Teurer Einkauf, schwacher Euro Tchibo erhöht die Kaffeepreise

Kaffee wird im neuen Jahr teurer: Tchibo wird die Preise im Januar um bis zu 50 Cent pro Pfund erhöhen. Die Preispolitik ist richtungweisend für den deutschen Markt.

Tchibo-Filiale (in Hamburg)
picture-alliance/ dpa

Tchibo-Filiale (in Hamburg)


Der führende deutsche Kaffeeröster Tchibo erhöht zum 16. Januar die Preise um 30 bis 50 Cent je 500-Gramm-Packung. Das Unternehmen begründete dies am Dienstag in Hamburg mit höheren Einkaufspreisen für Rohkaffee und dem schwächeren Euro.

Seit dem Frühjahr ist Rohkaffee deutlich teurer geworden. Von Kursen zwischen 1,10 und 1,20 Dollar je Pfund (453 Gramm) erhöhte sich der Preis zeitweise auf 1,70 Dollar und hat sich nun im Bereich von 1,40 Dollar eingependelt. Zudem wird Rohkaffee in Dollar gehandelt, und der Euro hat zuletzt gegenüber der US-Währung deutlich an Wert verloren.

Die Preispolitik von Tchibo ist richtungweisend für den deutschen Markt, weil der Konzern die Preise in seinen Filialen selbst festlegen kann. Das gleiche gilt für Aldi Süd und Aldi Nord, die eigene Kaffeeröstereien besitzen und die Preise ihrer Eigenmarken selbst bestimmen.

Bei anderen Anbietern wie Melitta oder Dallmayr übernimmt das der Einzelhandel, also vor allem Edeka und Rewe. Tchibo hatte die Preise zuletzt im Sommer 2015 gesenkt.

nck/dpa



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