Berlin - Erst Politiker, dann Kommunikator, jetzt womöglich Berater: Joschka Fischer kann sich laut manager magazin Hoffnung auf einen Spitzenposten bei Desertec machen. Nach Informationen aus den an dem Solargroßprojekt beteiligten Unternehmen soll der frühere Außenminister einer von drei Kandidaten für den Lobby-Posten sein, berichtet das Magazin.
Für das Projekt haben sich mehrere Konzerne zusammengeschlossen, darunter Siemens, RWE, E.on und die Münchener Rück. Ziel des Vorhabens ist es, ab 2020 in großem Stil Solarstrom in Nordafrika und auf der arabischen Halbinsel zu produzieren und gegebenenfalls bis nach Westeuropa weiterzuleiten.
Für Fischer wäre der Desertec-Posten der zweite spektakuläre Beraterjob im Energiegeschäft binnen weniger Monate. Seit Anfang Juli ist der grüne Ex-Politiker bereits für das Gaspipelineprojekt Nabucco als politischer Kommunikator im Einsatz. Mit der 3300 Kilometer langen Leitung soll ab 2014 Erdgas aus Zentralasien über die Türkei nach Europa gepumpt werden. Die EU verspricht sich von dem Projekt mehr Unabhängigkeit von ihrem größten Erdgaslieferanten Russland.
yes/AFP
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