Studie: Händler unterlaufen Glühbirnenverbot

Seit einem Jahr sind Glühbirnen mit hohen Wattzahlen in Deutschland verboten. Doch die Baumärkte und Handelsketten haben offenbar noch Unmengen davon gelagert. Im ersten Halbjahr verkauften sie laut einer Studie der Gesellschaft für Konsumforschung mehr als 200.000 Stück.

Berlin - Deutsche Händler umgehen das Verbot von Glühbirnen mit hohen Watt-Zahlen: Im ersten Halbjahr haben sie noch 210.000 Glühbirnen mit 80 Watt oder mehr verkauft, berichtet die "Welt" unter Berufung auf eine Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK).

Laut Gesetz dürfen jedoch bereits seit dem 1. September 2009 klare Glühbirnen mit mehr als 80 Watt Leistung nicht mehr in den Handel. Seit September diesen Jahres gilt dies auch für Birnen mit 75 Watt.

Die Verkaufszahlen von Glühbirnen gingen bislang laut GfK lediglich um 22 Prozent zurück. Nach dem Willen der Europäischen Union sollen sie schrittweise durch umweltschonendere Energiesparlampen ersetzt werden.

Die Deutsche Umwelthilfe vermutet laut "Welt", dass einige große Baumärkte und Handelsketten ihre Lager vor dem Verbot noch ordentlich aufgefüllt haben. "Die Tatsache, dass Sie heute noch immer 100-Watt-Birnen finden - obwohl mittlerweile sogar schon die 75 Watt-Birnen verboten sind - ist zumindest ein eindeutiges Indiz dafür", sagte Umwelthilfe-Expertin Maria Elander der Zeitung. Ihr Vorwurf: "Viele Händler haben die Regelung gezielt umgangen, indem sie Glühbirnen gehamstert haben."

cte/AFP

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Daniel FR 10.09.2010
Heult doch! Hat die ESL-Lobby sich beschwert? Irgendwann sind die Birnen eh alle.
2. .
cobobka 10.09.2010
Und bei Ebay gibt es sie glücklicherweise auch noch.
3. Richtig!
Hilfskraft 10.09.2010
Zitat von sysopSeit einem Jahr sind Glühbirnen mit hohen Wattzahlen*in Deutschland verboten. Doch die*Baumärkte und Handelsketten haben*offenbar noch Unmengen davon gelagert. Im ersten Halbjahr*verkauften sie*laut einer Studie der Gesellschaft für Konsumforschung über 200.000 Stück. http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/0,1518,716847,00.html
So soll es sein! Was gefährlicher Schwachsinn ist, ist gefährlicher Schwachsinn. Und wenn die Kundschaft die Glühbirnen will, dann soll sie sie haben! Das ist Marktwirtschaft! Das nennt sich "Angebot und Nachfrage". Alles andere ist kommunistischer Sch...dreck, Planwirtschaft! H.
4. Diese Glühbirnenverbot ist weder technisch noch..
Holledauer 10.09.2010
ökologisch nachvollziehbar!Für die Beleuchtung mit Glühbirnen wird relativ wenig wenig Energie aufgewandt. Was wir an beleuchteten Plätzen, Stadien usw. sehen, sind keine Glühbirnen sondern Gasentladungsleuchten. Ökologisch: Funktionsbedingt benötigt eine Energiesparlampe, welche ja eine Gasentladungsröhre ist, Quecksilber. Und wohin dann mit diesem Quecksilber? Das dieses beim ordnungsgemäßen Verschrotten aufgefangen wird, zählt zu den Öko - Märchen. Es ist bezeichnend für unsere Politik: An Pipifax geht man mit Werve, die wirklichen Energieeinsparungen, wie z.B. die Wärmesanierung von Gebäuden, oder die weitgehende Verlagerung des Güterlangstreckenverkehrs auf die Schiene, wird stiefmütterlich behandelt. Was sagte unser Bundespräsident zur Politikerverdrossenheit? Wen sollte es den wundern, bei diesen "Glanzleistungen".
5. Soalnge es keine Alternative zu den Glühbirnen gibt
GeorgAlexander 10.09.2010
werde ich jeden vertretbarem Aufwand betreiben, daran zu kommen. Die Sparlampen geben ein Licht (besser: Linienspektrum), das zum Kotzen ist! Mal ganz abgesehen von den anderen Problemen (geringe! Lebensdauer, Warmlaufphase, Entsorgungsprobleme). Ein pfiffiger Journalist sollte mal der Entwicklungsgeschichte zur gesetzlichen Glühbirnenächtung genauer nachgehen. Ich vermute da eine ungesetzliche Einflussnahme, die ausnahmsweise mal nicht aus der Energiewirtschaft kommt. Andere mögliche Ursache: Grenzenlose Naivität von Möchte-Gern-Ökologen, die zufällig auch im Parlament sitzen.
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