Preisschub: Für Millionen Kunden wird Gas teurer

Dutzende Gasversorger erhöhen im Januar die Preise - zum Teil kräftig. Eine Durchschnittsfamilie muss mit Extrakosten von rund 88 Euro rechnen, insgesamt sind mehr als sechs Millionen Haushalte betroffen. Doch es gibt auch Anbieter, die ihre Tarife senken. Eine Übersicht.

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dpa

Gasflamme: Dutzende Unternehmen erhöhen im Januar die Preise

Hamburg - Mit der kalten Jahreszeit steigen die Gaspreise. Schon im September und Oktober hatten 81 Gasunternehmen ihre Tarife deutlich angehoben - nun werden die Gaspreise für Millionen Kunden erneut steigen. Das berichtet das Verbraucherportal Verivox.

So haben für den Januar bundesweit 73 Unternehmen eine Preiserhöhung um durchschnittlich 7,2 Prozent angekündigt. Über sechs Millionen Haushalte sind davon betroffen. Für einen Musterhaushalt mit einem jährlichen Verbrauch von 20.000 kWh bedeutet dies zusätzliche Kosten von rund 88 Euro. Ein Versorger, das Unternehmen TaunaGas Oberursel, hebt seinen Gaspreis sogar um 21,9 Prozent an.

Dass es auch anders geht, beweisen 26 Unternehmen, die ihren Preis senken - um durchschnittlich immerhin sechs Prozent. Davon profitieren allerdings nur knapp 1,5 Millionen Haushalte.

Alle Tarifänderungen im Überblick - siehe Tabelle:

Auffällig ist die extrem unterschiedliche Preispolitik der Gasversorger in diesem Jahr - sie lässt sich durch die verschiedenen Beschaffungsstrategien erklären. Anbieter, die ihr Gas über langfristige Verträge erhalten, sind meist an die Entwicklung des Heizölpreises gebunden - und der ist zuletzt deutlich gestiegen. Die Mehrkosten werden an den Kunden weitergegeben (siehe Grafik in der linken Spalte).

Anders ist es bei Unternehmen, die ihr Gas kurzfristig im Großhandel einkaufen. Denn im Zug der Finanzkrise ist die weltweite Nachfrage zurückgegangen, gleichzeitig wurden viele neue Gasquellen erschlossen. Die Folge: ein Überangebot am Gasmarkt und sinkende Preise an den internationalen Handelsplätzen. Versorger, die hier mitspielen, können nun Preissenkungen an ihre Kunden weitergeben.

Insgesamt ist der durchschnittliche Gaspreis in Deutschland 2010 um etwa zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Allerdings war die Entwicklung im Verlauf des Jahres äußerst unterschiedlich. Zu Beginn des Jahres blieb der Preis noch stabil. Doch pünktlich zum Beginn der Heizsaison erhöhten die Unternehmen dann die Preise.

Derzeit zahlen Familien in Deutschland durchschnittlich 1198 Euro pro Jahr für Gas. Mit den Preissteigerungen und dem zu erwartenden kalten Winter könnten es durchschnittlich 150 Euro mehr werden, in Einzelfällen sogar 300 Euro, sagen die Experten von Verivox voraus.

