Verbraucherpreise Einkaufen wird billiger

Abwärtstrend bei den Kosten für Lebensmittel, Energie und Kraftstoffe: Die Verbraucherpreise sind im September erneut gesunken. Schon im Juli waren die Lebenshaltungskosten im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurückgegangen.

Gefüllter Einkaufswagen: Bald dürften die Preise wieder steigen
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Gefüllter Einkaufswagen: Bald dürften die Preise wieder steigen


Wiesbaden - Die Verbraucherpreise in Deutschland sinken und sinken. Verglichen mit dem Vorjahr fielen die Verbraucherpreise im September um 0,3 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte. Bereits im Juli waren die Preise in Deutschland um 0,5 Prozent gefallen - und damit zum ersten Mal seit März 1987. Im August blieben sie stabil.

Volkswirte begründen die aktuell niedrige Inflation damit, dass vor allem Kraftstoffe und Energie deutlich günstiger sind als vor einem Jahr. Je nach Bundesland waren Kraftstoffe im September im Vorjahresvergleich um 12,4 bis 14,9 Prozent billiger. Auch die Heizölpreise lagen im September um 28,4 bis 35,1 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres.

Allmählich falle der massive Verfall der Energie- und Nahrungsmittelpreise vom Herbst 2008 aber nach und nach aus dem Vorjahresvergleich, sagte Commerzbank-Analyst Simon Junker: "Dann werden die Preise wieder steigen allerdings wird die Inflationsrate wohl bis Ende kommenden Jahres klar unter zwei Prozent liegen."

Gefahr einer Deflation gebannt

Da der Ölpreis kürzlich allerdings wieder sank, erwartet Volkswirt Alexander Koch von der Unicredit Chart zeigen auch in den kommenden ein bis zwei Monaten noch eine negative Inflationsrate: "Wenn es nicht zu einem deutlichen Rückgang der Rohölpreise kommt, sollte die Inflation dann aber bis zum Jahresende in Richtung der Ein-Prozent-Marke anziehen."

Die Gefahr einer Deflation, also einer Spirale aus dauerhaft sinkenden Preisen und konjunktureller Krise, bei der die Verbraucher auf noch billigere Produkte hoffen und ihre Einkäufe aufschieben, ist nach Ansicht der Experten endgültig gebannt. Auch Bundesbank-Präsident Axel Weber hatte kürzlich betont: "Die Deflationsrisiken sind durch die Stabilisierung der Wirtschaft aus dem Weg geräumt - wenn sie überhaupt bestanden haben."

Die aktuelle Inflationsrate liegt weit unter dem Ziel der Europäischen Zentralbank (EZB) von knapp zwei Prozent. Diese Rate soll Preisstabilität ermöglichen, aber keinen Anreiz zum Horten von Bargeld geben.

yes/dpa-AFX



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bürgerschreck 11.02.2009
1.
Zitat von sysopDas hat es seit 22 Jahren nicht gegeben: Die deutschen Verbraucherpreise sind im Juli als Folge der Wirtschaftskrise spürbar gefallen - besonders Heizöl und Kraftstoffe wurden im Vergleich zum Vorjahresmonat billiger. Gleichzeitig legten die Tarifeinkommen der Bürger deutlich zu.
Klar merkt man das. Außer beim Tanken oder bei Lebensmitteln fällt es doch auch bei allen Sachen auf, die aus Asien (ex Japan) kommen. Der starke Euro machts möglich. Man braucht sich doch nur mal Digitalkameras etc. anzusehen. Auch junge Gebrauchtwagen, die nicht unter die schwachsinnige Verschrottungsprämie fallen (z.B. drei Jahre alt) sind billiger denn je. Krisenzeit = Schoppingzeit, antizyklisch handeln war schon immer günstig.
Wisky 11.02.2009
2. Die kann ich mir nicht leisten?
Zitat von sysopDas hat es seit 22 Jahren nicht gegeben: Die deutschen Verbraucherpreise sind im Juli als Folge der Wirtschaftskrise spürbar gefallen - besonders Heizöl und Kraftstoffe wurden im Vergleich zum Vorjahresmonat billiger. Gleichzeitig legten die Tarifeinkommen der Bürger deutlich zu.
Mein Geldbeutel besteht aus Zwiebel Leder, wenn ich rein sehe, könnte ich heulen wie ein Hund. Man leistet sich doch sonst nichts?
xysvenxy 11.02.2009
3. Spritpreis?
Wenn die Kosten für Öl doch so gesunken sind... warum kostet das Benzin dann aktuell wieder über 1,20€? Das will mir grad nicht so in den Kopf...
cathys 11.02.2009
4. ?
Zitat von sysopDas hat es seit 22 Jahren nicht gegeben: Die deutschen Verbraucherpreise sind im Juli als Folge der Wirtschaftskrise spürbar gefallen - besonders Heizöl und Kraftstoffe wurden im Vergleich zum Vorjahresmonat billiger. Gleichzeitig legten die Tarifeinkommen der Bürger deutlich zu.
Meine Erfahrung ist die, dass nicht nur mein Geldbeutel sondern der von ganz vielen Bürgern immer kleiner wird und die Angabe der sog. Verbraucherpreise nichts anderes ist als eine freche LÜGE!
Volker Gretz, 11.02.2009
5.
Zitat von xysvenxyWenn die Kosten für Öl doch so gesunken sind... warum kostet das Benzin dann aktuell wieder über 1,20€? Das will mir grad nicht so in den Kopf...
Weil die öffentliche Aumerksamkeit sich aktuell nur auf den Zusammenbruch der Wirtschft richtet. Das nutzen die Ölfirmen um 20 % Extra-Gewinne zu machen.
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