Strompreise Ökostrom-Umlage steigt um acht Prozent

Der Strom wird teurer: Die EEG-Umlage zur Förderung von Ökostrom steigt 2017 auf 6,88 Cent pro Kilowattstunde. Auf das Jahr gerechnet muss ein Drei-Personen-Haushalt mit Mehrkosten von 18 Euro rechnen.

Solaranlage und Windräder in Schleswig-Holstein
DPA

Solaranlage und Windräder in Schleswig-Holstein


Die sogenannte Ökostrom-Umlage wird von derzeit 6,35 Cent auf 6,88 Cent pro Kilowattstunde angehoben, teilten die Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz, Amprion, Tennet und TransnetBW am Freitag mit. Die Umlage zahlen die Verbraucher über die Stromrechnung.

Für einen Drei-Personen-Haushalt mit einem Stromverbrauch von 3500 Kilowattstunden im Jahr bedeutet der Anstieg um gut acht Prozent zusätzliche Ausgaben von ungefähr 18 Euro. Dieses Jahr beträgt die Umlage 6,354 Cent pro Kilowattstunde. Mit ihr wird der Ausbau der erneuerbaren Energien finanziert. Zahlen müssen sie grundsätzlich alle Stromverbraucher, allerdings bekommen bestimmte Unternehmen mit besonders hohem Stromverbrauch weitreichende Rabatte.

Die Umlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) wird seit dem Jahr 2000 erhoben. Seit ihrer Einführung ist sie - mit Ausnahme einer Senkung im Jahr 2015 - immer weiter gestiegen.

beb/AFP/dpa



insgesamt 183 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
MisterD 14.10.2016
1.
6,88 Cent/kWh. Da kommen wir allein mit der EEG-Zulage langsam in den Bereich, den industrielle Großverbraucher INSGESAMT pro kWh bezahlen... In Frankreich kostet die kWh für private Haushalte die Hälfte. Da wünscht man sich die Kernenergie zurück...
chjuma 14.10.2016
2. Strom wird nach Benzin
die neue Art die Mineralölsteuereinnahmen zu ersetzen, zu übertreffen und so die msximale Enteignung des arbeitenden Volkes sicher zu stellen. Und niemanden stört das. Dann soll das so sein.
mrrich 14.10.2016
3. war doch klar, die
Umverteilung von unten (Mieter und Hausbesitzer ohne Solarpanels) geht weiter, zugunsten von Landwirten, Solaranlagen Besitzern und den großen Stromversorgern mit ihren Aktionären.
FrankDr 14.10.2016
4.
Wichtig wäre dann aber wenigstens Konsequenz... Also Reduktion der Wärmepumpentarife und anderer Arten, die man fördern möchte. Aber wahrscheinlich zählt nur Gewinn statt strategische Ziele
stfns 14.10.2016
5. Eine Umverteilung von Arm nach Reich
Strom bezieht jeder und Rendite beziehen die Investoren (und Fondsverwalter, die Kleinanleger abzocken..) die damit auch noch eine gesicherte Einnahmequelle haben. Wunderbar! Eine Umverteilung wie sie im Buche steht. Nur leider in die falsche Richtung.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge! zum Forum...

© SPIEGEL ONLINE 2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.