Düsseldorf - Zwei Wochen vor Rosenmontag schreckt eine Expertise im Auftrag des nordrhein-westfälischen Arbeitsministers Guntram Schneider (SPD) die Karnevalsfreunde im Lande auf: Viele Clownsmasken und Teufelshörnchen, Hexen-Nasen und Tigerkostüme sind womöglich nicht nur bunt anzusehen - sondern gesundheitsschädlich. Rund jeder vierte Karnevalsartikel für Kinder könne zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen, meldeten Prüfer der staatlichen Arbeitsschutzverwaltung ans Ministerium.
Weil sie für Kinderspielzeug zuständig sind, hatten sie 250 verschiedene Verkleidungsteile untersucht. Als Gefahrenquellen entdeckten die Experten etwa ungesicherte Schnüre und Kordeln, mit denen Kinder sich strangulieren könnten. In Masken fanden sie Weichmacher in Konzentrationen "deutlich über den zugelassenen Grenzwerten". Spielzeugpistolen knallten so laut, dass sie das Gehör der Jung-Karnevalisten "nachhaltig schädigen" könnten, urteilten die Tester.
Auch wer sich nur eine Perücke aufsetzt oder einen künstlichen Bart anklebt, ist demnach an den tollen Tagen nicht sicher: Diese Verkleidungsstücke erwiesen sich häufig als leicht entflammbar.
Andrea Brandt
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