Washington - Das Haushaltsdefizit der USA ist im Oktober auf eine Rekordhöhe von 176,4 Milliarden Dollar (knapp 120 Milliarden Euro) gestiegen. Das teilte das Finanzministerium am Donnerstag in Washington mit. Damit übertrifft die Deckungslücke sogar die von Experten angenommenen 150 Milliarden Dollar. Das Minus geht vor allem auf geringere Steuereinnahmen zurück, die mit 135,3 Milliarden Dollar um 17,9 Prozent hinter dem Ergebnis von Oktober 2008 lagen.
Im abgelaufenen Haushaltsjahr 2009, das am 30. September endete, hatten die Vereinigten Staaten ein Rekorddefizit von 1,42 Billionen Dollar verbucht - 958 Milliarden Dollar mehr als im Vorjahr. Für das laufende Jahr rechnet die Regierung Barack Obamas mit einer erneuten Steigerung auf dann 1,5 Billionen Dollar, auch die Prognose für 2011 veranschlagt das Defizit noch bei mehr als einer Billionen.
Gründe für das riesige Loch im Staatshaushalt sind neben den aufgrund der Rezession eingebrochenen Steuereinnahmen die milliardenschweren Rettungspakete für ins Trudeln geratene Banken, die staatliche Übernahme der Immobilienfinanzierer Fannie Mae
und Freddie Mac
und das Paket der Regierung von Präsident Obama zur Ankurbelung der Wirtschaft im Umfang von 200 Milliarden Dollar.
can/AP
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