Berlin - Die derzeit rund 1,2 Millionen Kurzarbeiter in Deutschland nehmen Weiterbildungen nur zögerlich an. Seit Anfang dieses Jahres hätten nur 85.000 Kurzarbeiter die geförderten Weiterbildungsmaßnahmen der Bundesagentur für Arbeit (BA) in Anspruch genommen, berichtete die "Bild"-Zeitung. Dabei beruft sich die Zeitung auf Zahlen der BA.
Damit nutzt nicht einmal jeder zehnte Kurzarbeiter die Krise zur weiteren Qualifizierung. Die FDP-Haushaltsexpertin Claudia Winterstein zeigte sich im Gespräch mit "Bild" besorgt über die mangelnde Nachfrage. "Wir müssen jetzt dringend prüfen, woran das liegt und gegebenenfalls Maßnahmen beschließen, um Änderungen herbeizuführen", sagte Winterstein.
Bisher hat die Kurzarbeit verhindert, dass die Wirtschaftskrise voll auf den Arbeitsmarkt durchschlägt.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte in ihrer Regierungserklärung am Dienstag im Bundestag angekündigt, dass die schwarz-gelbe Regierung das Kurzarbeitergeld erneut verlängern werde. Nur diese Verlängerung habe die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland bisher einigermaßen gering gehalten, sagte sie.
Die Arbeitgeber begrüßten die Entscheidung. Die Wirtschaftskrise belaste weiterhin viele Unternehmen und den Arbeitsmarkt, sagte Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt der "Frankfurter Rundschau". "Deshalb ist es erforderlich, dass Kurzarbeit auch im Jahr 2010 unter den derzeitigen, erleichterten Bedingungen ermöglicht wird."
Jobsicherung wichtiger als mehr Kindergeld
Trotzdem äußerte der Arbeitgeberverband Gesamtmetall Kritik an der Bundesregierung. Die habe mit den geplanten Steuerentlastungen für Familien falsche Prioritäten gesetzt. "Die aktuelle Krise betrifft Millionen Familien vor allem durch Furcht vor Arbeitslosigkeit", sagte Gesamtmetall-Präsident Martin Kannegiesser dem "Handelsblatt".
Deswegen sei die derzeit beste Familienpolitik, Arbeitsplätze zu erhalten. "In dieser Krise muss die Stabilisierung von Arbeitsplätzen und Know-how absoluten Vorrang haben." Ausdrücklich stellte Kannegiesser sich hinter einen Vorstoß der IG Metall, Beschäftigungssicherung durch kürzere Wochenarbeitszeiten steuerlich zu fördern. "Wenn die Regierung eine solche Regelung befristet auf das Jahr 2010 durch Steuer- und Abgabenfreiheit unterstützt, dann könnte sich das unterm Strich für alle Beteiligten rechnen."
Das schwarz-gelbe Bundeskabinett hatte mit dem sogenannten "Wachstumsbeschleunigungsgesetz" zu Wochenbeginn eine Erhöhung von Kindergeld und Kinderfreibetrag im Volumen von 4,6 Milliarden Euro beschlossen.
ore/ddp/dpa
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Alle Medien sprechen derzeit vom 'Wettskandal' im Fussball. Oh Gott, wie schrecklich diese Wettmafia. Von der Finanzmafia spricht kein Mensch. Zocken Täuschen ,Betrügen, Veruntreuen mit dem Geld der Anleger ist also quasi [...] mehr...
Wie viele Lichtjahre die Politiker, gut bezahlt von den Lobbyisten, vom Bürger entfernt sind, sieht man am Beispiel der Banken. Erleichtert ein Bürger mit Strumpf über dem Kopf eine Bank um 5.000 Euro, wird er für Jahre [...] mehr...
Von wegen ;-) 2009 verbläst Fräuleinchen in ihrem Kanzleramt 2,3 Mrd Steuergelder. 500 Mio. mehr als 2008. Wir haben's ja. mehr...
Richtig ist, dass bislang galt: Krise rauscht an der Mehrzahl der Konsumenten vorbei (http://www.plantor.de/2009/krise-rauscht-an-der-mehrzahl-der-konsumenten-vorbei/) Das wird sich ändern, denn die Arbeitslosigkeit wird [...] mehr...
Was wundert's? Prognosen, die auf irgendwelchen Wohlfühlklimaindizes erstellt werden... Wie wohl ich mich fühle, wollte keiner wissen - und das dürften viele Arbeitnehmer denken. Wenn ich nur an die Miete denke, unlängst wieder [...] mehr...
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