Von Yasmin El-Sharif, Anne Seith und Julian Trauthig
Kerstin Griese, 42, SPD-Bundestagsabgeordnete
"Ich habe schon lange nicht mehr nachgerechnet, wie viele Stunden ich eigentlich in der Woche arbeite. Manchmal dürften es 65 bis 70 Stunden sein - vor allem in den Wochen, in denen ich in Berlin bin. In meinem Wahlkreis Niederberg/Ratingen komme ich auf 55 bis 60 Stunden pro Woche.
Meine typische Berlin-Woche fängt normalerweise so an: Montags stehe ich - noch in meiner Heimat - um sechs Uhr auf, fahre um sieben zum Flughafen, steige in den Flieger und sitze um zehn an meinem Schreibtisch im Bundestag. Ab dann ist alles durchgetaktet. Zuerst die wöchentliche Besprechung mit meinem Team, danach geht es von Termin zu Termin.
In Berlin-Wochen schaffe ich so in der Regel etwa zehn Termine pro Tag. Dafür muss ich täglich um sechs Uhr aufstehen, und abends komme ich selten vor Mitternacht nach Hause. Mittagspausen kommen so gut wie gar nicht vor, selbst an Plenumstagen nicht.
In den Wochen im Wahlkreis und am Wochenende habe ich dagegen Zeit für Bürgersprechstunden, bin auch bei Parteiveranstaltungen und habe viele Ortstermine in Kindergärten, Unternehmen oder bei Festen.
Mir ist schon sehr bewusst, dass ich verglichen mit anderen in Bezug auf meine Arbeitszeiten ziemlich aus dem Rahmen falle. Aber ich bin ja auch Berufspolitikerin geworden, weil ich mich früher ehrenamtlich politisch engagiert habe. Da hat es mir auch nichts ausgemacht, meine Freizeit zu opfern.
Oft werde ich gefragt, ob ich mein Einkommen angemessen finde. Wenn ich zum Beispiel in Schulen bin, fragen die Lehrer danach. Mein Gehalt entspricht ja auch in etwa dem eines Oberstudiendirektors. Aber ich muss sagen, ich fühle mich ordentlich bezahlt, dazu ist unsere Alterssicherung sehr gut. Aber natürlich weiß ich, dass ich in der freien Wirtschaft mit den Managementqualitäten, die ich in meinem Job mitbringen muss, mehr verdienen könnte."
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Danke, das beantwortet meine Frage! mehr...
Jaja, aber wehe er wäre mal allein gelassen in einem Raum mit einem Kind mit vollgesch... Windel. ;-) mehr...
Das ist nicht richtig. Sie verbrauchen jederzeit (außer während der Arbeit) die Arbeitskraft anderer. Beim Essen, beim wohnen, beim benutzen der Straße, beim Arzt usw.. Es gibt da etwas, was nachweisbar tief in uns verankert [...] mehr...
In der Welt in der ich lebe wird Arbeit die keinen Zweck erfüllt aber trotzdem bezahlt werden muss gestrichen, da unproduktiv und Ressourcenverschwendung. mehr...
In unserem Garten wachsen neben den Tomaten im Moment auch neue Schuhe für unseren Sohn, und die T-Shirts für meinen Mann sollten nun auch bald reif sein. Der Samen für die neue Waschmaschine, die wir letztes Jahr eigentlich [...] mehr...
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