Teure Kredite: SPD-Länder scheitern mit Dispo-Deckel

SPD und Grüne konnten sich nicht durchsetzen: Vorerst wird es keine gesetzliche Obergrenze für Dispo-Zinsen geben. Stattdessen soll es nur Appelle an die Banken geben. NRW-Verbraucherschutzminister Remmel kritisiert das scharf.

Bundesverbraucherministerin Aigner: Keine Obergrenze für Dispo-Zinsen Zur Großansicht
dapd

Bundesverbraucherministerin Aigner: Keine Obergrenze für Dispo-Zinsen

Berlin - Banken und Sparkassen müssen vorerst nicht mit einer gesetzlichen Deckelung der Dispo-Zinsen rechnen. Die SPD-geführten Länder scheiterten bei der Verbraucherschutzminister-Konferenz von Bund und Ländern mit dem Vorstoß, die Dispo-Zinsen gesetzlich zu begrenzen. Stattdessen soll es freiwillige Regelungen geben.

NRW-Minister Johannes Remmel (Grüne) kritisierte das scharf. "Der wiederholte Appell an die Banken, die Zinsen freiwillig zu begrenzen, reicht nicht aus, wie wir in den vergangenen Jahren gesehen haben." Union und FDP würden den Banken einen Blankoscheck für Zinsabzocke ausstellen.

Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) versäume es einmal mehr, die Verbraucherrechte zu stärken. Die Überziehungszinsen für Girokonten von hatten bei Verbraucherschutzorganisationen und auch bei Politikern scharfe Proteste ausgelöst. Kritisiert wurde insbesondere, dass sich die Banken mit staatlicher Hilfe selber Geld zu historisch niedrigen Zinsen leihen könnten, diese aber an ihre Privatkunden nicht weitergeben würden.

Laut einer Erhebung der Stiftung Warentest verlangen die deutschen Banken durchschnittlich 12,4 Prozent Zins für Dispokredite. Spitzenreiter bei der letzten Erhebung der Stiftung im Herbst 2011 war eine Bank mit 18,25 Prozent.

cte/Reuters

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1. Oh, schon wieder diese Ankündigungsministerin!
hul1 14.09.2012
Die BM Aigner fällt doch immer wieder nur durch billige Ankündigungen auf, denen nicht eine konkrete Tat folgt! Egal welches Thema man nimmt, nichts geht! Ich finde, es ist mal Zeit für einen richtigen Shitstorm oder ähnliches...!
2. Immer mal die Finger dazwischen
greenwasher 14.09.2012
Zitat von sysopSPD und Grüne konnten sich nicht durchsetzen: Vorerst wird es keine gesetzliche Obergrenze für Dispo-Zinsen geben. Stattdessen soll es nur Appelle an die Banken geben. NRW-Verbraucherschutzminister Remmel kritisiert das scharf. SPD-Länder scheitern mit Dispo-Deckel - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/0,1518,855846,00.html)
Schön dass er Staat es seinen Bürgern vormacht. Aber es gibt ja keinen Zwang sich zu verschulden, wieso man ein selbstgewähltes Schicksal staatlich beeinflussen sollte erschließt sich mir nicht. Dann müsste man auf der anderen Seite auch eine Höchstgrenze für gezahlte Zinsen einführen, die muss ja schließlich auch irgendjemand erwirtschaften. Wie wäre es mal, durch Aufklärung und Erziehung weg zu kommen vom ewigen Verschulden? Wenn die Banken Ihre Dispos nicht mehr los werden würden, würden sie die Zinsen wahrscheinlich von ganz alleine senken..
3.
pom_muc 14.09.2012
Zitat von sysopSPD und Grüne konnten sich nicht durchsetzen: Vorerst wird es keine gesetzliche Obergrenze für Dispo-Zinsen geben. Stattdessen soll es nur Appelle an die Banken geben. NRW-Verbraucherschutzminister Remmel kritisiert das scharf. SPD-Länder scheitern mit Dispo-Deckel - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/0,1518,855846,00.html)
6,95% bei der DAB bank und 11,81%/12,35%/11,75% bei den Sparkassen Hamburg/Düsseldorf/München Vielleicht sollten die rot-grünen Gesetzesinitiatoren einfach mal anfangen die Institute in der Öffentlich-Rechtlichen Hand mit gutem Beispiel voran gehen zu lassen und diesen nur 5% Aufschlag zum EZB-Zins zu erlauben.
4.
pom_muc 14.09.2012
Zitat von hul1Die BM Aigner fällt doch immer wieder nur durch billige Ankündigungen auf, denen nicht eine konkrete Tat folgt! Egal welches Thema man nimmt, nichts geht! Ich finde, es ist mal Zeit für einen richtigen Shitstorm oder ähnliches...!
Eigentlich kommt die Ankündigung (Gesetzesinitiative) doch von rot-grün. Und sollte rot-grün 2013 tatsächlich regieren glauben Sie doch selber nicht dass dann dieser heute populistisch propagandierte Vorschlag von einer rot-grünen Regierung realisiert wird, oder?
5. @greenwasher
warumnicht? 14.09.2012
Es mag keinen Zwang geben, aber möglicherweise die Not, sich kurzfristig oder -zeitig verschulden zu müssen. Als gängiges Beispiel führe ich hier mal die allein erziehende Mutter an, die nur knapp über die Runden kommt und kurzfristig dringend Geld für eine notwendige Reparatur oder Anschaffung braucht.
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  • Freitag, 14.09.2012 – 13:51 Uhr
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