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11.11.2009
 

Qualifizierung

Kurzarbeiter verweigern Weiterbildung

Arbeitsagentur in Gladbeck: Nur 85.000 Kurzarbeiter qualifizierten sich weiterZur Großansicht
ddp

Arbeitsagentur in Gladbeck: Nur 85.000 Kurzarbeiter qualifizierten sich weiter

Nur schleppend nehmen Kurzarbeiter Weiterbildungen der Bundesagentur für Arbeit an, berichtet die "Bild"-Zeitung. Nicht einmal jeder Zehnte nahm das Angebot an. Arbeitgeber begrüßten das Kurzarbeitergeld - mahnten die Regierung aber gleichzeitig vor falschen Prioritäten.

Berlin - Die derzeit rund 1,2 Millionen Kurzarbeiter in Deutschland nehmen Weiterbildungen nur zögerlich an. Seit Anfang dieses Jahres hätten nur 85.000 Kurzarbeiter die geförderten Weiterbildungsmaßnahmen der Bundesagentur für Arbeit (BA) in Anspruch genommen, berichtete die "Bild"-Zeitung. Dabei beruft sich die Zeitung auf Zahlen der BA.

Damit nutzt nicht einmal jeder zehnte Kurzarbeiter die Krise zur weiteren Qualifizierung. Die FDP-Haushaltsexpertin Claudia Winterstein zeigte sich im Gespräch mit "Bild" besorgt über die mangelnde Nachfrage. "Wir müssen jetzt dringend prüfen, woran das liegt und gegebenenfalls Maßnahmen beschließen, um Änderungen herbeizuführen", sagte Winterstein.

Bisher hat die Kurzarbeit verhindert, dass die Wirtschaftskrise voll auf den Arbeitsmarkt durchschlägt.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte in ihrer Regierungserklärung am Dienstag im Bundestag angekündigt, dass die schwarz-gelbe Regierung das Kurzarbeitergeld erneut verlängern werde. Nur diese Verlängerung habe die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland bisher einigermaßen gering gehalten, sagte sie.

Die Arbeitgeber begrüßten die Entscheidung. Die Wirtschaftskrise belaste weiterhin viele Unternehmen und den Arbeitsmarkt, sagte Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt der "Frankfurter Rundschau". "Deshalb ist es erforderlich, dass Kurzarbeit auch im Jahr 2010 unter den derzeitigen, erleichterten Bedingungen ermöglicht wird."

Jobsicherung wichtiger als mehr Kindergeld

Trotzdem äußerte der Arbeitgeberverband Gesamtmetall Kritik an der Bundesregierung. Die habe mit den geplanten Steuerentlastungen für Familien falsche Prioritäten gesetzt. "Die aktuelle Krise betrifft Millionen Familien vor allem durch Furcht vor Arbeitslosigkeit", sagte Gesamtmetall-Präsident Martin Kannegiesser dem "Handelsblatt".

Deswegen sei die derzeit beste Familienpolitik, Arbeitsplätze zu erhalten. "In dieser Krise muss die Stabilisierung von Arbeitsplätzen und Know-how absoluten Vorrang haben." Ausdrücklich stellte Kannegiesser sich hinter einen Vorstoß der IG Metall, Beschäftigungssicherung durch kürzere Wochenarbeitszeiten steuerlich zu fördern. "Wenn die Regierung eine solche Regelung befristet auf das Jahr 2010 durch Steuer- und Abgabenfreiheit unterstützt, dann könnte sich das unterm Strich für alle Beteiligten rechnen."

Das schwarz-gelbe Bundeskabinett hatte mit dem sogenannten "Wachstumsbeschleunigungsgesetz" zu Wochenbeginn eine Erhöhung von Kindergeld und Kinderfreibetrag im Volumen von 4,6 Milliarden Euro beschlossen.

ore/ddp/dpa

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Alle Medien sprechen derzeit vom 'Wettskandal' im Fussball. Oh Gott, wie schrecklich diese Wettmafia. Von der Finanzmafia spricht kein Mensch. Zocken Täuschen ,Betrügen, Veruntreuen mit dem Geld der Anleger ist also quasi [...] mehr...

25.11.2009 von Charles Atane: Schön für die Bonzen

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Was zahlt der Staat?

Um Kündigungen zu vermeiden, können Unternehmen Kurzarbeitergeld (KUG) beantragen. Das KUG wird maximal 24 Monate von der Bundesagentur für Arbeit (BA) gezahlt. Die Beschäftigten erhalten 60 Prozent (mit Kind 67 Prozent) ihres Nettogehalts für die ausgefallene Arbeitszeit. Fiktives Beispiel: Der Ingenieur Max Müller, 28, ist ledig und ohne Kind. Er verdient mit Steuerklasse I 4000 Euro im Monat, davon bleiben ihm netto 2223,69 Euro. In Kurzarbeit ist er nur 50 Prozent der üblichen 40 Arbeitsstunden tätig. Diese Zeit bekommt er vom Arbeitgeber auch bezahlt. Das sind 1313,01 Euro. Für die andere Hälfte der Zeit erhält er den BA-Zuschuss: 60 Prozent vom Netto, also 546,41 Euro. Insgesamt bekommt er also 1859,42 Euro. Und er behält den Job.
KUG-Rechner: http://kugrechner.arbeitsagentur.de






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