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Milliardenkosten für Verbraucher: Kabinett beschließt Vorrang für Erdkabel-Stromtrassen

Bau einer Erdkabel-Trasse in Nordrhein-Westfalen (2014): Drei bis acht Milliarden Euro mehr Zur Großansicht
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Bau einer Erdkabel-Trasse in Nordrhein-Westfalen (2014): Drei bis acht Milliarden Euro mehr

Dieses Gesetz wird Stromkunden teuer zu stehen kommen: Die Bundesregierung hat den Vorrang für Erdkabel bei den Nord-Süd-Stromtrassen beschlossen. Das kostet bis zu acht Milliarden Euro mehr als Freileitungen.

Die für die Energiewende wichtigen Stromtrassen von Nord- nach Süddeutschland werden vorrangig mit Erdkabeln realisiert. Das Kabinett hat ein entsprechendes Gesetz gebilligt, das den Vorrang der Erdkabel für rund tausend Kilometer Hochspannungsleitungen vorsieht. Die Stromtrassen sollen vor allem Windstrom aus dem Norden in die Industriegebiete im Westen und Süden der Bundesrepublik bringen.

Konkret geht es um die beiden Hochspannungstrassen "Südlink" und "Südost", die nach Bayern führen. Gegen den Bau von Freileitungen hat sich vor allem dort massiver Widerstand von Bürgerinitiativen formiert, der bei der CSU auf offene Ohren stieß. Vor allem CSU-Chef Horst Seehofer hatte starken Druck auf den zuständigen Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) ausgeübt. Der hatte Ende Juni eingelenkt und dem Vorrang für die Verlegung von Erdkabeln zugestimmt.

Der politische Kompromiss wird allerdings von den Verbrauchern bezahlt werden. Die unterirdischen Strom-Autobahnen werden nach Schätzung der Regierung die Baukosten um drei bis acht Milliarden Euro im Vergleich zu Freileitungen verteuern. Da das auf die Stromtarife umgelegt wird, kommen auf den Durchschnittshaushalt bis zu zehn Euro im Jahr Mehrkosten zu. Ein typischer Industriebetrieb muss demnach bis zu 160.000 und eine Gewerbefirma bis zu 11.000 Euro zusätzlich aufbringen.

Der Bau der Trassen könnte weitere Mehrkosten erzeugen, wenn Landbesitzer mit ihren Forderungen nach höherer Entschädigung für ihre Grundstücke durchkommen.

Die Regierung rechtfertigt das teure Vorranggesetz für Erdkabel damit, dass eine Verzögerung des Freileitungsbaus wegen des Widerstands von Bürgerinitiativen ebenfalls massive Zusatzbelastungen ausgelöst hätte.

Im Rahmen der Energiewende sollen bis 2024 insgesamt knapp 2800 Kilometer Leitungen komplett neu errichtet werden, um Windstrom nach Süden zu leiten und dort die Zug um Zug vom Netz gehenden Atomkraftwerke zu ersetzen. Ein Teil der Leitungen ist schon im Bau oder wird lediglich verstärkt.

fdi/Reuters

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 101 Beiträge
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    Seite 1    
1. Ein Beispiel für Miesmacherei...
stuff 07.10.2015
...wenn man Deutschland mit anderen Ländern vergleicht, wo aus Kostengründen alles überirdisch verlegt wird. Lebensqualität. Kostet halt was. Sollten wir uns leisten können.
2. Wir
tommit 07.10.2015
schaffen das.. auch wenn die dieses Wir benutzen, eine nachweisfrei steuerfreie Pauschale haben in der Höhe eines Jahresgehaltes anderer 'Wir'.
3. Bayrischer Sondertarif
rossini 07.10.2015
Dann sollen doch bitte die Bayern die zusätzlichen Kosten per Umlage bezahlen bzw. sich Ersatz für ihre AKW´s woanders besorgen.
4. Wir wußten doch alle das die Energiewende ein Haufen Geld kostet
pace335 07.10.2015
Wegen den paar Kröten brauchen wir uns nun auch keine Gedanken mehr machen.
5. Tja
Bueckstueck 07.10.2015
Schöne Landschaft kostet halt was wenn man zuhause nicht im Dunkeln bei Kerzenschein hocken will. Wer das anders sieht, sollte sich mit Beschwerden an die CSU wenden.
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