Praxisgebühr, Rente, Betreuungsgeld: Das ändert sich 2013

Die Praxisgebühr fällt weg, der Rentenbeitrag sinkt, der Hartz-IV-Regelsatz steigt: 2013 bringt viel Neues für Verbraucher in Deutschland. Manches wird billiger, einiges teurer. Was ändert sich zum 1. Januar, was später, wer muss besonders aufpassen? Hier der große Überblick.

Reichstagsgebäude in Berlin: Für Verbraucher ändert sich 2013 vieles Zur Großansicht
dapd

Reichstagsgebäude in Berlin: Für Verbraucher ändert sich 2013 vieles

Hamburg - 2013 wird vor allem für Arbeitnehmer und Patienten eine Reihe Neuerungen bringen. Dabei halten sich Be- und Entlastungen in etwa die Waage. Auf der Plus-Seite: Der steuerliche Grundfreibetrag steigt, der Rentenbeitrag sinkt, und die Praxisgebühr verschwindet. Auch über das - schon mehrfach angekündigte - Ende der Lohnsteuerkarte aus Pappe dürften sich viele Arbeitnehmer freuen.

Auf der Minus-Seite: Die Beitragspflicht für Renten- und Krankenversicherung wird ausgeweitet, die Rundfunkgebühr wird grundsätzlich für alle Haushalte fällig, und die Pflegeversicherung wird teurer. Jungen Eltern wird unter Umständen das Elterngeld gekürzt, und das Briefporto wird seit 15 Jahren zum ersten Mal erhöht. Was bringt 2013 für Steuerzahler, Verbraucher und Familien? Die große Übersicht.

Arbeit und Steuern - Abschied von der Papierkarte

Von Januar an ist die Lohnsteuerkarte auf Papier - nach zweimaliger Verschiebung - endgültig Geschichte. Die Arbeitgeber rufen die Steuermerkmale ihrer Beschäftigten dann elektronisch beim Bundeszentralamt für Steuern ab, allerdings kommt die elektronische Lohnsteuerkarte nicht zum 1. Januar, sondern etappenweise. Arbeitgeber haben das gesamte Jahr Zeit, die Lohnabrechnung auf das neue Verfahren umzustellen.

Der steuerliche Grundfreibetrag steigt 2013 um 126 auf dann 8130 Euro im Jahr. Das ist etwas mehr, als nach dem neuen Existenzminimumbericht verfassungsrechtlich nötig wäre - dem Steuerzahler bringt das monatlich bis zu zwei Euro zusätzlich.

Für die Renten- und Arbeitslosenversicherung klettert der beitragspflichtige Höchstbetrag im Westen um 200 auf 5800 Euro pro Monat. In Ostdeutschland steigt die Grenze um 100 Euro auf 4900 Euro. Die bundeseinheitliche Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung wird von derzeit 3825 auf 3937,50 Euro im Monat angehoben. Die Einkommensgrenze, bis zu der Arbeitnehmer der gesetzlichen Krankenversicherungspflicht unterliegen, steigt ebenfalls: von 4237,50 auf 4350 Euro.

Ebenfalls zu Jahresbeginn werden die Verdienstgrenzen für geringfügig Beschäftigte um 50 Euro angehoben: Minijobber dürfen monatlich 450 Euro verdienen. Wer eine solch geringfügig entlohnte Beschäftigung 2013 erstmals annimmt, muss neuerdings aber Beiträge zur Rentenversicherung abführen. Für vollwertige Pflichtbeitragszeiten müssen maximal 17,55 Euro gezahlt werden.

Die rund sechs Millionen Empfänger von Leistungen nach Hartz IV bekommen monatlich fünf bis acht Euro mehr. Der Regelsatz für Singles steigt von 374 auf 382 Euro, Partner bekommen künftig 345 Euro, für Kinder bis sechs Jahre erhöht sich der Satz auf 224 Euro (plus fünf Euro), Kinder von sieben bis 14 Jahren bekommen 255 Euro, Jugendliche zwischen 15 und 18 Jahren 289 Euro pro Monat.

Das soziale Netz für 175.000 Kunstschaffende und Publizisten wird teurer. Der Abgabesatz der Künstlersozialkasse erhöht sich von 3,9 Prozent auf 4,1 Prozent. Die Abgabe müssen Unternehmen auf die Honorare an freischaffende Künstler und Publizisten bezahlen. Die Zahl der dafür erfassten Verwerter beträgt rund 150.000. Bis Ende 2009 lag der Abgabesatz bei 4,4 Prozent, sank danach auf 3,9 Prozent.

