Passagiernamen von Ryanair: Schon wieder Datenpanne bei Unister

Neues Datenleck bei der Online-Gruppe Unister: Beim Reiseanbieter urlaubstours.de waren Tausende Passagiernamen und Flugrouten von Ryanair für andere Kunden einsehbar. Es ist die zweite Unister-Panne binnen weniger Wochen.

Firmenschilder der Unister-Gruppe in Leipzig: Schwere Zeiten für das Unternehmen Zur Großansicht
dapd

Firmenschilder der Unister-Gruppe in Leipzig: Schwere Zeiten für das Unternehmen

Leipzig - Bei der Online-Unternehmensgruppe Unister ist es erneut zu einem Datenleck gekommen. Beim Reiseanbieter urlaubstours.de waren die Daten von Flugreisenden der Gesellschaft Ryanair für alle einsehbar. Dabei handelte es sich laut einem Bericht der Zeitschrift "Computerbild" um die Namen und Flugrouten von 4700 Passagieren. Die Daten konnten sogar geändert werden. Unister-Sprecher Konstantin Korosides bestätigte den Vorfall und sagte: "Das Datenleck ist geschlossen und wird in Zukunft auch nicht wieder auftreten."

Es handle sich um eine sehr geringe Anzahl von Vorgängen, sagte er am Freitag, ohne die von der Zeitschrift genannte Zahl zu bestätigen. Die Sicherheitslücke werde zurzeit behoben. Ryanair-Sprecherin Henrike Schmidt sagte, die Vermittlung von Ryanair-Flügen über urlaubstours.de erfolge ohne Einwilligung der Airline.

Das neueste Datenleck entstand laut Bericht dadurch, dass Ryanair seinen Kunden anbietet, mit einer Reservierungsnummer und einer E-Mail-Adresse die Buchung zu kontrollieren. urlaubstours.de habe jedoch für alle Buchungen dieselbe Adresse verwendet, so dass die Kunden die Daten anderer Reisender einsehen konnten.

Erst vor wenigen Wochen war bekanntgeworden, dass Unister Kreditkartendaten von Kunden nicht richtig gesichert hatte. Zudem ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen das Unternehmen, unter anderem wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung. Unister weist die Vorwürfe zurück.

Unister betreibt neben urlaubstours.de auch bekanntere Portale wie ab-in-den-urlaub.de und fluege.de. Am Donnerstag hatte Unister-Mitbegründer und Geschäftsführer Thomas Wagner seinen Rückzug aus dem operativen Geschäft angekündigt.

stk/dpa/dapd

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1. Kein Wunder...
osnaplayer 04.01.2013
Natürlich hat Ryan Air keine Ahnung und weist jede Schuld von sich. Mag sogar diesmal vielleicht stimmen, aber wer diese Gangster-Airline kennt weiss worauf man sich einlässt. Damit sind Geschäftspraktiken gemeint und nicht das die nicht vernünftig fliegen können. Erst auf günstig machen und dann die Leute abzocken. (Gepäckzulage etc.) Von der Behandlung der Mitarbeiter ganz zu schweigen.
2. Die Geschäftspraktiken
remende 04.01.2013
die Sie meinen kann man der Buchung lesen . Alte Regel : Wer lesen kann ist im Vorteil,und wer das Gelesene versteht hat schon fast gewonnen !
3. Ryan Air bashing
hostalneutral 04.01.2013
Als ich diesen Artikel gelesen hab hat einer von drei jetzt lesbaren Beiträgen auf Ryan eingeschlagen. Übrigens gleich als erster Beitrag. Auch der Artikelheader ist verdächtig: Als erstes wird Ryan genannt, dann Unister. Im Artikel erfahren wir dann, daß es erstens bei Unister im Zusammenhang mit zweitens urlaub.de, beim Datenschutz zu einer Panne gekommen ist. Dann erfahren wir drittens zuletzt, daß die Geschädigten Passagiere von Ryanair und Ryanair selbst waren
4. Billig
hostalneutral 04.01.2013
bin kein Verbreiter Ryanair freundlicher Nachrichten, zugleich kann ich nicht und will ich deshalb auch nicht sonderlich unfreundliches berichten. Habe Ryanair insgesamt in fünf Fällen gebucht. Zweimal Girona, zweimal Jerez de la Frontera, einmal irgendwo nördlich von London von Karlsruhe/Baden aus. Unkomfortabel ja, das habe ich aber auch bei LH, BA, Iberia, KLM,Berlinair, TAP und erst recht anderen erlebt. Preischeck doppelokay, onlinebuchung okay, Zuverlässigkeit okay, versteckte Kosten ausreichend, ins Ziel kommen befriedigend.
5. Sorry Kalli
rainerschwachsinn 04.01.2013
Ich muss mich da dem 4. Beitrag anschließen. Warum wird hier sofort und blind über Ryanair hergezogen, wo es doch mal wieder um die dunklen Machenschaften von UNISTER geht. Bei den Iren ist klar ersichtlich, worauf ich mich einlasse. Eine Buchung bei fluege.de bringt hingegen vollkommen intransparente Extrakosten zum Vorschein, die einem erst beim letzten Buchungsschritt angezeigt werden. Und dann ist der Flug noch nicht mal sicher gebucht, weil erst nach meinem Auftrag irgendwelche studentischen Hilfskräfte manuell meinen Flug bei der Airline kaufen. Der Laden ist sowas von unseriös und gehört endlich dicht gemacht - tut mir leid Kalli, aber da hilft auch dein Schönreden mit "meinen Jungs" nicht viel.
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