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07.01.2010
 

Wegen S-Bahn-Problemen

Berliner Senat straft Deutsche Bahn ab

S-Bahn in Berlin: "Vertrauen erschüttert"Zur Großansicht
Reuters

S-Bahn in Berlin: "Vertrauen erschüttert"

Es war zu viel Chaos: Der Berliner Senat prüft, den Betrieb seiner S-Bahnen erstmals auszuschreiben - und damit für andere Anbieter als die Deutsche Bahn zu öffnen. Damit reagiert er auf die verheerenden Ausfälle der vergangenen Monate.

Berlin - Die Verärgerung ist deutlich, und beim Berliner Senat macht man aus ihr auch keinen Hehl: Angesichts des anhaltenden S-Bahn-Chaos in der Hauptstadt will die Berliner Verkehrssenatorin Ingeborg Junge-Reyer das Monopol der Bahn beim S-Bahn-Betrieb brechen. "Wir müssen uns befreien aus der Abhängigkeit eines monopolistischen Unternehmens", sagte die SPD-Politikerin am Donnerstag in Berlin. Sie plant, erstmals einen Teil des Streckennetzes über eine Ausschreibung neu zu vergeben.

Was der Senat dafür im Einzelnen plant, dürfte den bisherigen Betreiber, die Deutsche Bahn, wenig erfreuen: Man prüfe derzeit drei Optionen, hieß es in Berlin. So werde über eine Ausschreibung für ein Teilnetz der S-Bahn nachgedacht, das in etwa einem Viertel des Leistungsumfangs der S-Bahn entsprechen könnte. Bis Anfang Februar solle über die für eine Ausschreibung in Frage kommenden Linien entschieden werden. Später sei auch die Ausschreibung weiterer Teile denkbar.

Auch geprüft wird eine weitere Möglichkeit: die Direktvergabe des Betriebes an die Berliner Verkehrsbetriebe BVG. Ebenfalls vorstellbar sei der Erwerb der S-Bahn und eine anschließende Ausschreibung durch das Land. Eine Vergabeentscheidung könnte nach Angaben der Senatorin 2012 getroffen werden, wirksam würde sie dann mit Ablauf des derzeitigen S-Bahn-Vertrags im Jahr 2017.

Bahn schließt Verkauf aus

Der Vorstoß ist eine direkte Reaktion auf das anhaltende Chaos im Berliner S-Bahn-Betrieb: Die Fahrgäste müssen seit rund einem Jahr zum Teil erhebliche Einschränkungen hinnehmen. Seit Sommer bietet die S-Bahn ihren Kunden nur noch einen eingeschränkten Betrieb an. Anlass sind zusätzliche Prüfauflagen des Eisenbahn-Bundesamtes (EBA), nachdem Wartungsmängel an Rädern und später an Bremszylindern bekanntgeworden waren.

Die Verärgerung über die Vorfälle sei extrem, hieß es im Senat, das Vertrauen in den Partner Deutsche Bahn "erschüttert". Der Deutschen Bahn zufolge will die S-Bahn noch in diesem Jahr wieder einen regulären Fahrplan anbieten.

Die Bahn hat einen Verkauf der S-Bahn an das Land allerdings am Donnerstag ausgeschlossen. "Ein Rückzug oder Verkauf steht für uns nicht zur Debatte", sagte der Vorstand Personenverkehr des Konzerns, Ulrich Hombug.

sam/ddp/dpa-AFX

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insgesamt 32 Beiträge zum Forum...
Die neuesten Beiträge:
08.01.2010 von redwed09: Alles Propaganda

Der Senat hat mit der S-Bahn einen Vertrag über die Durchführung des Personennahverkehrs der bis 2017 läuft. Vorher ist da nichts zu machen, außer eine Kürzung der Mittel, die der Senat der S-Bahn für deren Betrieb zahlt. Dies [...] mehr...

08.01.2010 von eikfier: Kronleuchter angegangen!

...sehen Sie! Nun verstehe ich auch, warum die Bahn ihre Zentrale so gerne nach Hamburg haben wollte, wenn man Ihren Beitrag so liest! ;-) mehr...

08.01.2010 von jb231: Lachhaft

Die Reaktion des Berliner senats ist schon ein Witz. Die Bahn ist seit einem Jahr nicht in der Lage die Probleme in den Griff zu bekommen. Verspätungen und Ausfälle sind an der Tagesordnung. Hier trägt der Senat und die zuständige [...] mehr...

08.01.2010 von c.werner: .

Das können Sie sehen wie Sie wollen. Für eine nicht erbrachte Leistung muss man auch nicht bezahlen. Ein Freund von mir arbeitet in einem Krankenhaus in der Rettungsstelle. Sein Satz zur S-Bahn: "Wenn ich so arbeiten [...] mehr...

07.01.2010 von redwed09: Der Vorstand ist verantwortlich.

Die Vorschriften des Allgemeinen Eisenbahngesetzes und der Eisenbahn Bau- und Betriebsordnung reichen aus. Sie wurden vom alten Vorstand aber bewusst nicht beachtet. Die Gründe haben Sie ja schon ausgeführt. Dabei könnten von [...] mehr...

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