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08.01.2010
 

Geldkartenfehler

Sparkassen bieten Kunden Entschädigung an

EC-Karten-Chip: Automatenchaos durch JahrzehntefehlerZur Großansicht
ddp

EC-Karten-Chip: Automatenchaos durch Jahrzehntefehler

Die Sparkassen bemühen sich um Schadensbegrenzung: Wer durch das Geldkarten-Panne auf gebührenpflichtige Zahlungsmittel ausweichen musste, bekommt nun die Kosten erstattet. Millionen Kredit- und EC-Karten funktionieren derzeit wegen eines Software-Fehlers nur eingeschränkt.

Berlin - Das 2010-Problem hat das Image von Deutschlands Banken stark ramponiert. In 30 Millionen Giro- und Kreditkartenchips ist zum Jahreswechsel plötzlich ein technischer Fehler aufgetreten, zahlreiche Deutsche konnten deshalb kein Geld am Automaten abheben oder per EC-Karte bezahlen. Vor allem die Sparkassen stehen wegen der Panne heftig in der Kritik - und bemühen sich nun um Schadensbegrenzung.

Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) bietet betroffenen Karteninhabern jetzt Entschädigung für das Technik-Malheur an. "Sparkassen und Landesbanken werden Gebühren ersetzen, die dadurch entstanden sind, dass sie auf andere Zahlungsmittel ausweichen mussten", sagte Verbandspräsident Heinrich Haasis in einer Erklärung vom Freitag. "Selbst wenn Verantwortlicher des Fehlers ein externes Programmierhaus ist, können Kunden von Sparkassen und Landesbanken erwarten, dass ihnen eine fehlerfreie Leistung zur Verfügung gestellt wird."

Die öffentlich-rechtlichen Banken leiden am stärksten unter dem 2010-Problem - und noch immer gibt es widersprüchliche Angaben darüber, inwieweit der Fehler behoben ist. Haasis wies darauf hin, dass das Geldabheben inzwischen an allen 25.700 Automaten der Sparkassen-Finanzgruppe wieder uneingeschränkt möglich sei. Die volle Funktionalität an allen Händlerterminals werde spätestens am kommenden Montag wieder erreicht sein. "Wir rechnen aber damit, dass es bereits am Wochenende im Handel kaum noch zu Einschränkungen kommen wird."

Nach Angaben des Zentralen Kreditausschusses (ZKA) vom Donnerstag dagegen akzeptieren noch immer nicht alle Geldautomaten und Einzelhandelsterminals in Deutschland die defekten Karten.

Bereits am Donnerstag hatte der DSGV die baldige Behebung des Geldkartenfehlers angekündigt - und versprochen, auf einen Austausch der betroffenen EC- und Kreditkarten zu verzichten. Der Fehler solle über ein Software-Update behoben werden. Kunden entstünden durch diese Lösung keine weiteren Unannehmlichkeiten: Ihr bisheriger PIN bliebe gültig.

Bundesbank kritisiert Kreditinstitute

Der DSGV will noch in dieser Woche einen konkreten Zeitplan und Handlungsempfehlungen für die Kunden veröffentlichen. Durch den Verzicht auf einen Austausch der Karten werde deren Funktionsfähigkeit sehr viel schneller hergestellt. Zudem könnten die Kunden nun ihre PIN behalten.

Von der Aktion betroffen seien Kreditkarten, die einen Chip enthalten und vor März 2009 ausgegeben wurden. Bei den EC-Karten könne der DSGV ausschließen, dass nach Juni 2009 ausgegebene Karten betroffen seien. Im Bereich des DSGV weisen rund 20 Millionen EC-Karten und rund 3,5 Millionen Kreditkarten den Fehler auf.

Der ZKA teilte weiter mit, dass die Akzeptanz von EC-Karten voraussichtlich bis Montag auch an den Händlerterminals wieder vollständig hergestellt sein sollte. Im Ausland funktionierten die betroffenen Karten dagegen lediglich an einem Teil der Händlerterminals, hieß es vom ZKA weiter. Zugleich warnte der Ausschuss davor, den Fehler durch Überkleben des Chips beheben zu wollen. Dadurch könnten sowohl die Karten als auch die Lesegeräte der Geldautomaten beschädigt werden.

Die Deutsche Bundesbank warf der Kreditwirtschaft Versäumnisse vor. Die Branche müsse "ihre Informationspolitik verbessern", sagte das für den Zahlungsverkehr zuständige Vorstandsmitglied der Zentralbank, Hans Georg Fabritius, dem "Handelsblatt". Er forderte die Banken auf, "Maßnahmen zu ergreifen, die sicherstellen, dass ein Problem dieser Größenordnung künftig nicht mehr auftreten kann". Zudem sei eine "sorgfältige Fehleranalyse" nötig, um die Karten wieder vollständig funktionsfähig zu machen.

ssu/AFP/ddp/Reuters

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07.01.2011 von matthias schwalbe:

Und ich dachte immer, es wäre der Banker vom Institut mit dem "grünen Band der Sympathie" gewesen...;) mehr...

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Ist eigentlich alles notwendig was machbar ist ? Da können wir uns auch gleich einen Chip einpflanzen lassen, wie das bei den Haustieren gemacht wird. Mit GPS-Ortung, Bezahldienst, Verlinkung zum Finanzamt, zur Polizei, zum [...] mehr...

05.01.2011 von weltbetrachter: Funkantenne im Einkaufszentrum

Ich habe festgestellt, das in einigen Einkaufszentren, Supermärkten usw. das Handy gar nicht funktioniert. Liegt am Gebäude - werde ich belehrt, als ich vor der Wurst-Theke stand und nicht telefonieren konnte. mehr...

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05.01.2011 von rosenblau: Probleme am Geldautomaten

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