Untersuchung der Stiftung Warentest Wie Sie legal an gute Putzhilfen kommen

Reinigungskräfte für Privathaushalte sind oft schwer zu finden - und arbeiten meist ohne Rechnung. Abhilfe könnten Putzdienstportale im Internet bringen. Doch auch dort sollte man als Kunde vorsichtig sein.

DPA


Sauber soll es sein, klar. Aber auch möglichst billig - und natürlich legal. Wer mit diesen drei Kriterien nach einer Putzhilfe sucht, wird in den meisten deutschen Städten arge Schwierigkeiten bekommen. Der Großteil der fast vier Millionen Haushaltshilfen in Deutschland arbeitet deshalb schwarz.

Wer legal eine Reinigungskraft beschäftigen möchte, landet zumindest in größeren Städten schnell bei Putzdienstportalen wie Book a Tiger oder Helpling, die allerdings nach unterschiedlichen Prinzipien arbeiten. Während die einen selbst Reinigungskräfte beschäftigen oder Firmen beauftragen, treten andere nur als Vermittlungsportale auf.

Die Stiftung Warentest hat in ihrem neuesten Heft acht Putzdienstportale getestet - und sowohl nach Putzleistung als auch nach der rechtlichen Absicherung bewertet. Das Ergebnis: Zwei Portale, die als reine Vermittler arbeiten, schnitten im Test "mangelhaft" ab: Betreut.de und Haushelden.

Die von ihnen vermittelten Kräfte putzten zwar gut (und sogar besser als die Kräfte von allen anderen getesteten Portalen). Die Kunden sind laut Stiftung Warentest aber nicht abgesichert. Beide Portale fordern von ihren Putzkräften keine Nachweise wie Gewerbeschein, Unfall- und Haftpflichtversicherung. Sie bieten Haushaltshilfen nur eine Plattform zur eigenständigen Jobsuche - und verlangen von den Kunden bereits für den Kontakt zu einer Reinigungskraft mindestens 20 beziehungsweise 35 Euro.

Fettflecken und Krümel im Putztest

Testsieger wurde Book a Tiger, wo die Mitarbeiter sozialversicherungspflichtig angestellt sind. Auch hier war die Reinigungsleistung gut - und der Preis mit 20 bis 23 Euro pro Stunde vergleichsweise günstig (auch wenn es bei den reinen Vermittlerportalen noch günstiger geht). Die kompletten Testergebnisse finden Sie hier.

Für die Untersuchung ließ die Stiftung Warentest pro Portal fünf Testhaushalte drei Termine buchen. Bevor der Putzdienst kam, verstreuten die Tester Krümel und Sand, hinterließen Fettflecken auf dem Fernseher und Mehl auf der Küchenarbeitsplatte.

Die meisten Putzkräfte beseitigten den Schmutz zufriedenstellend, nur bei einem Portal gab es größere Abzüge.

Wer gerne mehr darüber weiß, welcher Mensch dort gerade in der eigenen Wohnung putzt, ist allerdings sowohl bei Book a Tiger als auch bei anderen Portalen falsch, die mit Angestellten oder beauftragten Reinigungsfirmen arbeiten. Die Dienstleistung steht dort im Vordergrund. Teilweise kamen von Termin zu Termin unterschiedliche Personen.

Dann also lieber doch eine feste Putzhilfe anheuern - und selbst darauf achten, dass sie auch angemeldet und versichert ist.

stk

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