Strompreise Ökostromumlage sinkt 2018 leicht auf knapp 6,8 Cent

Die Übertragungsnetzbetreiber haben die Umlage für Ökostrom gesenkt - der Börse sei dank. Am Strompreis für die Verbraucher dürfte sich aber nur wenig ändern.

Windräder und Stromleitungen
DPA

Windräder und Stromleitungen


Erstmals seit 2015 sinkt die Umlage für Ökostrom wieder. Sie werde 2018 bei 6,792 Cent pro Kilowattstunde liegen, teilten die vier Übertragungsnetzbetreiber mit. Damit ist die Umlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG-Umlage) 1,3 Prozent niedriger als 2016. Derzeit liegt sie auf einem Rekordhoch von 6,88 Cent.

Die Energiewende dürfte für Stromkunden dennoch teuer bleiben. Der Rückgang 2018 macht aufs Jahr gerechnet nur wenige Euro Entlastung pro Haushalt aus. Hinzu kommt, dass die Betreiber auch steigende Netzentgelte wegen des Ausbaus der Stromtrassen haben, sodass Verbraucher weiterhin auf keine spürbaren Entlastungen beim Strompreis hoffen können. Deutsche Unternehmer indes hatten zuletzt eine niedrigere Ökostromumlage gefordert, um so die Strompreise für ihre Firmen zu senken.

Die Umlage wird laut Bundeswirtschaftsministerium zu knapp zwei Dritteln von der Wirtschaft und zu gut einem Drittel von privaten Haushalten finanziert. Einige Unternehmen erhalten Rabatte.

Experten begründen die minimale Änderung vor allem mit gestiegenen Börsenstrompreisen. Die EEG-Umlage wird als Differenz zwischen diesem Preis, den Stromerzeuger für ihren Strom bekommen, und den garantierten Abnahmepreisen für Ökostrom berechnet. Je niedriger der Börsenpreis, den Energiekonzerne zahlen müssen, desto höher die Umlage.

Was die etwas niedrigere EEG-Umlage für Haushalte am Ende bedeutet, ist kaum zu berechnen. Es hängt davon ab, was die Energiekonzerne an Kunden weitergeben. Zudem kommen weitere Umlagen hinzu, etwa die Netzentgelte. Diese wollen die Netzbetreiber zum Teil kräftig erhöhen.

apr/dpa/AFP

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