Wirtschaft


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22.09.2009
 

Kopenhagen-Kommuniqué

Konzerne fordern mehr Klimaschutz

Klimaschutz: Diplomatisches Gezerre um Prozente
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AFP

Mehr als 600 Unternehmen haben ein Kommuniqué unterzeichnet, das für die Weltkonferenz in Kopenhagen ein "ehrgeiziges, stabiles und faires globales Abkommen" für die Umwelt fordert. Am Nachmittag wird das Papier Uno-Generalsekretär Ban-Ki Moon überreicht.

Hamburg - Es ist ein deutliches Statement gegen den Klimawandel - und eine effektvolle PR-Aktion: 603 Unternehmen rufen die internationale Gemeinschaft zu weitreichenden Beschlüssen bei der Weltklimakonferenz in Kopenhagen auf. In einem von der Universität Cambridge initiierten Kommuniqué fordern sie ein "ehrgeiziges, stabiles und faires globales Abkommen über den Klimawandel als glaubwürdige Antwort auf das Ausmaß und die Dringlichkeit der Krisen, die die Welt heute erschüttern".

"Eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung wird langfristig nicht möglich sein, solange die Klimafrage nicht gelöst ist", heißt es in dem Dokument, das am Dienstagmittag (MESZ) Uno-Generalsekretär Ban-Ki Moon in New York übergeben werden soll. In der Uno-Zentrale diskutieren derzeit mehr als hundert Staatschefs und hochrangige Politiker über den Klimawandel. Über den Online-Dienst Twitter haben die Initiatoren schon den Countdown zur Übergabe eingeleitet.

Unternehmen aus mehr als 50 Ländern haben das Kommuniqué unterzeichnet. Auf der Liste der Unterschriftengeber finden sich viele Konzerne, deren eigene geschäftliche Betätigung das Klima belastet, unter anderen:

  • Technologiekonzerne wie Siemens Chart zeigen, Yahoo Chart zeigen, SAP Chart zeigen oder Ebay Chart zeigen, deren IT-Infrastruktur riesige Strommengen benötigt;
  • Chemiekonzerne wie BASF Chart zeigen oder Bayer Chart zeigen;
  • Energiekonzerne wie BP oder E.on Chart zeigen, deren Kohle- und Ölproduktion erhebliche CO2-Emissionen verursacht.
  • Luftfahrtgesellschaften wie Easyjet Chart zeigen oder KLM, deren Maschinen das CO2 hochwirksam in die Atmosphäre einbringen.

"Das Kapital kämpft fürs Klima", kommentierte die "taz" die Aktion süffisant, die Initiatoren des Kopenhagen-Kommuniqués sprachen dagegen von einem "außergewöhnlichen Ausmaß an Unterstützung". Die Unternehmen selbst begründen ihre Teilnahme an der Aktion so: "Es sind schwere Zeiten voller Herausforderungen für die internationalen Wirtschaftskreise, und sollte es auf dem UN-Klimagipfel in Kopenhagen nicht zu einem befriedigendem Ergebnis kommen, werden die Zeiten durch die Zunahme der Unsicherheit und einen weiteren Vertrauensverlust noch schwerer", heißt es in dem Kommuniqué.

Allerdings könnte "ein halbwegs ambitioniertes, wirksames und faires weltweites Abkommen die Bedingungen schaffen, um in unserer Weltwirtschaft einen Transformationsprozess in Gang zu setzen und jene Wirtschaftssignale auszusenden, die Unternehmen benötigen, um Milliarden in kohlenstoffarme Produkte, Dienstleistungen, Technologien und Infrastrukturen investieren zu können." Im einzelnen fordern die Unternehmen folgende Punkte:

ssu

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Die neuesten Beiträge:
25.07.2010 von Tolotos:

Leider könnten Sie damit durchaus Recht haben! Das sehe ich allerdings ganz anders! Natürlich ist das Wachstum der Weltbevölkerung ein Problem, aber eher ein sekundäres. Das grundlegende Problem scheint mir zu sein, dass [...] mehr...

25.07.2010 von merapi22:

Was haben Sie denn ausgegraben? Nach dem Scheitern von Kopenhagen wurden alle Klimaforen geschlossen! Natürlich ist Umwelt-/Klimaschutz das dringendste Problem! Die Lösung ist einfach: Weltweite Umstellung der Energieerzeugung [...] mehr...

25.07.2010 von spon-1180483865220: Bevölkerungswachstum stoppen! Richtig!

Richtig. Absolut total richtig Natürlich müssen viele Probleme angepackt werden. * wie funktioniert eine vergreiste Gesellschaft? * wer kümmert sich um die vielen Alten und Kranken? * man sollte auch Tabus anpacken: [...] mehr...

16.11.2009 von siamkat:

freeman vom schall-und-rauch-blog schreibt schon seit jahren über die angebliche klimalüge. mehr...

15.11.2009 von Edgar:

Hmm, meinen Sie damit, wir sollten weniger arbeiten, weniger produzieren und mehr das Leben geniessen? Oder meinen Sie, wir sollten die gleiche Arbeit für weniger Geld tun? mehr...

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