Luxemburg/Brüssel - Erstmals seit sieben Monaten steigen die Preise in den 16 Ländern der Eurozone wieder. Die jährliche Inflationsrate betrug im November 0,6 Prozent nach minus 0,1 Prozent im Vormonat, teilte die Europäische Statistikbehörde Eurostat am Montag in Luxemburg in einer ersten Schätzung mit.
Der erste Anstieg nach sieben Monaten fällt höher aus als erwartet. Experten waren von 0,4 Prozent Inflation ausgegangen.
Im Oktober waren die Preise den fünften Monat in Folge gesunken. Einen solchen Rückgang hat es nicht gegeben seit der Euro 2002 eingeführt wurde. Bei Raten von bis zu zwei Prozent ist nach den Regeln der Europäischen Zentralbank Preisstabilität im gemeinsamen Währungsgebiet mit 16 Staaten gewährleistet.
Die Inflation in der Eurozone ist laut Postbank vor allem wegen Basiseffekten gestiegen. Ausschlaggebend für den kräftigen Anstieg seien in erster Linie die Energiepreise gewesen, heißt es in einer Studie. Im Vorjahresmonat waren die Energiepreise noch stark gefallen. "In den kommenden Monaten wird die Inflationsrate aufgrund von Basiseffekten mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit weiter steigen."
fro/dpa/AP/AFP
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