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Stiftung Warentest: Mehrheit der Kuscheltiere bekommt Note "mangelhaft"

Bedingt einsatzbereit: Von der Stiftung Warentest geprüfte Kuscheltiere Zur Großansicht
Stiftung Warentest

Bedingt einsatzbereit: Von der Stiftung Warentest geprüfte Kuscheltiere

Platzende Nähte, Weichmacher, krebserregende Chemikalien: Die meisten Kuscheltiere sind laut Stiftung Warentest für den eigentlichen Zweck nicht zu gebrauchen. Von 30 getesteten Plüschtieren waren 21 "mangelhaft".

Schlechte Nachrichten für Geschenk-suchende Eltern: Nur wenige Plüschtiere eignen sich laut Stiftung Warentest wirklich zum Kuscheln. Von 30 getesteten Kuscheltieren seien gerade einmal acht empfehlenswert, heißt es in der Dezember-Ausgabe der Zeitschrift "Test". Bei den anderen rissen in einem Test entweder Nähte schnell auf, oder das Material enthielt Schadstoffe.

Lediglich ein fast 60 Euro teurer Hase bestand den Test mit der Bestnote 1,0. Sechs weitere Kuscheltiere befanden die Tester für "gut". Ein Kuscheltier schnitt befriedigend ab. 21 Plüschtiere waren aber "mangelhaft".

Für ihren Test kauften die Prüfer der Stiftung Warentest 30 exemplarisch ausgewählte Plüschtiere für Kinder - von Hasen, Schafen und Affen über Katzen bis hin zu Elefanten und Drachen. Im Labor testeten sie die Spielwaren auf Sicherheit und Schadstoffbelastung. Überprüft wurde beispielsweise, wie Kinder vor verschluckbaren Einzelteilen geschützt sind, oder ob die Tiere ein Zerren an Armen und Beinen verkraften.

Darüber hinaus prüften die Tester die Schadstoffbelastung. Dabei schnitten insgesamt 20 der 30 Plüschtiere schlecht ab. In 19 Fällen sei das Fell mit polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen, sogenannten PAK, belastet gewesen, berichtete die Stiftung Warentest. Mit dem krebserregenden PAK Chrysen waren demnach 13 Plüschtiere verunreinigt; sieben enthielten den vermutlich krebserzeugenden PAK Naphtalin - und das "in deutlichen Mengen".

Krebserregendes Formaldehyd wurde laut "Test" in den Füßen eines Pinguins entdeckt. Phthalate - also Weichmacher, die sich auf die Fortpflanzungsfähigkeit auswirken können - wurden in zwei Kuscheltieren gefunden.

Durch den Sicherheitstest fielen laut Stiftung Warentest drei Kuscheltiere - von zwei namhaften Herstellern und einer großen Kaufhauskette. Ihre Nähte seien an Armen, Ohren und Füßen so weit aufgerissen, dass Kinder die Füllung herauspulen und in den Mund stecken könnten. Da die drei Stofftiere die rechtlichen Vorgaben nicht eingehalten hätten, seien die Hersteller und die Aufsichtsbehörden informiert worden.

SPIEGEL TV Doku

nck/AFP

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insgesamt 34 Beiträge
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1. Rupfprobe
klaxklix 26.11.2015
Leider ist es notwendig, wenn man ein Geschenk für ein Kleinkind kaufen will, eine Rupfprobe im Laden zu machen. Natürlich eher unauffällig ;-) Vor vielen Jahren habe ich das gemacht und das Ergebnis war eindeutig. Eindeutig, weil nur ein Bärchen übrig blieb, dem nicht sofort die Haare ausgingen. Heute, nach über 10 Jahren, sieht es immer noch sehr ordentlich aus. Teurer war's, aber hier kostet Qualität eben etwas.
2. Kuscheltiereschei..dr...? Was Neues?
upalatus 26.11.2015
Es ist allgemein seit langem bekannt, dass diese billigst-Produkte (Bez. siehe oben) besser NICHT zum innigen Kuscheln schon gar nicht für kleine Kinder geeignet sind. Erworben wirds trotzdem fleissig vom souveränen Kunden. Auch da liegt mir das Wort S in der Feder.....
3. War ja klar.
NightToOblivion 26.11.2015
Die Ausbildung von Kuscheltieren wird seit Jahren vernachlässigt und jetzt wundern sich alle. Seit Jahrzehnten nehmen immer neue Spielzeuge unseren einheimischen Kuscheltieren die Ausbildungsplätze in guten Kinderzimmern weg. Nein das sitzen jetzt Neuankömmlinge wie Play Station und iPad, weil dafür ist ja Geld da, aber nicht für die Kuscheltiere. Die werden klammheimlich in Vorschulkinderzimmer und Tussischlafzimmer gedrängt. Wie soll denn bitte unter solch präkeren Umständen etwas anderes als ein Mangelhaft herauskommen? Ich fordere ein schnelles Handeln von Frau Merkel. Bevor es zuspät ist!1ELF!
4.
Nania 26.11.2015
Welches Kind zerreist denn bitte ein Stofftier? Meine Eltern haben mir damals beigebracht, dass man so etwas nicht tut - und ich habe noch all meine Stofftiere und alle haben keine solchen Beschädigungen - und man hat mir auch beigebracht, nicht alles in den Mund zu stecken.... Und zum Thema Rupfprobe: Wer das im Laden macht, sollte dafür auch zur Verantwortung gezogen werden dürfen. Ist genauso, wie Leute, die Verpackungen aufreißen oder Eselsohren in Bücher machen (oder deren Rücken verknicken). Sorry, dafür hab ich kein Verständnis.
5.
leserich 26.11.2015
Jetzt wird auch verständlich, warum bei diesen Willkommensveranstaltungen so viele Kuscheltiere an Flüchtlinge verteilt wurden. War wohl Sondermüll. Find ich gemein, unter dem Deckmantel des Gutestuens Entsorgungsgebühren zu sparen.
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