Wiesbaden - Die Deutschen gehen immer sorgsamer mit Wasser um. 121 Liter nutzte jeder Einwohner im Jahr 2010 dem Statistischen Bundesamt zufolge durchschnittlich pro Tag für die Körperpflege, Nahrungsaufnahme, fürs Waschen und Putzen. So niedrig lag der Wasserverbrauch seit Einführung der entsprechenden Statistik im Jahr 1963 nie. Insgesamt flossen im Jahr 2010 fast 3,6 Milliarden Kubikmeter Trinkwasser an Haushalte und Kleingewerbe.
Damit setzt sich ein langjähriger Trend fort: Vor fünf Jahren gaben die öffentlichen Wasserversorgungsunternehmen noch einen Liter Trinkwasser mehr pro Einwohner und Tag ab, 1991 waren es sogar 23 Liter mehr.
Dabei gibt es große regionale Unterschiede. In den westdeutschen Flächenländern verwendeten die Menschen durchschnittlich 126 Liter pro Tag, in Ostdeutschland ohne Berlin hingegen nur 93 Liter. Die Stadtstaaten Berlin, Bremen und Hamburg lagen mit 121 Litern genau im Bundesdurchschnitt.
Mit 99,3 Prozent ist fast die gesamte Bevölkerung Deutschlands an die öffentliche Trinkwasserversorgung angeschlossen. Hierbei existieren kaum Unterschiede zwischen Ost und West. Anders sieht es aber beim Abwasser aus. Während in den westdeutschen Flächenländern 97,6 Prozent der Bevölkerung an die Kanalisation angeschlossen waren, lag der Anteil im Osten mit Ausnahme von Berlin nur bei 90 Prozent.
Insgesamt waren vor zwei Jahren rund 2,8 Millionen Bürger nicht an die öffentliche Kanalisation angeschlossen, etwa 400.000 weniger als 2007. Meist lag das laut den Statistikern daran, dass die Betroffenen in einem kleinen, abgelegenen Ort wohnten.
fdi/dpa/AFP
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