hut

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1. Leider Wechsel nicht möglich...
zeitmax 06.12.2010
für viele Mieter von Eigentumswohnungen und Baugenossenschaften ist ein Wechsel gar nicht möglich, denn hier entscheidet die Eigentümergemeinschaft oder Hausverwaltung:und diese produzieren am laufenden Band Vermögensschäden, denn deren Interesse am Einsparen durchgereichter Kosten ist minimal. Ich könnte 500 Euro im Jahr sparen, aber die Reaktion auf einen von mir geforderten Anbieterwechsel ist bisher gleich Null. Werden hier etwa auch interne Provisionen ausgeschüttet?
2. Prophet
ex_t_kunde 06.12.2010
Und ich wage mal die Vorhersage: Langfristig werden die Gaspreise immer weiter steigen...
3. wsd
Juergen Wolfgang 06.12.2010
Zitat von zeitmaxfür viele Mieter von Eigentumswohnungen und Baugenossenschaften ist ein Wechsel gar nicht möglich, denn hier entscheidet die Eigentümergemeinschaft oder Hausverwaltung:und diese produzieren am laufenden Band Vermögensschäden, denn deren Interesse am Einsparen durchgereichter Kosten ist minimal. Ich könnte 500 Euro im Jahr sparen, aber die Reaktion auf einen von mir geforderten Anbieterwechsel ist bisher gleich Null. Werden hier etwa auch interne Provisionen ausgeschüttet?
Man sieht sie haben keine Ahnung Als Vermieter zahle ich ja auch als Verbraucher die selben hohen kosten. Meist macht man einen jahresvertrag bzw. 2 Jahre. Und natürlich bekome ich als Vermieter Provision... von wem eigentlich?? Quatsch mit Sosse. Nichts gibts Aber mal zum Thema Die Gaspreise sind gekoppelt am Ölpreis. Das gehört endlich abgeschaft Aber unserer regierung ist jeder Preisanstieg recht. Verdient doch unser Staat damit wieder mehr. Der gaspreis bzw. Energiepreis ist mehr als 70% Steúern und Abgaben.
4. Billiges Gas
Rübezahl 06.12.2010
Ich sehe sie noch,die Plakate, in der Hamburger U - Bahn, die für den Verbrauch von billigen Gas warben und dachte:Wenn alle erst ein mal Gas haben, wird der Preis schon nach oben gehen.
5. Das sind blühende Landschaften von Kohl
marvinw 06.12.2010
Das sind blühende Landschaften von Kohl die er versprochen hat als der die Energienternehmen privatisiert hat. Der Verbraucher ist seitdem zum Fressen und Ausbeuten freigegeben: Strompreise, Gaspreise und Spritpreise werden teuerer um Parasiten (Aktionäre, Investoren) zu füttern. Trotz dass die Lieferpreise für Strom/Gas gesunken sind, wird weiter frech abgezockt und Politiker machen nichts dagegen, sie werden von Großkonzernen bestochen. Und wer kann sich schon heute leisten gegen alles zu klagen? So viel Geld hat vielleich nur ein Ackermännchen. Kleiner Tipp am Rande: den Preiserhöhungen widersprechen und eine Kalkulation mit Begründung der neuen Preise verlangen. Und den alten Preis weiter bezahlen. Es scheint in vielen Fällen zu funktionieren.
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Grafik: Gaspreis und Ölpreis im Vergleich


Fotostrecke
Grafiken: Der deutsche Erdgasmarkt
Energieträger Erdgas
Erdgas ist nach Mineralöl der zweitwichtigste Bestandteil des deutschen Energiemix. Fast jede zweite Wohnung in Deutschland wird nach Angaben des BDEW inzwischen damit beheizt. Insgesamt sind es mehr als 18 Millionen Haushalte - Tendenz steigend. Zudem wird mit Erdgas Strom erzeugt, und umweltfreundliche Autos werden mit Erdgas angetrieben. Die Erdgas-Lagerstätten sind auf wenige Regionen begrenzt - mehr als die Hälfte der globalen Vorkommen befinden sich in den Ländern Russland, Iran und Katar.

Erdgas ist der am wenigsten klimaschädliche aller fossilen Brennstoffe. Bei seiner Verbrennung werden etwa 200 Gramm CO2 pro Kilowattstunde freigesetzt. Dies ist im Vergleich zu Erdöl (270 g/kWh) und Kohle (je nach Qualität 330 bis 400 g/kWh) gering.

