Wirtschaft


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10.11.2009
 

Warnung der Bundesagentur für Arbeit

Datensammler unterwandern Online-Stellenbörse

Agentur für Arbeit Halle: Datensammler stürmen BA-DatenbankZur Großansicht
ddp

Agentur für Arbeit Halle: Datensammler stürmen BA-Datenbank

Dreister Fall von Datenmissbrauch bei der Bundesagentur für Arbeit: Mit Tausenden Stellenanzeigen hat eine Berliner Firma die Online-Börse der BA überschwemmt. Ernst gemeint waren die Offerten nicht - sie dienten nur dazu, Daten der Interessenten abzugreifen.

Frankfurt am Main - In der Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit (BA) hat es erneut einen schweren Fall von Datenmissbrauch gegeben. Wie eine BA-Sprecherin der "Frankfurter Rundschau" auf Anfrage bestätigte, schaltete eine Berliner Firma in der Online-Jobbörse der Arbeitsagentur mehr als 2500 unterschiedliche Stellenangebote, um die Daten von Bewerbern abzugreifen.

Die Angebote richteten sich auch an Akademiker und reichten von vermeintlichen Facharztstellen über pädagogische Berufe bis hin zu Ingenieuren und Managerposten. Techniker der Arbeitsagentur seien nun mit Hochdruck dabei, den Account der dubiosen Firma zu löschen, doch wegen der Vielzahl der Einträge "braucht das System einige Tage, um die falschen Stellenangebote zu löschen." Zudem sei erfolglos versucht worden, die Firma Econsulting24 Ltd. mit Sitz in Berlin zu erreichen.

"Das ist eindeutig Missbrauch", sagte BA-Sprecherin Anja Huth der "FR". "Das verstößt gegen die Nutzungsbedingungen." Bei den Tausenden Job-Offerten handele es sich nicht um Arbeitsangebote, sondern "eindeutig um den Versuch der Adresssammlung". Einen Missbrauch dieser Dimension habe es in der Jobbörse der Bundesagentur noch nie gegeben, sagte Huth weiter. "Das ist ein sehr ungewöhnlicher Fall."

Der Bundesbeauftragte für Datenschutz, Peter Schaar, hatte kürzlich die weitgehenden Zugriffsmöglichkeiten von BA-Mitarbeitern auf Informationen wie Suchtkrankheiten oder Schulden von Arbeitslosen kritisiert.

mik/AFP

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11.11.2009 von Euron:

Ganz einfach:Weil die Vermittler nicht ernsthaft daran interessiert sind eine seriöse Vermittlung durchzuführen. Der Staat hat hier doch eingegriffen!In dem dieser den privaten Vermittler die Möglichkeit gegeben hat sich wie [...] mehr...

10.11.2009 von klaus meucht: Natürlich kann Schaden entstehen

Wenn Sei bei einer Bank keinen Kredit bekommen, oder im Versandhandel als Kunde nicht angenommen werden - wissen Sie nicht warum. Wer sich immer wieder z.B. bei unattraktiven Jobs bewirbt gilt nicht als kreditwürdig. Das [...] mehr...

10.11.2009 von AndyH:

Verstehe nicht ganz. Wo genau ist das Problem? Was kann ein Datensammler rausfinden der mir ein Job anbietet? Beim Bewerbung gebe ich genau das von mir was jeder erfahren darf. mehr...

10.11.2009 von peter09:

Wieso sollte sie abgeschafft werden? Muss überall der Staat eingreifen? Benutzen Sie deren Portale nicht. Jetzt machen Sie es eh richtig, indem Sie sich direkt bewerben. mehr...

10.11.2009 von peter09:

Dazu muss erst einmal ein Schaden entstehen (Dachschäden sind hier ausgenommen). mehr...

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