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22.09.2009
 

Arbeitsmarkt

Mindestlohn wird zum Wahlkampf-Schlager

Von Yasmin El-Sharif und Julian Trauthig

9. Teil: CONTRA Der Funktionär: "Gehaltseinbußen für Höherqualifizierte"

Gunter Smits, Generalsekretär des Christlichen Gewerkschaftsbunds

Gunter Smits, Generalsekretär des Christlichen Gewerkschaftsbunds

"Es ist meiner Meinung nach nicht möglich, eine einheitlich angemessene Lohnhöhe für alle festzulegen. Momentan gibt es 68.000 verschiedene Tarifverträge, an welchem soll sich da ein Mindestlohn orientieren? Ein identischer Lohn für zum Beispiel Metallarbeiter und Elektriker ergibt keinen Sinn. Für einige Branchen sind 7,50 Euro zu wenig, für andere Branchen ist ein solcher Stundenlohn aktuell einfach zu hoch.

Deshalb muss die Festsetzung der jeweiligen Lohnuntergrenzen den Tarifvertragsparteien vorbehalten bleiben. Diese haben die Sachkenntnis. Bei einem politisch bestimmten Betrag von 7,50 Euro müssten einige Firmen die Löhne von heute auf morgen um bis zu 120 Prozent ohne Übergangszeiten erhöhen. Keine Firma kann das finanziell verkraften.

Außerdem bin ich davon überzeugt, dass ein gesetzlicher Mindestlohn bei Höherqualifizierten zu Gehaltseinbußen führt. Hat der Chef vorher zwölf oder 15 Euro für Fachkräfte pro Stunde gezahlt, hätte er dann gute Argumente, nicht mehr als 7,50 Euro zahlen zu müssen. Es würde zu einer Nivellierung der Löhne für Fachkräfte nach unten kommen.

Dabei soll sich Leistung auch in der Entlohnung zeigen. Dafür benötigen wir aber ein differenziertes Lohngitter. Deshalb bin ich der Meinung, dass der Lohn mit den Sozialpartnern verhandelt und festgesetzt werden muss und nicht durch den Gesetzgeber. Gegen branchenspezifische Mindestlöhne habe ich deshalb auch nichts."

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Wir brauchen unbedingt einen Mindestlohn, es geht nicht mehr anders. Reallöhne fallen im freien Fall nach unten und die ungenierte Ausbeutung greift um sich: Kurz vor Weihnachten habe ich an der Frankfurter Uni 1 Beispiel [...] mehr...

13.01.2010 von nr6527: ausgebeutet

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13.01.2010 von Pilchard:

Ich arbeite im sozialen Bereich und dort ist bei den Gehältern eine Abwärtsspirale im Gange. Sobald ein Arbeitgeber den "Trend" nach unten setzt, sehen andere Arbeitgeber zu diesem Trend zu folgen. Denn wenn die AWO [...] mehr...

12.01.2010 von Tolotos: Bananenrepublikanische Demokratie

Das ist ein Unsinn, der von der an Lohndumping interessierten Lobby allerdings gerne als Argument gegen einen Mindestlohn verbreitet wird. Mindestlohn ist die _untere_ Grenze, und man würde dafür auch nur die untere Qualität [...] mehr...

12.01.2010 von Pilchard:

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