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05.11.2009
 

Krankenkassen

Privatversicherungen werden deutlich teurer

Mediziner: Ärzte halten bei Privatversicherten besonders gerne die Hand aufZur Großansicht
ddp

Mediziner: Ärzte halten bei Privatversicherten besonders gerne die Hand auf

Schlechte Nachricht für die mehr als acht Millionen Privatversicherten: Nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" erhöhen Debeka, DKV und Co. die Prämien im kommenden Jahr um durchschnittlich vier bis zehn Prozent. Einzelnen Versicherten drohen sogar noch höhere Mehrkosten.

Hamburg - Gemeinhin gilt es als ein Privileg, in Deutschland privat versichert zu sein. Doch regelmäßig bekommen die Versicherten auch schlechte Nachrichten von ihrem Anbieter: Schließlich werden in der Regel zu Jahresbeginn höhere Beiträge fällig.

Besonders bitter im Hinblick auf 2010 ist: "Die Prämien werden deutlicher steigen als im vergangenen Jahr", sagte Rainer Will, Geschäftsführer der Rating-Agentur Assekurata, der "Süddeutschen Zeitung" ("SZ"). Nach "SZ"-Angaben will der Großteil der 51 Privatversicherungen die Beiträge um durchschnittlich drei bis zehn Prozent erhöhen - in Einzelfällen kann es sogar zu noch deutlicheren Zuschlägen kommen. Der Branchenführer Debeka, so berichtet die Zeitung, werde seine Prämien zu Jahresbeginn um mehr als fünf Prozent erhöhen.

Weil auch andere Versicherer dem Branchenprimus folgen werden, drohen einzelnen Versicherten zum Teil saftige Zuschläge. Zwar ist die private Krankenversicherung oft günstiger als die gesetzliche, doch Prämien zwischen 300 und 500 Euro für eine Person sind keine Seltenheit. Für eine vierköpfige Familie kommen schnell 1000 Euro im Monat zusammen. Da machen sich zehn Prozent Mehrausgaben deutlich bemerkbar.

Private Anbieter können Ausgaben kaum kontrollieren

Die "SZ" schreibt weiter, dass insbesondere die sogenannten "Schnäppchentarife" teurer werden dürften. Diese Lockangebote benutzten die Versicherer, um junge und gesunde Menschen für eine Mitgliedschaft zu gewinnen. Oft seien diese Beiträge aber so knapp kalkuliert, dass die Beiträge bereits nach wenigen Jahren deutlich anstiegen, so die Zeitung.

Dass die Beiträge für die private Krankenversicherung in der Regel deutlich schneller steigen als bei den gesetzlichen Kassen, hat mehrere Gründe. Das Hauptproblem der privaten Anbieter ist, dass sie ihren Versicherten während der gesamten Mitgliedschaft die Leistungen bieten müssen, die zum Vertragsabschluss versprochen wurden. Sie haben damit einen beachtlichen Nachteil gegenüber AOK, Barmer und Co., bei denen der Gesetzgeber den Leistungskatalog in den vergangenen Jahren immer mehr zusammengestrichen und gleichzeitig Selbstbeteiligungen wie die Praxisgebühr eingeführt hat.

Assekuranzen wollen mit Anbietern direkt verhandeln

Weil Ärzte die Privatversicherten nicht immer nur als Patient betrachten, sondern auch als attraktive Einnahmequelle, sind die privaten Anbieter in Sachen Kostendämpfung oftmals machtlos. Zumal sie auch - anders als die gesetzlichen Versicherungen - keine Rahmenverträge mit Ärzten und Pharmakonzernen schließen können, bei denen Preis und Leistung leichter überprüfbar sind. "Wir hoffen sehr, dass wir künftig auch direkt mit Ärzten und Pharmaindustrie verhandeln können, um künftig unsere Kosten besser kontrollieren zu können", sagte Oliver Stenzel, Pressesprecher beim Verband der privaten Krankenversicherungen SPIEGEL ONLINE.

Ein weiteres Problem der privaten Assekuranzen: Sie müssen ihre Tarife regelmäßig an die steigende Lebenserwartung anpassen. Und je länger die Versicherten leben, desto mehr Kosten verursachen sie. Dieses Demographieproblem wurde in der jüngeren Vergangenheit noch dadurch verschärft, dass die Regierungen die Wechselmöglichkeiten von der gesetzlichen zur privaten Konkurrenz deutlich verschärft haben. Somit bekamen die Privatversicherungen immer weniger Nachschub durch junge Menschen - also einer Personengruppe, die in der Regel weniger krank ist.

Gleichzeitig litten die Anbieter darunter, dass weniger Versicherte als geplant kündigten. Auch das verändert die Beitragskalkulation: Denn wenn ein Mitglied kündigt, kann der Versicherer einen Teil der angesparten Altersrückstellungen behalten.

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Die neuesten Beiträge:
06.11.2009 von Karkur:

[QUOTE=bürostuhlpilot;4526778Was das Urteil angeht - die privaten Krankenversicherer werden sich die Risikoprüfung nicht nehmen lassen......[/QUOTE] Wenn Sie "abschreiben müssen", ist das Ihre Sache! Ich denke selbst, [...] mehr...

06.11.2009 von bürostuhlpilot:

..wo haben Sie denn diese alten Kamellen abgeschrieben? Aus dem CDU-/FDP-Wahlprogramm? Ist doch in der Kfz-Haftpflicht schon so. Was das Urteil angeht - die privaten Krankenversicherer werden sich die Risikoprüfung nicht [...] mehr...

06.11.2009 von Motorpsycho:

Als 28 jähriger ohne Frau und Kinder dürfte Ihnen die PKV im Vergleich zur gesetzlichen wohl kaum zu teuer sein mehr...

06.11.2009 von Karkur: Der einzig richtige Weg!

Sehr geehrte Damen und Herren! Eine Pflicht sich krankenversichern zu müssen anstelle der Pflichtversicherung, wäre der einzig richtige Weg, um das Gesundheitswesen zu entbürokratisieren, den Wettbewerb zur Senkung der Kosten [...] mehr...

05.11.2009 von Motorpsycho:

Mag ja sein, dass man Ihnen das erzählt, um Sie von Ihrem Plan abzubringen. Im Basistarif dürfen laut Gesetz keine Risikozuschläge erhoben werden (http://www.vkb-krankenversicherung.de/index.php?contentpath=n1/n441). mehr...

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