Branchenschätzung Sturm "Friederike" kostet Versicherer etwa 500 Millionen Euro

Abgedeckte Dächer, kaputte Autos, beschädigte Gebäude: Orkan "Friederike" hat in weiten Teilen Deutschlands für Verwüstung gesorgt. Versicherer rechnen mit Schäden von rund 500 Millionen Euro.

Sturmschaden an einem Haus in Hessen
DPA

Sturmschaden an einem Haus in Hessen


Orkantief "Friederike" kostet die deutschen Versicherer nach ersten Branchenschätzungen rund 500 Millionen Euro. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) veröffentlichte eine erste Schadenschätzung. Damit liege "Friederike" deutlich hinter "Kyrill", teilte der GDV mit.

"Kyrill" hatte vor genau elf Jahren mehr als zwei Milliarden Euro Schaden verursacht und war von Meteorologen mit "Friederike" verglichen worden. Nach Schätzungen des GDV zählt das jüngeste Orkantief aber nicht einmal zu den fünf schadenträchtigsten Winterstürmen der vergangenen 20 Jahre. Auch "Lothar" (1999) und "Jeanett" (2002) waren deutlich teurer. Ihre Schäden gibt der GDV mit 800 und 760 Millionen Euro an.

Der wirtschaftliche Schaden von Naturkatastrophen ist meist höher als der versicherte Schaden, weil viele Hauseigentümer keine Versicherung abgeschlossen haben. "Friederike" hatte am Donnerstag in weiten Teilen Deutschlands für Chaos und Unfälle gesorgt. Mehrere Menschen kamen bei dem Sturm ums Leben. Die Deutsche Bahn stellte zwischenzeitlich den Fernverkehr in ganz Deutschland ein.

asc/dpa/Reuters



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