Abschwächende Konjunktur Ölpreis fällt auf unter 50 Dollar

Öl wird immer günstiger: Erstmals seit mehr als einem Jahr beträgt der Preis der Sorte WTI pro Fass weniger als 50 Dollar. In den vergangenen zwei Monaten ist der Wert um mehr als 30 Prozent gefallen.

Ölpumpe in Baku, Aserbaidschan
REUTERS

Ölpumpe in Baku, Aserbaidschan


Erstmals seit mehr als einem Jahr ist der Ölpreis für die US-Referenzsorte WTI im nachbörslichen elektronischen Handel in New York unter die Marke von 50 Dollar pro Fass gesunken. An der New York Mercantile Exchange (Nymex) kostete das Barrel (159 Liter) zur Lieferung im Januar am Vormittag 49,88 Dollar und damit 81 Cent weniger als am Vortag.

Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostete am Vormittag in London 58,11 Dollar. Am Morgen hatte der Preis sogar bei 57,50 Dollar gelegen - so niedrig lag er zuletzt im Oktober 2017.

Seit Anfang Oktober ist der Ölpreis damit um mehr als 30 Prozent gefallen. Der Grund: Händler erwarten ein Überangebot bei gleichzeitig nachlassender Nachfrage wegen der sich abschwächenden Konjunktur. Sie erwarten nicht, dass sich die Mitglieder der Organisation Erdöl exportierender Staaten (Opec) und ihre Partner Anfang Dezember auf eine Produktionsdrosselung einigen können.

Saudi-Arabien habe bereits betont, es werde nicht allein die Produktion drosseln. In den USA sind die Lager zudem gut gefüllt. Der russische Präsident Wladimir Putin habe gesagt, Russland könne mit einem Preis von 60 Dollar pro Fass leben, teilten die Analysten der Commerzbank mit.

bam/AFP



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