Vor-/Nachteile der Energieträger
Die Energiewirtschaft befindet sich im Umbruch - SPIEGEL ONLINE zeigt die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Energieträger.
Erdöl
Plus: Erdöl ist der Schmierstoff industrieller Volkswirtschaften. In Deutschland deckt Öl rund 35 Prozent des Energiebedarfs - so viel wie kein anderer Rohstoff. Im Verkehrssektor gibt es momentan kaum Alternativen zu Öl: Das bestehende Tankstellennetz ist auf Benzin und Diesel ausgerichtet, die heute gängigen Motoren fahren fast nur mit diesen beiden Treibstoffen.

Minus: Der Ölpreis ist in den vergangenen Jahren rasant gestiegen - und mit ihm der Spritpreis. Autofahrer mussten zeitweise mehr als 1,50 Euro für Benzin zahlen. Die deutsche Volkswirtschaft verliert dadurch Milliardenbeträge, denn das Land ist fast völlig von Importen abhängig. Weltweit liegen die meisten Ölvorkommen in politisch heiklen Regionen wie dem Nahen Osten, Russland, Venezuela oder Nigeria. Versorgungskrisen kann man daher nicht ausschließen. Darüber hinaus ist Erdöl ein endlicher Rohstoff: Die bekannten Vorkommen gehen langsam zur Neige. Große neue Felder wurden in den vergangenen Jahren kaum entdeckt - und wenn, dann nur in schwierig zu erschließenden Gebieten wie der Arktis. Hinzu kommt die CO2-Problematik: Wenn Öl verbrannt wird, entsteht das Klimagas Kohlendioxid .
Erdgas
Plus: Erdgas ist der klimafreundlichste fossile Energieträger - bei der Verbrennung entsteht weniger CO2 als bei Kohle oder Öl. Außerdem halten die Vorräte noch eine Weile: Die Reichweite der Gasvorkommen wird auf rund 60 Jahre geschätzt, bei Öl sind es nur 40 Jahre. machen zudem den Zugriff auf große neue Gas-Reservoirs möglich. Ein weiterer Vorteil: Gas kann einen wichtigen Beitrag zur Stromerzeugung leisten. Denn Gaskraftwerke lassen sich schnell hoch- und runterfahren - diese Flexibilität hilft, die Schwankungen beim Windstrom auszugleichen.

Minus: Weltweit verfügen nur wenige Länder über Gasvorkommen. Entsprechend groß sind die Abhängigkeiten - Deutschland bezieht rund 40 Prozent seines Erdgases aus Russland. Problematisch ist außerdem die noch immer weit verbreitete Bindung an den Ölpreis: Je teurer Erdöl wird, desto teurer wird auch Gas. Stromkonzerne klagen bereits, dass sich Gaskraftwerke kaum mehr rentieren. Private Haushalte kennen dasselbe Problem beim Heizen - Gas ist kaum günstiger als Öl. Auch beim Autofahren stellt Erdgas keine Alternative dar: Der aktuelle Preisvorteil gegenüber Benzin und Diesel liegt nur an der steuerlichen Begünstigung.
Kohle
Plus: Kohle gibt es fast überall auf der Welt - einseitige Importabhängigkeiten wie beim Gas sind deshalb nicht zu befürchten. Auch Deutschland verfügt über nennenswerte Ressourcen: Braunkohle lässt sich ohne Subventionen fördern, für Steinkohle ist dies bei weiter steigenden Preisen zumindest denkbar. Außerdem reichen die Vorräte so lange wie bei keinem anderen fossilen Energieträger: Schätzungen gehen von rund 200 Jahren aus. Kohle eignet sich vor allem zur Stromerzeugung in der Grundlast - rund 50 Prozent des deutschen Stroms stammen aus Kohlekraftwerken .

