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16.12.2009
 

Kreditwürdigkeit

Weitere Ratingagentur stuft Griechenland herunter

Mit Standard & Poor's hat nach Fitch bereits die zweite Ratingagentur die Bonitätsnote Griechenlands gesenkt. S&P glaubt nicht, dass der Staat die ausufernde Verschuldung so bald in den Griff bekommt und hält sogar ein Abrutschen unter BBB+ für möglich.

New York/Athen - Nach Fitch hat auch die führende Rating-Agentur Standard & Poor's ihre Note für die Kreditwürdigkeit Griechenlands gesenkt. Die Agentur stufte das Rating am Mittwoch von A- auf BBB+ ab und warnte zugleich vor einer weiteren Senkung. Die Schritte des Landes zur Reduzierung des Defizits würden wahrscheinlich nicht zu einem nachhaltigen Abbau des Schuldenbergs führen, erläuterte S&P. Der Mittelmeerstat benötige bei der Reform seiner Finanzen ununterbrochene Anstrengungen über mehrere Jahre.

Das Rating könnte erneut gesenkt werden, falls der politische Rückhalt für die Umsetzung des Sparprogramms fehle. Deshalb laste auch auf der neuen Note ein negativer Ausblick, erklärte S&P. Das Finanzministerium in Athen erklärte dazu, Griechenland nehme die Bewertungen von Ratingagenturen zur Kenntnis, habe aber seine eigene Strategie, mit den Finanzproblemen umzugehen und werde daran festhalten.

Griechenland hatte kürzlich eingeräumt, dass sich das Staatsdefizit auf 12,7 Prozent der Wirtschaftsleistung beläuft und damit doppelt so groß ist wie ursprünglich angegeben. Fitch hatte daraufhin vor rund einer Woche die langfristige Bonitätsnote auf BBB+ gesenkt. Das die schlechteste Einstufung aller Euro-Länder, was für Verunsicherung an den Finanzmärkten sorgte. Auch die daraufhin angekündigten Maßnahmen gegen den Schuldenabbau fielen durch. Mit einer Herabstufung durch die anderen Agenturen wurde deshalb weithin gerechnet. Auch Moody's, die dritte große Agentur neben Fitch und S&P, hat bereits eine Überprüfung angekündigt. Ein schlechteres Rating verteuert neue Darlehen - und verringert die Bonität des Landes damit noch weiter.

In Griechenland haben derweil nach der Ankündigung massiver Sparmaßnahmen am Mittwoch landesweite Streiks begonnen - von Lehrern über Journalisten bis zum Flughafenpersonal. Am Donnerstag wollen sich die Streikenden hauptsächlich gegen die Sparpolitik der sozialistischen Regierung von Ministerpräsident Giorgos Papandreou und gegen Pläne, finanziell gesunde Rentenkassen mit defizitären zu fusionieren.

can/Reuters/dpa/DAPD

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Da ich bisher ich keine Ahnung hatte, wer sich hinter dieser Gesellschaft für Wissenschaft und Politik verbirgt, habe ich mal etwas gegoogelt und mit zwei Mausclicks gefunden : >>>Einer der wichtigsten [...] mehr...

07.03.2010 von Satiro:

Auch dieser famose Heribert Dieter scheint nicht zu wissen, dass die wahre Wirtschaftsleistung Griechenlands auch die von keiner Statistik erfaßte Schattenwirtschaft des Landes beinhalten müßte. Und wenn man die Spekulation, [...] mehr...

07.03.2010 von werner3: Soll die EU im Notfall einspringen?

Auf gar keinen Fall. Wenn die Griechen klug sind, lassen sie sich den Radikalsparkurs nicht aufzwingen, da er zum Kollaps ihrer ohnenhin schwachen Wirtschaft führen muß. Davon würden sie sich viele Jahre nicht erholen. Es [...] mehr...

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