Athen - Griechenlands Ministerpräsident Georgios Papandreou hat den Finanzmärkten Maßnahmen zur Sanierung der Staatsfinanzen des stark verschuldeten Landes zugesichert. Die Sozialversicherungsausgaben würden gekürzt und auf Bankerboni eine Steuer in Höhe von 90 Prozent erhoben, kündigte Papandreou am Montag in Athen an. Staatlich kontrollierte Geldhäuser würden gar keine Boni auszahlen.
Der Regierungschef kündigte an, in drei Jahren die Vorgaben des EU-Stabilitätspaktes zu erfüllen. 2011 werde die Neuverschuldungsrate sieben Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) betragen, 2013 werde sie unter der von der EU vorgegebenen Grenze von drei Prozent liegen, sagte Papandreou bei der Vorstellung seines Programms zur Bewältigung der Finanzkrise seines Landes.
"Wir sind verpflichtet, nicht einen einzigen Schritt zurück zu gehen bei den großen Veränderungen, die wir versprochen haben." Griechenland müsse sich ändern oder es werde untergehen, sagte der Regierungschef. Einiges werde schmerzhaft sein, "wir müssen auf alle Annehmlichkeiten verzichten".
Die neue sozialistische Regierung, die erst seit Oktober im Amt ist, hatte kürzlich neue Zahlen zum Haushaltsdefizit bekanntgegeben. Demnach ist das Etatloch mit 12,7 Prozent der Wirtschaftsleistung eines Jahres doppelt so groß wie zuvor angenommen. Die Rating-Agentur Fitch hatte daraufhin die Bonität Griechenlands auf BBB+ gesenkt, das ist die schlechteste Note eines Eurolandes. Und auch die Kollegen von Standard & Poor's warnten, die Bonitätsnote A- sei akut gefährdet. Der Vertrauensverlust hat Folgen für die Refinanzierung der Staatsschulden. Bereits heute muss das Land, das eine geringere Wirtschaftskraft als Bayern hat, für seine zehnjährige Staatsanleihe einen Renditeaufschlag von 2,3 Prozentpunkten im Vergleich zu Deutschland bezahlen.
Was finanztechnisch klingt, kann die Griechen empfindlich treffen. Denn die Herabstufung bedeutet nichts anderes, als dass die Rating-Agenturen nicht mehr so richtig daran glauben, dass das Land seinen Schuldenberg von schätzungsweise insgesamt 300 Milliarden Euro abtragen kann.
Das schlechtere Rating führt dazu, dass Griechenland an den Kapitalmärkten deutlich höhere Zinsen für seine Schulden zahlen muss - was das Defizit in der Staatskasse weiter vergrößern wird.
otr/Reuters/AFP
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Da ich bisher ich keine Ahnung hatte, wer sich hinter dieser Gesellschaft für Wissenschaft und Politik verbirgt, habe ich mal etwas gegoogelt und mit zwei Mausclicks gefunden : >>>Einer der wichtigsten [...] mehr...
Auch dieser famose Heribert Dieter scheint nicht zu wissen, dass die wahre Wirtschaftsleistung Griechenlands auch die von keiner Statistik erfaßte Schattenwirtschaft des Landes beinhalten müßte. Und wenn man die Spekulation, [...] mehr...
Auf gar keinen Fall. Wenn die Griechen klug sind, lassen sie sich den Radikalsparkurs nicht aufzwingen, da er zum Kollaps ihrer ohnenhin schwachen Wirtschaft führen muß. Davon würden sie sich viele Jahre nicht erholen. Es [...] mehr...
Aha, am besten wir legalisieren ebenfalls die Korruption. Das macht die Lage mit den Parteispenden und den Sponsoring von Parteievents wesentlich einfacher. Ist wahrscheinlich schon in Arbeit. mehr...
Dass vor einigen Tausend Jahren dort eine - damals wie heute zweifelhafte - Demokratie ihre Wiege hatte, kann doch nicht der Grund dafür sein, einem Haufen korrupter Beamter und zahlungsunwilliger Steuersünder das weiche Bett [...] mehr...
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