Die Bezugsdauer beim Kurzarbeitergeld wurde angesichts der sich abschwächenden Konjunktur bereits zum 14. Dezember 2012 auf bis zu zwölf Monate verdoppelt. Dies soll den Unternehmen Planungssicherheit geben und Entlassungen möglichst verhindern.

Rente - auf dem Weg zur Rente ab 67

Der Beitragssatz zur Rentenversicherung sinkt von 19,6 auf 18,9 Prozent. Das ist der niedrigste Stand seit 1995. Damit werden Arbeitnehmer und Arbeitgeber um jeweils mehr als drei Milliarden Euro jährlich entlastet. Ein Durchschnittsverdiener mit 2600 Euro brutto im Monat zahlt damit etwa neun Euro weniger als bisher in die Rentenkasse ein. Gleichzeitig können Arbeitnehmer von 2013 an etwas mehr von den gesetzlichen Rentenbeiträgen steuerlich absetzen - statt bisher 48 Prozent des Arbeitnehmeranteils dann 52 Prozent.

Auf dem Weg zur Rente mit 67 erreicht die schrittweise Anhebung der Regelaltersgrenze die zweite Stufe: Neu-Rentner des Geburtsjahrgangs 1948 müssen 2013 für eine abschlagfreie Rente zwei Monate über ihren 65. Geburtstag hinaus arbeiten. Im Jahr 2029 ist dann der Prozess beendet, die Rente mit 67 erreicht.

Bis Mitte 2013 plant die Bundesregierung im Kampf gegen Altersarmut die Einführung einer Art Mindestrente. Die soll erhalten, wer 40 Jahre in die Rentenversicherung eingezahlt und auch privat vorgesorgt hat. Das Niveau der Lebensleistungsrente soll knapp über der Grundsicherung liegen - nach Angaben des Bundesarbeitsministeriums bei knapp 850 Euro.

Familie - weniger Elterngeld

Eltern, die ihre Kinder nicht in einer öffentlichen Einrichtung betreuen lassen, werden von August an das sogenannte Betreuungsgeld erhalten - zunächst 100 Euro für ein- und zweijährige Kinder.

Für von Januar an geborene Kinder gibt es wegen einer Änderung der Berechnungsweise weniger Elterngeld. Künftig zählen nämlich nicht mehr die konkreten Abzüge für die Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung, sondern die Behörde zieht für die Sozialversicherungsbeiträge einheitlich 21 Prozent ab. Dadurch kann für Eltern mit monatlich 2000 bis 3000 Euro Bruttolohn das künftige Elterngeld um sieben bis zehn Euro im Monat sinken.

Gesundheit und Pflege - Abschied von der Praxisgebühr

Von Januar an fällt die Zehn-Euro-Gebühr pro Quartal für Arztbesuche, die sogenannte Praxisgebühr, weg. Die Erwartung an die Gebühr, sie könne die Zahl der Arztbesuche reduzieren, hat sich nicht erfüllt. Den Krankenkassen soll der Ausfall von knapp zwei Milliarden Euro im Jahr durch Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds ausgeglichen werden.

Für private Pflegezusatzversicherungen gibt es ab Januar einen staatlichen Zuschuss von 60 Euro im Jahr. Voraussetzung hierfür ist, dass Versicherungsnehmer jährlich mindestens 120 Euro an Beiträgen einzahlen.

Der Beitragssatz der gesetzlichen Pflegeversicherung steigt zum 1. Januar 2013 von 1,95 auf 2,05 Prozent, bei Kinderlosen sogar auf 2,3 Prozent. Das bringt Mehreinnahmen von 1,1 bis 1,2 Milliarden Euro im Jahr.

Menschen mit Demenz oder geistiger Behinderung, die von Angehörigen zu Hause betreut werden und in keiner Pflegestufe sind, können außer den heute möglichen maximal 200 Euro für Betreuung nun Pflegegeld von 120 Euro oder Sachleistungen von bis zu 225 Euro bekommen. Auch in Stufe I und II gibt es Erhöhungen. Bei Gründung einer Pflege-WG gibt es zeitlich befristet eine Förderung von Umbauten von 2500 Euro pro Person.

Erstmals werden die Rechte von Patienten in einem Gesetz gebündelt. Im Patientenrechtegesetz finden Patienten dann beispielsweise Regelungen zum Behandlungs- und Arzthaftungsrecht und zu ihrem Recht auf Einsicht in Behandlungsunterlagen. Außerdem sind dort die Rechte der Verbraucher geregelt, wenn sie privat zu zahlende, sogenannte individuelle Gesundheitsleistungen (Igel-Leistungen) in Anspruch nehmen.

Mobilität, Immobilien und Energie - jetzt fährt der Fernbus vor

Vom kommenden Sommer an soll es eine Art offiziellen Spritpreisvergleich geben: Tankstellen müssen ihre Preise an das Kartellamt melden, Autofahrer sollen die Daten dann abrufen können, etwa per Smartphone oder Computer.

