Siemens und ThyssenKrupp Transrapid-Konsortium wird dicht gemacht

Der Anfang vom Ende? Die beiden Transrapid-Partner Siemens und ThyssenKrupp lösen angesichts der ungewissen Zukunft der Magnetschwebebahn ihr gemeinsames Planungsbüro auf. An der Technologie halte man aber fest, heißt es.


Erlangen/Essen/Berlin - Man übt sich in Durchhalteparolen. Siemens Chart zeigen und ThyssenKrupp Chart zeigen betonten am heutigen Donnerstag: "Die beiden Unternehmen halten weiterhin an dem System Transrapid fest und führen die Verhandlungen mit interessierten Kunden zum Beispiel in China und den USA weiter."

Transrapid TR 09 in der Versuchsanlage Lathen: Angeblich laufen noch Verhandlungen mit den USA und China
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Doch erstmal macht man die Schotten dicht - zumindest die des Gemeinschaftsunternehmen Transrapid International in Berlin. Zum 1. Oktober werde das Büro geschlossen, teilten die Partner mit.

Transrapid International war 1998 zur Durchführung des Transrapid Projektes Berlin-Hamburg gegründet worden und wirkte anschließend am Projekt Transrapid Shanghai sowie an den Projekten "Metrorapid" in Nordrhein-Westfalen und München mit. Die Strecke in Shanghai ist bislang die einzige, die realisiert wurde und auf der auch tatsächlich ein kommerzieller Betrieb zustande kam.

Der zentrale Rückschlag aber war das Aus für die geplante Strecke vom Münchner Hauptbahnhof zum Flughafen Ende März. Nun müssten die Aktivitäten neu strukturiert werden, erklärten die Unternehmen. Derzeit beschäftigt Transrapid International 38 Mitarbeiter. Sie sollen nach der Schließung in die Mutterkonzerne zurückkehren.

ase/AP/dpa-AFX



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