Personal der Luftsicherheit Ver.di verkündet sechs Tage Streikpause auf Flughäfen

Flugreisende können vorerst aufatmen: Bis zur nächsten Verhandlungsrunde am 23. Januar will das Sicherheitspersonal an Flughäfen nicht mehr streiken. Zuvor waren mehr als Tausend Flüge ausgefallen.

Streikende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Flughafen Hannover
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Streikende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Flughafen Hannover


Im Tarifstreit der Luftsicherheitsbranche hat die Gewerkschaft Ver.di eine sechstägige Streikpause angekündigt. Bis zur nächsten Verhandlungsrunde am 23. Januar in Berlin werde es keine weiteren Warnstreiks geben, teilte Ver.di in Berlin mit. Die Gewerkschaft sei zuversichtlich, dass es zu einer baldigen Einigung mit den Arbeitgebern komme.

"Wir haben uns zu einer Streikpause entschlossen, nachdem die Arbeitgeber heute signalisiert haben, dass sie in der nächsten Verhandlungsrunde ein abschlussorientiertes Angebot für die Beschäftigten der privaten Flugsicherheitsunternehmen vorlegen werden", sagte Bundesvorstandsmitglied Ute Kittel.

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Die Arbeitgeber stellten derweil ein verbessertes Angebot in Aussicht. "Wir sind ja auch bereit, unser letztes Angebot noch mal zu überdenken und da vielleicht noch was draufzulegen", sagte Verhandlungsführer Rainer Friebertshäuser vom Bundesverband deutscher Luftsicherheitsunternehmen (BDLS) der "Frankfurter Rundschau". Voraussetzung sei, dass auch die Gewerkschaft sich bewege. Zugleich kritisierte Friebertshäuser die Forderung nach 20 Euro Stundenlohn für Mitarbeiter der privaten Luftsicherheitsfirmen als "exorbitant".

Die privaten Sicherheitsdienste sind für die Kontrolle von Passagieren und Fracht zuständig. Ver.di und die Gewerkschaft DBB hatten am Dienstag acht deutsche Flughäfen mit Warnstreiks teilweise lahmgelegt. Allein am größten deutschen Airport Frankfurt fielen mehr als 600 Flüge aus, deutschlandweit waren nach Angaben des Flughafenverbandes ADV rund 220.000 Passagiere betroffen.

kko/dpa



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