Luxemburg/Brüssel - Gute Nachrichten für Verbraucher: Zum ersten Mal seit November 2010 ist die Teuerungsrate in der Euro-Zone unter die Marke von zwei Prozent gefallen. Die Inflation fiel im Februar im Vergleich zum Vorjahr auf 1,8 Prozent zurück, teilte das europäische Statistikamt Eurostat mit.
Grund für den milden Anstieg der Verbraucherpreise ist die schwache Konjunktur in vielen Staaten des Währungsraums: Gerade in den von der Euro-Krise besonders stark gebeutelten Staaten Griechenland und Portugal lag die Inflation mit 0,1 Prozent beziehungsweise 0,2 Prozent am niedrigsten. Die höchste Teuerung wurde in den Niederlanden mit einer Rate von 3,2 Prozent gemessen. In Deutschland lag die Inflationsrate wie im gesamten Währungsraum bei 1,8 Prozent.
Die Notenbank sieht die Preisstabilität in der Euro-Zone bei einer Inflationsrate von knapp zwei Prozent als gewährleistet an. Wegen der schwachen Wirtschaftsentwicklung rechnet die Notenbank damit, dass die Inflation auch weiterhin unter dem Zielwert liegen wird. Laut der jüngsten Prognose der EZB dürften die Verbraucherpreise im laufenden Jahr um durchschnittlich 1,6 Prozent steigen. Für das kommende Jahr gehen die Währungshüter sogar von lediglich 1,3 Prozent aus.
Der vergleichsweise niedrige Anstieg der Verbraucherpreise eröffnet der EZB womöglich Spielraum dafür, die lahme Konjunktur mit einer weiteren Zinssenkung anzukurbeln. Bereits derzeit liegt der Leitzins allerdings auf dem Rekordtief von 0,75 Prozent.
fdi/dpa/Reuters
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