Berlin - Die Ökobauern in Deutschland können die Nachfrage immer weniger decken. Das ergab eine Studie der Universität Bonn im Auftrag der Grünen, aus der die "Berliner Zeitung" zitiert. Während der Handel den Umsatz mit Bioprodukten von 2000 bis 2009 um rund 180 Prozent gesteigert habe, seien der Flächenanteil und die Zahl deutscher Biobetriebe nur um 75 Prozent gewachsen.
Obwohl Deutschland der größte europäische Absatzmarkt für Bioprodukte ist und der Skandal um dioxinverseuchte Tiernahrung die Nachfrage befeuert hat, verlieren deutsche Ökobauern laut der Studie immer mehr Anteile am heimischen Markt. Das gilt vor allem für Obst und Gemüse.
Aber auch ökologisch erzeugtes Getreide und Futtermittel müssten zunehmend importiert werden. Die Wertschöpfung bei Biolebensmitteln werde immer stärker ins Ausland verlagert - vor allem nach Osteuropa, wo es bei weitem nicht so viele Käufer für Bioprodukte gibt.
nib/dpa
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