Minus: Kein Energieträger ist so klimaschädlich wie Kohle. Bei der Verbrennung entsteht rund doppelt so viel CO2 wie bei Gas. Problematisch könnte dies vor allem dann werden, wenn man bestehende Atomkraftwerke durch neue Kohlekraftwerke ersetzt - oder wenn Elektroautos künftig in großem Stil Kohlestrom tanken. Bedenklich sind außerdem die Arbeitsbedingungen, unter denen Kohle gefördert wird : Zu den größten Produzenten zählen China, Russland und Südafrika - Länder, in denen immer wieder Bergleute ums Leben kommen.
Atomenergie
Plus: Kernkraftwerke produzieren - wenn sie einmal gebaut sind - günstigen Strom. Der Rohstoff Uran wird nur in geringen Mengen verbraucht, so dass die laufenden Betriebskosten gering sind. Atomstrom kann in der Grundlast eingesetzt werden, also unabhängig von kurzfristigen Wetterschwankungen. In Frankreich wird Atomstrom auch zum Heizen verwendet, langfristig könnten so auch Elektroautos betrieben werden. Bei der Kernenergie wird kaum CO2 freigesetzt. Sie ist damit klimafreundlicher als Kohle oder Gas.

Minus: Der größte Nachteil der Atomenergie ist das Risiko eines GAUs. Selbst wenn man dafür eine geringe Wahrscheinlichkeit unterstellt - der Schaden wäre enorm. Die Katastrophe in Tschernobyl war nur ein Vorgeschmack dessen, was im dicht besiedelten Mitteleuropa passieren würde: Tausende Opfer, auf ewig verseuchte Landstriche, Vermögensverluste in zigfacher Milliardenhöhe. Hinzu kommt die ungelöste Frage der Endlagerung : Obwohl die Kernenergie seit rund 50 Jahren genutzt wird, gibt es bis heute keine dauerhafte Deponie für die verstrahlten Abfälle. Ob es überhaupt ein sicheres Endlager geben kann, ist umstritten: Der Atommüll strahlt zum Teil mehr als 100.000 Jahre lang - was in dieser Zeit alles passiert, kann niemand vorhersagen. In jüngster Zeit wird ein weiteres Problem immer häufiger diskutiert: Was geschieht, wenn Terroristen einen Anschlag auf ein Kernkraftwerk verüben? Oder wenn sie in den Besitz von spaltbarem Material gelangen? Sicherheitsexperten haben auf diese Fragen keine abschließende Antwort.
Wasser
Plus: Die Wasserkraft ist sehr umweltfreundlich - mit geringem Eingriff in die Natur lässt sich günstig Energie gewinnen. Rund fünf Prozent des deutschen Stroms stammen aus Wasserkraftwerken. Außerdem lässt sich in Stauseen sehr gut Energie speichern: Bei einem Überangebot an Strom wird Wasser nach oben gepumpt. Bei Bedarf wird es dann abgelassen, um die Turbinen anzutreiben.

Minus: In Deutschland ist das Potential der Wasserkraft so gut wie ausgeschöpft. Fast jeder Fluss hat ein Kraftwerk, ebenso fast jeder See. Im Ausland wiederum ist die Wasserkraft zum Teil in Verruf geraten: Riesenprojekte wie der Jangtse-Staudamm in China zerstören die Natur in großem Stil.
Wind
Plus: Von allen erneuerbaren Energien ist die Windkraft in den vergangenen Jahren am stärksten gewachsen. Mittlerweile beziehen die Deutschen deutlich mehr Strom aus Windrädern als aus Wasserkraftwerken. Auch in Zukunft hat die Branche großes Wachstumspotential - vor allem offshore, also in Windparks auf dem Meer . Ein weiterer Vorteil: Die Windkraft ist verhältnismäßig günstig. Die Betreiber der Anlagen bekommen über das Erneuerbare-Energien-Gesetz nur wenig mehr Förderung als der Preis für konventionellen Strom an der Energiebörse hoch ist. Zum Vergleich: Solarstrom wird weit höher vergütet.

