Berlin - Die Zahl der Waren, die ein Gesundheitsrisiko für Konsumenten bedeuten, ist im vergangenen Jahr um sieben Prozent gestiegen. Das meldet die "Welt" unter Berufung auf das Schnellwarnsystem Rapex. Die EU-Kommission stellt den Jahresbericht am Donnerstag vor.
60 Prozent der Waren kommen aus China, berichtet die Zeitung. Der größte Teil der Meldungen bezog sich auf Kinderspielzeug. Außerdem bemängelten die staatlichen Kontrollstellen vor allem Bekleidungsartikel, Motorfahrzeuge und Elektrogeräte.
Die häufigsten Risiken bei den Produkten sind demnach chemische Reaktionen, Verletzungen und Beeinträchtigungen der Atmung. Insgesamt meldeten die EU-Mitgliedsstaaten knapp 2000 gefährliche Waren an die Kommission. Die EU hatte das Schnellwarnsystem Rapex vor einigen Jahren eingeführt, um Stichproben unter den Millionen von Produkten zu machen.
Doch nicht alle Mitgliedsstaaten beteiligen sich mit dem gleichen Enthusiasmus: Aus Spanien kamen mit 220 die meisten Meldungen, gefolgt von Deutschland mit 187. Aus manchen Ländern kamen dagegen laut "Welt" fast keine Hinweise - etwa aus Belgien, Österreich und Slowenien.
Verbraucherschützer Christian Fronczak bezeichnet das gegenüber der "Welt" als Problem: "Das System funktioniert in der Breite nur dann, wenn jedes Mitgliedsland seiner Verantwortung nachkommt und eine entsprechende Überwachung durchführt", sagte Fronczak. "Je mehr Kontrolleure gucken, desto mehr wird auch entdeckt."
cte/AFP
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