Ver.di Wo kommende Woche gestreikt wird

Lehrer, Pädagogen, Straßenwärter: Hunderte Beschäftigte des öffentlichen Dienstes haben ihre Arbeit niedergelegt. Und auch für die kommende Woche sind Warnstreiks angekündigt. Wo Sie sich auf Einschränkungen gefasst machen müssen.

Warnstreik in Schleswig-Holstein
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Warnstreik in Schleswig-Holstein


Die Gewerkschaften wollen im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes der Länder den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen: Auch in der kommenden Woche wollen sie die Warnstreiks und Protestaktionen fortsetzen. Neben Schulen und Straßen- und Autobahnmeistereien sollen dann auch Ministerien sowie Universitäten und Unikliniken bestreikt werden.

Wo Sie kommende Woche mit Streiks rechnen müssen:

Nach Angaben der Gewerkschaft Verdi vom Donnerstag sind unter anderem in Baden-Württemberg Warnstreiks geplant. Im Saarland und in Rheinland-Pfalz wollen die Gewerkschaften in der kommenden Woche ihre Aktionen ausweiten. Im Saarland sollen Ministerien sowie Straßen- und Autobahnmeistereien, Universitäten und Unikliniken bestreikt werden.

Auch in Hamburg, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein riefen die Gewerkschaften zu Streiks auf.

Mit den Aktionen wollen die Gewerkschaften bis zur dritten Verhandlungsrunde am 16. Februar den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen. Sie fordern für die Tarifbeschäftigten und Auszubildenden Verbesserungen im Gesamtvolumen von sechs Prozent. Darin enthalten ist unter anderem ein Sockel- oder Mindestbetrag als soziale Komponente, Auszubildende sollen eine um 90 Euro höhere Vergütung und mehr Urlaub erhalten. Darüber hinaus fordert Verdi den Ausschluss von Arbeitsbefristungen ohne sachlichen Grund im öffentlichen Dienst.

Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) lehnt dies als viel zu hoch ab. Sie hat bisher noch kein Angebot vorgelegt.

Am Donnerstag beteiligten sich an den Arbeitsniederlegungen laut Verdi unter anderem Pädagogen und Schulpersonal in Hamburg. In Schleswig-Holstein war der Landesbetrieb Straßenbau in die Warnstreiks einbezogen, in Niedersachsen beteiligten sich die Straßenwärter. An diesem Freitag ist darüber hinaus eine Aktion von Beamtinnen und Beamten in Schwerin geplant.

In Schleswig-Holstein waren die insgesamt 1400 Beschäftigten des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr aufgerufen, nicht zu arbeiten. Der Winterdienst auf den Straßen sollte aber sichergestellt werden. Auch in Niedersachsen legten Straßenwärter die Arbeit nieder. In Thüringen erwarteten die Gewerkschaften und der Beamtenbund bis zu 500 Teilnehmer bei einer Protestkundgebung in Erfurt.

kry/dpa



insgesamt 1 Beitrag
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aktiverbeobachter 03.02.2017
1. Pädagogen ???
Pädagogen streiken? Ich dachte Lehrer streiken ?! Warum jetzt auch die Pädagogen ? und vor allem welche Pädagogen? Berufspädagogen ? Wirtschaftspädagogen? Sozialpädagogen? Da kennt sich ja keiner mehr aus...
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