Bundesbankbericht Deutsche Privatvermögen steigen auf Rekordhoch

Die privaten Haushalte in Deutschland haben so viel Geld auf der hohen Kante wie nie zuvor. Laut Bundesbank stieg das Geldvermögen auf 4811 Milliarden Euro. Ohne die hohen Kursverluste an den Aktienmärkten wären die Rücklagen sogar noch stärker gewachsen.

Ein Bettler mit Regenschirm auf der Düsseldorfer Königsallee
dapd

Ein Bettler mit Regenschirm auf der Düsseldorfer Königsallee


Frankfurt am Main - Während sich die Schere zwischen Arm und Reich in Deutschland immer weiter öffnet, wachsen gleichzeitig die privaten Geldvermögen hierzulande. Zum Ende des zweiten Quartals hatten die Deutschen 4811 Milliarden Euro auf der hohen Kante und damit so viel wie nie zuvor, wie die Deutsche Bundesbank am Montag mitteilte. Trotz der sehr niedrigen Zinsen habe sich "der Trend zu liquiden Einlagen weiter fortgesetzt".

Allein in den Monaten April bis Juni hätten die Deutschen rund 39 Milliarden Euro an Geldvermögen angehäuft. Der Zuwachs fiel zwar deutlich geringer aus als im ersten Quartal, als die Rücklagen um 50 Milliarden Euro gestiegen waren, dennoch hätten die Deutschen deutlich mehr angespart, als im langjährigen Durchschnitt eines zweiten Quartals. Vor allem die Bankeinlagen hätten "abermals spürbar zugenommen".

Im Vergleich zum Vorquartal hätten die Bundesbürger ihr Geldvermögen im zweiten Quartal aber nur um neun Milliarden Euro oder 0,2 Prozent steigern können. Die Notenbank führt dies auf "erhebliche Kursverluste an den Kapitalmärkten von rund 30 Milliarden Euro" zurück.

Zudem schichteten die Sparer ihr Geld wegen Unsicherheiten in Zusammenhang mit der Schuldenkrise im Euro-Raum um: Zuflüsse gab es bei Bargeld und Sichteinlagen sowie bei den Ansprüchen gegenüber Versicherungen. Aus anderen Anlagen zogen sich Privatanleger dagegen zurück.

Während die Definitionen von Armut und Armutsgefährdung in der EU-Statistik umstritten sind, beschreibt der Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung eine wachsende Kluft zwischen den Einkommens- und Vermögensverhältnissen in Deutschland. Demnach konnten in den vergangenen Jahren vor allem die Wohlhabenden ihren Reichtum vergrößern, während sich die Arbeitseinkommen der ärmsten zehn Prozent deutlich verringert haben.

nck/dpa

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insgesamt 67 Beiträge
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_meinemeinung 29.10.2012
1. falsche Überschrift
Zitat von sysopdapdDie privaten Haushalte in Deutschland haben so viel Geld auf der hohen Kante wie nie zuvor. Laut Bundesbank stieg das Geldvermögen auf 4811 Milliarden Euro. Ohne die hohen Kursverluste an den Aktienmärkten wären die Rücklagen sogar noch stärker gewachsen. http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/private-geldvermoegen-in-deutschland-steigen-auf-rekordhoch-a-863998.html
Der Artikel hat eine Falschmeldung als Überschrift. Richtig muss es heißen "Die Privatvermögen einiger weniger Deutscher steigen auf Rekordhoch". Damit wenige reich sein können, müssen viele arm sein. Das ist der Grundsatz der ungerechten Verteilung. Unsere Regierung hat das verstanden.
wind_stopper 29.10.2012
2. 5 Trillion Euro
Ist doch klasse. Damit koennen die Deutschen Privaten doch Grossbritanniens, Italiens, Portugals, Spaniens und Griechenlands Schulden auf einen Schlag tilgen ... und dann endlich Europa beherrschen.
gbk666 29.10.2012
3.
Laut Bundesbank stieg das Geldvermögen auf 4811 Milliarden Euro Und wieviel davon gehören ca 1% der Bevölkerung? 10%? 25%? 50%?
Ingmar E. 29.10.2012
4.
Die EU macht uns alle arm!!! Ähm, ok, nochmal drüber nachdenken. :D
spon-facebook-10000283853 29.10.2012
5.
Zitat von sysopdapdDie privaten Haushalte in Deutschland haben so viel Geld auf der hohen Kante wie nie zuvor. Laut Bundesbank stieg das Geldvermögen auf 4811 Milliarden Euro. Ohne die hohen Kursverluste an den Aktienmärkten wären die Rücklagen sogar noch stärker gewachsen. http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/private-geldvermoegen-in-deutschland-steigen-auf-rekordhoch-a-863998.html
Beinhaltet das Vermögen auch Goldfüllungen? Denn auch auf dieses Vermögen hat der Volkskörper ja unbedingt ein Recht!!!
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