Skandal um Pferdefleischprodukte Britischer Importeur gibt Entwarnung für Deutschland

Im Skandal um falsch deklarierte Fleischprodukte in Großbritannien können deutsche Verbraucher offenbar aufatmen. Der britische Importeur Findus teilte mit, keine Burger oder Lasagne aus Pferdefleisch nach Deutschland geliefert zu haben. Ob noch andere Lieferanten in Frage kommen, ist unklar.

Findus-Lasagne in französischem Supermarkt: Am Mittwoch soll ein Krisentreffen stattfinden
AP

Findus-Lasagne in französischem Supermarkt: Am Mittwoch soll ein Krisentreffen stattfinden


Hamburg - Der britische Tiefkühlproduzent Findus hat nach eigenen Angaben keine Burger oder Lasagne mit Pferdefleisch nach Deutschland geliefert. "Deutsche Verbraucher haben keine Findus-Produkte aus Pferdefleisch gegessen", sagte Unternehmenssprecher Henrik Nyberg dem "Tagesspiegel".

Findus hatte in den vergangenen Tagen mehrere Tiefkühlgerichte in Großbritannien, Frankreich und Schweden vom Markt genommen. In Großbritannien hatten Tests ergeben, dass tiefgefrorene Lasagne Pferdefleisch und nicht wie auf der Verpackung angegeben Rindfleisch enthielt. Findus war selbst vom französischen Produzenten Comigel beliefert worden. Nach Deutschland sei diese Ware aber nicht gekommen, sagte der Sprecher.

Auch das Bundesverbraucherschutzministerium hatte am Montag mitgeteilt, es lägen "weder Erkenntnisse der deutschen Länderbehörden noch Hinweise aus anderen EU-Mitgliedstaaten" vor, dass als Rindfleisch ausgewiesene Tiefkühlprodukte mit Pferdefleisch auch in Deutschland auf den Markt gekommen seien.

Die Supermarktkette Kaiser's Tengelmann hatte dennoch bereits in der vergangenen Woche seine Tiefkühl-Lasagne der Eigenmarke A&P aus dem Verkauf genommen. Das hatte eine Unternehmenssprecherin auf Anfrage von SPIEGEL ONLINE bestätigt. Der Schritt sei "aus Gründen des vorsorgenden Verbraucherschutzes" erfolgt, sagte die Sprecherin. Es gebe aber bisher keinen Nachweis, dass Pferdefleisch verarbeitet worden sei. Die Frage, von welchem Lieferanten die Lasagne stammte, beantwortete das Unternehmen nicht.

Am Mittwoch soll auf EU-Ebene von Verbraucherschutzkommissar Tonio Borg und betroffenen Mitgliedstaaten über Folgen des Vorfalls beraten werden. Da Deutschland bisher nicht betroffen ist, will die Bundesregierung nach Angaben von EU-Diplomaten nicht teilnehmen.

stk/AFP

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nervmann 12.02.2013
1. Horseburger
Wem's schmeckt; das soll es ja angeblich. Also alles eine frage der korrekten Deklaration.
messan@hbs 12.02.2013
2. optional
Warum regen sich alle so auf? Wer Rind isst kann auch Pferd essen. Oder ist ein Pferd ein "besseres" Tier das man nicht essen darf? Leben ist immer gleich wertvoll egal ob man drauf reiten kann oder nicht!
kurt-aus-kienitz 12.02.2013
3. Hm ...
Zitat von sysopAPIm Skandal um falsch deklarierte Fleischprodukte in Großbritannien können deutsche Verbraucher offenbar aufatmen. Der britische Importeur Findus teilte mit, keine Burger oder Lasagne aus Pferdefleisch nach Deutschland geliefert zu haben. Ob noch andere Lieferanten in Frage kommen, ist unklar. http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/skandal-um-pferdefleisch-findus-gibt-entwarnung-fuer-deutschland-a-882818.html
... sind das die Gleichen die vorher behauptet haben dass da Rindfleisch drin ist?
arnoschaefer 12.02.2013
4. Entwarnung, Aufatmen...
Zitat von sysopAPIm Skandal um falsch deklarierte Fleischprodukte in Großbritannien können deutsche Verbraucher offenbar aufatmen. Der britische Importeur Findus teilte mit, keine Burger oder Lasagne aus Pferdefleisch nach Deutschland geliefert zu haben. Ob noch andere Lieferanten in Frage kommen, ist unklar. http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/skandal-um-pferdefleisch-findus-gibt-entwarnung-fuer-deutschland-a-882818.html
Mannomann, das hört sich ja an, als wären wir gerade nochmal an einer Massenvergiftung vorbeigeschrammt. "Oh Gott, wir haben Pferdefleisch gegessen, wir werden alle sterben!" Lasst mal die Kirche im Dorf. In Frankreich kann man's in jedem Supermarkt kaufen, offenbar ist Pferdefleisch nicht gesundheitsschädlich.
orthos 12.02.2013
5. Der Skandal
ist in meinen Augen weniger der Fleichanteil also vielmehr die Herkunft und die ODYSSEE die das Fleisch hinter sich hat! Wenn Fleisch kreuz und quer durch ganz Europa transport wird, ist es kein Wunder das soetwas passiert. Deswegen kaufe ich mein Fleisch beim Metzger um die Ecke, wo ich weiss wo es herkommt. Und wenn ich nicht genug Geld habe um mir jeden Tag nen Braten zu kaufen muss ich halt mal einen vegetarischen Tag machen. Spart an der Menge, nicht an der Qualität!
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