich nicht richtig
Zitat von sysopEin Ärgernis für Bankkunden weniger: Vom kommenden Jahr an müssen Geldinstitute dafür sorgen, dass Überweisungen innerhalb eines Tages beim Empfänger landen. Allerdings gibt es eine Ausnahme. http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/0,1518,806411,00.html
"Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen sieht aber auch Nachteile für die Kunden: Komme es wegen falscher Kontoangaben zu einer Fehlzahlung, könne diese künftig wegen kurzer Fristen oft nicht mehr ohne weiteres widerrufen werden." Diese Kritik der Verbraucherzentrale liegt meist neben der Sache. Einzige Ausnahme: Ein Bankkunde füllt einen Überweisungsbeleg aus und wirft ihn in den Briefkasten der Bank. Fällt ihm dann später auf, dass er was falsch gemacht hat, kann er die Bank anrufen und fragen, ob die Überweisung bereits gemacht wurde. Ist das nicht der Fall, kann er den Bankmitarbeiter seinen gemachten Fehler noch korrigieren lassen. Ist die Übeweisung bereits aus dem Haus, geht da auch nichts mehr. Weil eine beleghafte Buchung heute im Schnitt 1,50 € kostet und sowohl Onlineüberweisung oder Automatenbuchung bei der Bank nichts kostet, ausser den Kontoführungsgebühren und je nach Institut vielleicht eine kleine Summe, wenn die Freiüberweisungen bereits verbraucht sind, werden meist diese Wege gwählt zum Überweisen. Generell gilt: Ist das Geld aus dem Haus der Bank, geht nichts mehr.
thomaskeuschnig 04.03.2014
5. Postbank Methoden
wollte eine größere Summe von meinem Konto zum Händler überweisen, dies geschah um 12:00. Nachdem der Betrag um 16 Uhr noch immer nicht abgebucht war, rief ich an, tausend Ausreden, geschieht nur zur meiner Sicherheit u.s.w. Kann ich die Postbank für den entstandenen Schäden haftbar machen?
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