Hamburg - Die HSH Nordbank soll nach ihrer Sanierung verkauft werden. Der Hamburger Bürgermeister Ole von Beust (CDU) sagte der "Bild"-Zeitung zufolge: "Weder Hamburg noch Schleswig-Holstein haben langfristig die Absicht, die Bank zu betreiben. Ich glaube, dass die Sanierung 2014 abgeschlossen ist. Wenn es dann möglich ist, wird sie verkauft."
Die finanzielle Stabilisierung der schwer angeschlagenen früheren Landesbank, die heute Hamburg und Schleswig-Holstein gehört, laufe besser als erwartet, sagte von Beust. "Die Schwarzmaler, die die Bank pleitegehen lassen wollten, lagen falsch." Bisher habe die Sanierung den Steuerzahler noch keinen Cent gekostet. "Aber ich sage auch offen: Das Problem ist noch nicht endgültig gelöst, es gibt noch immer Risiken."
Die HSH Nordbank war durch die weltweite Finanzkrise in Schieflage geraten und von Hamburg und Schleswig-Holstein im vergangenen Jahr mit drei Milliarden Euro Kapital sowie Bürgschaften in Höhe von zehn Milliarden Euro stabilisiert worden.
In diesem Jahr erwartet das Institut nach einem Minus von rund 821 Millionen Euro in den ersten neun Monaten einen Verlust von einer Milliarde Euro, auch für 2010 ist ein Minus einkalkuliert. 2011 soll die Bank nach eigenen Angaben aber wieder profitabel sein. Der Verlust im Jahr 2008 hatte 2,8 Milliarden Euro betragen.
Die HSH Nordbank gehört zu rund 85,5 Prozent den Ländern Hamburg und Schleswig-Holstein, zu 5,3 Prozent den Sparkassen in Schleswig-Holstein und zu 9,2 Prozent Finanzinvestoren um den US-Anleger J.C. Flowers.
wit/AFP/AP
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