Als neue Konkurrenz zu Zügen, Autos und Billigfliegern bekommen innerdeutsche Fernlinienbusse freie Fahrt. Mit Rücksicht auf den vom Steuerzahler subventionierten öffentlichen Nahverkehr dürfen die Fernbusse aber nur Haltepunkte im Abstand von mindestens 50 Kilometern anfahren.

Erstmals seit 1984 erhöht sich für Schwerbehinderte die Eigenbeteiligung für Bus- und Bahntickets: Sie müssen künftig 72 statt 60 Euro im Jahr bezahlen. Einkommensschwache sowie blinde und hilflose Menschen bleiben von der Eigenbeteiligung weiter befreit.

Als Kaufanreiz für Elektrofahrzeuge werden die Steuervergünstigungen ausgeweitet. Elektroautos werden künftig zehn statt fünf Jahre von der Kfz-Steuer befreit. Die Neuregelung gilt für Autos mit reinem Elektroantrieb oder mit Brennstoffzelle für Zulassungen zwischen 18. Mai 2011 und 31. Dezember 2015. Wagen mit Zulassung von 2016 bis 2020 sollen wie bisher fünf Jahre steuerfrei sein. Gleichzeitig wird die staatliche Förderung für den Einbau von Rußfiltern in Dieselfahrzeuge von 330 auf 260 Euro gekürzt.

Im Zuge eines neuen Programms werden Einzelmaßnahmen der energetischen Gebäudesanierung mit bis zu 5000 Euro bezuschusst. Die Bundesregierung stellt von 2013 an rund 300 Millionen Euro zusätzlich zur Verfügung, um das Energiesparen in Gebäuden zu forcieren. Damit stehen neben einem anderen Programm für zinsgünstige Darlehen der KfW-Bank zunächst einmal 1,8 Milliarden Euro bis Ende des Jahres zur Verfügung.

Kam der Bezirksschornsteinfeger bisher unaufgefordert, müssen Hausbesitzer nun selbst aktiv werden, damit Heizungsanlagen und Kamine in dem vom Feuerstättenbescheid vorgeschriebenen Rhythmus gewartet und gereinigt werden. Hausbesitzer haben künftig die Möglichkeit, auch Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, die als freie Schornsteinfeger zugelassen sind, mit diesen Arbeiten zu beauftragen. Zwar fällt das Kehrmonopol, aber der Bezirksschornsteinfeger wird nicht abgeschafft.

Medien und Kommunikation - Post erhöht Porto

Von Januar an muss jeder Haushalt verpflichtend Rundfunkgebühren zahlen. Die Gebühr beträgt 17,98 Euro pro Monat und entspricht damit den bisherigen Gebühren für die Nutzung von TV, Radio und Geräten wie Computern in einem Haushalt.

Die Post erhöht zum ersten Mal seit 15 Jahren das Porto für normale Briefe. Der Preis steigt von 55 auf 58 Cent; wer alte Marken nutzen will, für den gibt es Drei-Cent-Briefmarken. Beim Maxibrief steigt das Porto von 2,20 auf 2,40 Euro.

Telefon-Warteschleifen von Sonderrufnummern mit Vorwahlen wie 0180 oder 0900 sind von Juni 2013 an komplett kostenfrei.

Geldanlage - Schatzbriefe fallen weg

2013 kommen neue Euro-Geldscheine. Die Europäische Zentralbank (EZB) will sie nach und nach einführen. Den Anfang machen im Mai die Fünf-Euro-Noten.

Der Bundesschatzbrief ist von 2013 an Vergangenheit. Der Bund stellt sein Privatkundengeschäft mit Wertpapieren ein. Bei Anlegern waren Bundesschatzbriefe, Finanzierungsschätze und Tagesanleihen wegen ihres geringen Risikos besonders beliebt, auch wenn die Verzinsung zuletzt mager ausfiel. Andere Produkte, wie Bundesanleihen und -obligationen, können weiterhin gebührenpflichtig bei Banken und Sparkassen erworben werden.

