Stromanbieter Wechseln ist Männersache

Männer wechseln ihren Strom- und Gasanbieter deutlich häufiger als Frauen. Laut einer Studie steht hinter zwei Dritteln der Änderungswünsche ein Mann. Wechselfreudig seien zudem Menschen ab Anfang 40.

RWE, E.on oder Lichtblick? Männer wechseln besonders häufig ihren Stromanbieter
Fotos: DPA

RWE, E.on oder Lichtblick? Männer wechseln besonders häufig ihren Stromanbieter


Berlin - Stromanbieter sollten ihre Werbung auf männliche Mittvierziger ausrichten. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Verbraucherportals toptarif.de. Die Forscher hatten alle Wechsel der vergangenen zwei Jahre untersucht und Alter sowie Geschlecht der Kunden miteinander verglichen.

Männer sind laut der Studie wesentlich wechselfreudiger als Frauen: Sie hatten rund 70 Prozent aller Änderungswünsche auf dem Portal in Auftrag gegeben. Damit wechselten männliche Kunden ihren Anbieter mehr als doppelt so häufig wie weibliche.

"Die deutlich höhere Wechselwilligkeit bei den Männern könnte unter anderem darauf zurückzuführen sein, dass sich der Bereich der Energieversorgung im Haushalt oftmals in der Verantwortung des Mannes befindet", vermutet Daniel Dodt von toptarif.de. Ebenfalls einen Einfluss habe, dass bei vielen Familien die Strom- und Gasverträge auf den Namen des Mannes liefen.

Beim Blick auf das Alter erwiesen sich die 40- bis 44-Jährigen als besonders wechselfreudige Kunden. Die Quote liegt in dieser Altersklasse mehr als 50 Prozent über dem Durchschnitt. Auch bei den 35- bis 39-Jährigen und den 45- bis 49-Jährigen ist der Anbieterwechsel laut der Analyse besonders beliebt. Ab einem Alter von 50 Jahren hingegen nehme die Bereitschaft zum Wechseln mit steigendem Alter kontinuierlich ab, berichtet Dodt.

irb/dpa



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Roller, 18.11.2009
1.
Zitat von sysopEs geht schon wieder los: Deutschlands fünftgrößter Versorger EWE verlangt ab Januar im Schnitt 14 Prozent mehr für den Strom. Auch der Energiekonzern Vattenfall will seine Preise deutlich erhöhen. Andere Branchenvertreter dürften bald folgen. Zu Recht?
Das kommt davon, wenn man monopolistische Strukturen zulaesst. Man koennte sehr preiswerten, umweltfreundlichen Strom haben, aber daran hat keiner ein Interesse, hoechstens der Verbraucher, aber der hat in Deutschland nichts zu melden. Viele politiker lassen sich legal mit Vorstandsposten von EVU schmieren, damit ja nicht etwas gegen die Interessen der EVU passiert. Um diese Situation zu aendern, muss man die EVU entmachten mit einer dezentralen Energieversorgung, die mit erneuerbare Energie gespeist wird. Gruss Roller
lemming51 18.11.2009
2. ?
Wen wundert' s ??
andrewsaid 18.11.2009
3.
Zitat von sysopEs geht schon wieder los: Deutschlands fünftgrößter Versorger EWE verlangt ab Januar im Schnitt 14 Prozent mehr für den Strom. Auch der Energiekonzern Vattenfall will seine Preise deutlich erhöhen. Andere Branchenvertreter dürften bald folgen. Zu Recht?
Sehe ich ein, dass die Atomkraft-Unternehmen ihre Preise erhöhen. Immerhin wechseln immer mehr Menschen zu den intelligenten erneuerbaren Energien. Jetzt müssen Vattenfall und Co. wohl endlich einsehen, dass Atomstrom viel zu teuer ist. Immerhin werden sie ja noch doppelt bezahlt. Und wenn der Staat langsam aber sicher die Milliarden-Subventionen kürzt. Muss es wieder für den Verbraucher noch teurer werden. Endlich mal eine Gesundung des Energiehaushaltes der unbedingt auf erneuerbare Energien umgestellt werden muss. Danke Vattenfall und Co.
Hmmm... 18.11.2009
4.
Na klar, die armen Monopolisten nagen doch am Hungertuch, denen werfen wir unser Geld gerne in den Rachen. Ich bin für Verstaatlichung.
barry60 18.11.2009
5. nÖ
Pure Abzocke in meinen Augen. Letztes Jahr wurde als Begründung die Kopplung an den Ölpreis genannt, soweit ich mich erinnern kann. Nun, der Ölpreis ist im Vergleich 8/2008 - heute um wie viel Prozent gefallen? Ich schätze mindestens 40%. Gab es Strompreissenkungen? - Fehlanzeige! Nun argumentiert EWE u. a. mit ungünstiger Einkaufspolitik... da fällt einem doch nicht mehr viel zu ein, außer: "Eure Unfähgikeit kotzt mich an!" :)
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