Cadmium verbaut Volkswagen droht Rückruf von 124.000 Elektroautos

Wegen eines Ladegeräts, das Spuren von Cadmium enthält, könnte Volkswagen 124.000 Elektroautos zurückrufen. Ein Zulieferer habe nicht gekennzeichnet, dass das giftige Schwermetall verbaut sei.

Ladekabel eines Elektroautos von VW
DPA

Ladekabel eines Elektroautos von VW


Volkswagen droht der Rückruf von zahlreichen Elektroautos wegen Belastung mit dem giftigen Schwermetall Cadmium. Der Konzern teilte mit, dass ein Rückruf durch das Kraftfahrtbundesamt (KBA) "derzeit in Klärung" sei. Demnach seien bis zu 124.000 E-Autos betroffen. In ihnen sei ein Ladegerät verbaut, das zu einem geringen Teil Cadmium enthält. Die vom Zulieferer eingereichten Materialdaten hätten keine Angaben über die Cadmium-Verwendung enthalten.

Der Einsatz von Cadmium ist streng geregelt, es kann Krebs auslösen. Weil Volkswagen Cadmium-Spuren in den Ladegeräten fand, habe der Konzern Mitte Juli das KBA informiert. Demnach wurden pro Ladegerät nur 0,008 Gramm Cadmium festgestellt. Die Ladegeräte wurden zwischen 2013 und Juni 2018 in batterieelektrischen Autos sowie in Hybridfahrzeugen der Marken Volkswagen, Audi und Porsche verbaut.

Volkswagen stoppte dann laut eigenen Angaben die Fertigung und Auslieferung der betroffenen Fahrzeuge. Das Ladegerät wurde durch das eines anderen Zulieferers ersetzt und die Produktion wieder aufgenommen.

Das Cadmium-haltige Relais sei in einem festen Gehäuse innerhalb des Ladegeräts verbaut, das wiederum von einem festen Gehäuse umgeben sei. So könne Volkswagen sicherstellen, dass kein Verbraucher oder Techniker mit dem Schwermetall in Berührung kommt und das Cadmium nicht in die Umwelt gelangt. Dennoch seien die Autos potenziell nicht mit der europäischen Gesetzgebung zu Altfahrzeugen konform. Sie regelt die spätere Entsorgung der Fahrzeuge.

cop/AFP/dpa-AFX



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