EU-Verbraucherpreise Leben in Deutschland teurer

Teurer Norden, günstiger Osten: In Deutschland liegen die Lebenshaltungskosten leicht über dem europäischen Durchschnitt. In einem Nachbarland trifft es besonders Touristen.

Bier (Archiv)
DPA

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Das Leben in Deutschland ist teurer als in den meisten EU-Ländern - allerdings nur etwas. Das Preisniveau für Verbrauchsgüter und Dienstleistungen lag 2017 mit fünf Prozent leicht über dem Schnitt der 28 Mitgliedstaaten der Europäischen Union. Das teilte das Statistische Bundesamt mit.

Während das Preisniveau bei den meisten direkten Nachbarländern höher blieb als in Deutschland, sind die Lebenshaltungskosten in Polen und Tschechien nach wie vor deutlich niedriger. Das teuerste Nachbarland war Dänemark, wo das Preisniveau rund 42 Prozent über dem EU-Schnitt lag. Besonders trifft es hier Touristen, denn die Preise für Lebensmittel sowie für Hotel- sowie Restaurantbesuche waren sogar etwa 50 Prozent höher.

In Deutschland lagen die Preise für Alkohol und Tabakwaren mit 96 Prozent knapp unter dem EU-Schnitt, die Kosten für Übernachtungen etwa zehn Prozent darüber. Vergleichsweise teure Länder sind Luxemburg (plus 26,9 Prozent), Schweden (plus 25,5 Prozent), Irland (plus 25,4 Prozent) und Finnland (plus 22,2 Prozent). In diesen Staaten liegt das gesamte Preisniveau weit über dem EU-Durchschnitt. Am günstigsten in der EU bleibt es in Bulgarien: Hier mussten die Verbraucher für den Kauf bestimmter Waren und Dienstleistungen nur etwa halb so viel zahlen wie im EU-Schnitt.

Absolut stiegen die Verbraucherpreise im vergangenen Jahr stärker als in den Jahren zuvor. Mit 1,8 Prozent erreichte die Teuerung von Waren und Dienstleistungen den höchsten Stand seit 2012. Das teilte das Statistische Bundesamt im Januar mit. Schuld waren vor allem höhere Preise für Energie und Nahrungsmittel, aber auch gestiegene Mieten.

ire/Reuters



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