Minus: Kritiker halten Windräder für eine Verschandelung der Landschaft. Außerdem weht der Wind sehr unzuverlässig: Bei einer starken Brise wird das deutsche Stromnetz überlastet, bei Flaute muss Strom aus dem Ausland hinzugekauft werden. Praktikable Speicher für Windenergie gibt es bisher nicht. Ein weiterer Nachteil: Starker Wind bläst vor allem in Norddeutschland, die großen Verbrauchszentren liegen aber im Süden und Westen. Um den Strom abzutransportieren, sind zahlreiche neue Leitungen nötig .
Sonne
Plus: Die Sonne ist nach menschlichen Maßstäben eine ewige Energiequelle , und sie scheint für jeden umsonst. Hätten alle Dächer Deutschlands eine Solaranlage, könnte so ein großer Teil des hiesigen Strombedarfs gedeckt werden - klimaschonend und unabhängig von Importen. Darüber hinaus lässt sich das Sonnenlicht auch zur Warmwasserbereitung nutzen: Mit Solarkollektoren kann man herkömmliche Heizungen ergänzen und so die Energiekosten drücken.

Minus: Die Sonne hat den gleichen Nachteil wie der Wind - ihre Energie lässt sich nicht zu jeder Uhrzeit nutzen. Das größte Problem ist jedoch der Preis: Solarstrom kostet viel mehr als konventioneller Strom. Und trotz milliardenschwerer Subventionen leistet Sonnenenergie bislang nur einen geringen Beitrag zur deutschen Stromversorgung: Schätzungen schwanken zwischen einem um zwei Prozent. Damit die Photovoltaik in Mitteleuropa wettbewerbsfähig wird, müsste es eine technische Revolution geben - oder die Preise für konventionelle Energie müssten dramatisch steigen.
Biomasse
Plus: Holz, Stroh, Mais - beim Verbrennen dieser Stoffe wird nur so viel CO2 freigesetzt, wie die Pflanzen vorher der Atmosphäre entzogen haben. Biomasse lässt sich in vielen Bereichen einsetzen: zum Heizen (beispielsweise mit Holzpellets), zum Autofahren (mit Biodiesel oder Bioethanol ) oder zur Stromerzeugung (mit Biogas). Der große Vorteil: Biomasse ist gespeicherte Energie. Man kann also frei entscheiden, wann man sie nutzen möchte - anders als bei Wind- oder Solarkraft. Ein weiterer Pluspunkt: Energiepflanzen, die in Deutschland wachsen, reduzieren die Abhängigkeit von Importen.

Minus: In jüngster Zeit gerät die Bioenergie massiv in die Kritik. Denn die Pflanzen benötigen enorme Anbauflächen - und treten damit in direkte Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion. Gerade bei Biotreibstoffen wird das zum Problem: Lässt es sich moralisch rechtfertigen, dass die Reichen Mais tanken - während die Armen hungern? Hinzu kommt ein gigantisches Mengenproblem: Wollte Deutschland seinen gesamten Benzin- und Dieselbedarf mit Biokraftstoffen decken, wäre dafür eine Fläche nötig, die größer ist als die gesamte Bundesrepublik. Das Gleiche gilt fürs Heizen: Sollten alle Bundesbürger auf Holzpellets umsteigen, würde der deutsche Wald dafür nicht reichen - erneut wären Energie-Importe nötig.
Erdwärme
Plus: Die Wärme im Erdinneren steht rund um die Uhr zur Verfügung. Sie lässt sich sowohl zum Heizen als auch zur Stromerzeugung nutzen. Gäbe es keine Probleme mit der Bohrtechnik, könnte die Geothermie den gesamten deutschen Energiebedarf decken.

Minus: In Deutschland muss man Hunderte oder gar Tausende Meter tief bohren, um ein ausreichendes Temperaturniveau zu erreichen. Die Kosten der Geothermie sind deshalb sehr hoch. Mancherorts gibt es außerdem Probleme mit dem Grundwasser. Andere Länder sind hier aus geologischen Gründen in einer besseren Position: Island zum Beispiel deckt seinen Energiebedarf zum Großteil mit der Wärme aus dem Erdinneren.