Wirtschaft



ThemaKonjunkturprognosenRSS

Alle Artikel und Hintergründe

  • Drucken
  • Senden
  • Feedback
13.12.2009
 

Binnenkonsum

Deutschland verliert an Kaufkraft

Rabattwerbung im Handel: Deutsche haben weniger Geld für den EinkaufZur Großansicht
ddp

Rabattwerbung im Handel: Deutsche haben weniger Geld für den Einkauf

Die Bundesbürger haben im kommenden Jahr weniger Geld für den Konsum zur Verfügung. Laut einem Zeitungsbericht schrumpft die Kaufkraft in Deutschland 2010 um 7,5 Milliarden Euro. Vor allem die alten Bundesländer sind betroffen.

Berlin - Den Deutschen wird im kommenden Jahr eine Kaufkraft von rund 1550,2 Milliarden Euro zur Verfügung stehen. Damit haben die Bundesbürger 7,5 Milliarden Euro weniger zur Verfügung als im Jahr 2009. Das berichtet die "Welt am Sonntag" unter Berufung auf die neue GfK-Kaufkraft-Studie für Deutschland. Dem nominalen Kaufkraftabfall stehe jedoch eine voraussichtliche niedrige Inflation entgegen, heißt es in der Studie.

Umgerechnet auf alle rund 82 Millionen Einwohner entspreche das einem Rückgang von 42 Euro pro Person auf durchschnittlich 18.904 Euro pro Kopf, die die Deutschen im Jahr für Lebensunterhalt und Konsum ausgeben können. Der Kaufkraft-Wert misst das verfügbare Nettoeinkommen der Bevölkerung inklusive staatlicher Leistungen wie Arbeitslosengeld, Kindergeld oder Renten.

Die drei Kreise mit der höchsten Kaufkraft in Deutschland seien wie im Jahr 2009 der Hochtaunuskreis mit 27.426 Euro, der Landkreis Starnberg mit 27.095 Euro und der Landkreis München mit 26.057 Euro pro Person. Unter den 25 Kreisen mit der geringsten Kaufkraft seien nach wie vor nur ostdeutsche Kreise vertreten. Einzige westdeutsche Ausnahme bildet der Stadtkreis Bremerhaven auf Rang 401, dessen Einwohner 15.053 Euro zur Verfügung hätten.

Osten legt beim Kaufkraftwachstum zu

Ein anderes Bild ergebe sich, wenn man das Kaufkraftwachstum der Bundesländer vergleiche: Hier schlage der Osten Deutschlands den Westen klar. "Gegen den Krisentrend verzeichnet der Osten fast in Gänze eine positive Kaufkraftentwicklung", sagt Simone Baecker-Neuchl, die die Studie federführend begleitet hat.

Von den 25 Landkreisen und kreisfreien Städten mit dem größten Kaufkraftzuwachs lägen 23 in den neuen Ländern. Die Verlierer fänden sich größtenteils in wohlhabenden Bundesländern wie Baden-Württemberg und vor allem Bayern.

"Die Länder mit starker Wirtschaft sind offenbar durch die hohe Exportabhängigkeit stärker von der Krise betroffen", erklärt Baecker-Neuchl. Bayern beispielsweise führe das Bundesländer-Ranking noch immer an, aber 14 seiner Kreise befänden sich auch unter jenen 25 Kreisen und kreisfreien Städten, die 2010 wohl am meisten verlieren dürften.

Diesen Artikel...

Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Auf anderen Social Networks posten:

  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • deli.cio.us
  • Xing
  • Digg
  • Google Bookmarks
  • reddit
  • Windows Live

Forum

insgesamt 85 Beiträge zum Forum...
Die neuesten Beiträge:
17.12.2009 von Charles Atane: Da hilft nicht mehr viel...

Tja, dafür haben Sie in München noch nicht mal ein Dach über dem Kopf, außer Sie sind wie das Bobbele mit einer Besenkammer zufrieden (bei durchschnittlich 13 Euro Kaltmiete pro qm bei Neuvermietungen). Aber auch einen [...] mehr...

14.12.2009 von Cephalotus: Einkommensverteilung

Das sehe ich nicht so. 1500€/Monat und Person ist doch reichlich. ---Zitat--- der Median (also das Einkommen, bei dem 50% der Menschen mehr und 50% weniger haben) viel niedriger liegen. Ich schätze ihn bei maximal 1000 [...] mehr...

14.12.2009 von Cephalotus: Missverständnisse?

In der Tat führe ich das Leben eines single mit eigener Wohnung, eigenem Einkommen, etc. Problematisch bzgl. Familiengründungen sehe ich vor allem die mangelnde Planungssicheheit meines Lebens. Ich weiß heute nicht, wo ich in [...] mehr...

14.12.2009 von frubi: .

Ich habe meine Entschlossenheit zu Konsumieren deutlich nach hinten gestellt und lieber schln gespart. Solange mir der Staat und seine Äffchen im Käfig (Politiker im Bundestag) nicht die Sicherheit geben kann die ich verlange [...] mehr...

14.12.2009 von MarcusSpiegel: Binnenmarkt

Bravo. Das sind mal Stimmen aus der Realität. Ich bitte auch mal die Prediger des Exports nachzusehen, wieviel Prozent der deutschen Wirtschaft wirklich vom Export leben. Und dann rechnen sie mal noch den Handel innerhalb der EU [...] mehr...

Und Ihre Meinung? Diskutieren Sie mit! zum Forum...

News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Wirtschaft
alles aus der Rubrik Staat & Soziales
alles zum Thema Konjunkturprognosen

© SPIEGEL ONLINE 2009
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH



Welches Wachstum Experten vorhersagen

Fünf Wirtschaftsweise

Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ("Fünf Wirtschaftsweise") rechnet für 2010 mit einem Wachstum der deutschen Wirtschaft von 1,5 Prozent. Für 2011 liegt die Prognose bei 1,4 Prozent.

Bundesregierung

Führende Wirtschaftsinstitute

EU-Kommission

Internationaler Währungsfonds







TOP



TOP