Finanzberater müssen von Januar 2013 an einen Sachkundenachweis erbringen. Die Sachkundeprüfung muss bei den Industrie- und Handelskammern abgelegt werden. Auch muss der Berater eine Versicherung abschließen, die bei Vermögensschäden haftet.

nck/dpa/dapd/AFP

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insgesamt 42 Beiträge
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1. 60 Euro mtl?
G.Dacht 26.12.2012
Zitat von sysopFür private Pflegezusatzversicherungen gibt es ab Januar einen staatlichen Zuschuss von 60 Euro im Monat. Voraussetzung hierfür ist, dass Versicherungsnehmer jährlich mindestens 120 Euro an Beiträgen einzahlen.
Einen Zuschuß von 60 € monatlich bei 120 € *jährlichen Beiträgen*? Gibt´s da eine Gutschrift von 600 € am Ende des Jahres?
2.
loncaros 26.12.2012
Hat ja nur 5 Jahre gedauert!
3. ...ändert sich für die Deutschen....
L_P 26.12.2012
Wenn man die Wahlgeschenke von schwarz-gelb abzieht, mag man sich fragen, ob das Umfeld für oder gegen die Deutschen geändert wird.
4. Nun ja
unglaublichaberwahr 26.12.2012
ein kitzekleiner Tropfen Wasser auf einem sehr, sehr heissen Stein. Die Rechenkünste der regierenden Kaste sind mehr als erstaunlich, das Leben wird um 15% teuerer, dafür gibt es dann einen Ausgleich von 2 €, mit dem Rest dürfen sich die Menschen ein schönes WE leisten. Ja ich wähle sie sicher wieder, nur anders wohin.
5.
meinmein 26.12.2012
Zitat von G.DachtEinen Zuschuß von 60 € monatlich bei 120 € *jährlichen Beiträgen*? Gibt´s da eine Gutschrift von 600 € am Ende des Jahres?
Nee, 12 x 60 = 720 D.h. wenn ich nur 120 € an Eigenbeiträgen einzahle, bekäme ich vom Staat noch 720 € dazu. Wo kann ich abschließen? (Sicherlich einer der üblichen SPON-Fehler :-)
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Wann Sie mit Ihrer vollen Rente rechnen können
Jahrgang Alter*
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1956 65+10
1957 65+11
1958 66+0
1959 66+2
1960 66+4
1961 66+6
1962 66+8
1963 66+10
ab 1964 67+0
* in Jahren + Monaten
Ab 2012 steigt das Renteneintrittsalter schrittweise auf 67 Jahre. Die Umstellung beginnt mit dem Geburtsjahrgang 1947. Menschen, die in diesem Jahr geboren wurden, müssen einen Monat länger arbeiten, wenn sie ihre Rente vollständig erhalten wollen. Bis 2023 kommt dann für die einzelnen Jahrgänge jeweils ein Monat Mehrarbeitszeit hinzu. Ab 2024 geht es weiter mit Zweimonatsschritten. Ab dem Geburtsjahrgang 1964 gilt so schließlich das neue Rentenalter 67.
Das sind die Ausnahmen
Wer schon 45 Jahre Rentenbeiträge bezahlt hat, kann auch künftig mit 65 in Rente gehen, ohne Abzüge akzeptieren zu müssen. Dabei zählt auch die Kindererziehung bis zum zehnten Lebensjahr des Nachwuchses bei den Beitragszeiten mit. Allerdings schaffen es nur wenige Arbeitnehmer tatsächlich auf 45 Beitragsjahre - bei den Männern waren es zuletzt 28 Prozent, bei Frauen sogar nur vier Prozent.
So viele Abschläge zahlen Sie
Wer 35 Jahre Beiträge gezahlt hat, soll auch künftig mit 63 in Rente gehen können, muss aber Abschläge dafür in Kauf nehmen: 0,3 Prozent für jeden Monat, den man vor der Regelzeit aufhört.
Das ändert sich bei der Witwenrente
Hinterbliebene Ehepartner bekommen künftig statt ab 45 erst ab 47 die große Witwenrente (55 Prozent der normalen Versichertenrente). Bis dahin muss man sich mit der kleinen Witwenrente von 25 Prozent zufriedengeben.
So ändert sich Ihr Versicherungsbeitrag
Der Beitragssatz zur Rentenversicherung soll durch die Reform bis 2020 nicht über 20 Prozent und bis 2030 nicht über 22 Prozent steigen. Das ist eine schwierige Aufgabe: Dem Statistischen Bundesamt zufolge wird der Altersdurchschnitt der Bevölkerung im Jahr 2050 von 42 auf 50 Jahre steigen.
Das ändert sich für Schwerbehinderte
Für Schwerbehinderte wird das Renteneintrittsalter stufenweise von 63 auf 65 Jahre angehoben. Mit finanziellen Abschlägen ist aber auch der Renteneintritt mit 62 möglich.
Das ändert sich bei den Erwerbsminderungsrenten
Wer aus gesundheitlichen Gründen nur eingeschränkt arbeiten kann, muss sich auf maximal 10,8 Prozent Abschlag einstellen. Er kann als Erwerbsgeminderter zudem mit 63 Jahren ohne Einbußen in Rente gehen. Diese Regelung gilt bis 2023, danach sind 40 Beitragsjahre erforderlich.