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14.01.2010
 

Renault

Sarkozy stoppt Produktionsverlagerung ins Ausland

Renault-Stand auf dem Genfer Autosalon: Intervention der französischen RegierungZur Großansicht
ddp

Renault-Stand auf dem Genfer Autosalon: Intervention der französischen Regierung

Wenn es um die Interessen der heimischen Industrie geht, kämpft der französische Präsident Nicolas Sarkozy ohne Rücksicht auf Verluste. Dass der Einsatz auch seinen Preis hat, hat jetzt Renault-Chef Carlos Ghosn erfahren. Er musste Pläne für die Verlagerung der Clio-Produktion wieder einstampfen.

Paris - Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy macht den Streit um den Erhalt von heimischen Arbeitsplätzen bei Renault Chart zeigen zur Chefsache. Sarkozy habe Renault-Chef Carlos Ghosn sowie den operativen Vorstandschef Patrick Pelata zu einem Treffen vorgeladen, um über die künftige Strategie zu sprechen, kündigte Industrieminister Christian Estrosi am Mittwoch an.

Anlass für die Aufregung im Élyséepalast waren Spekulationen über eine Verlagerung der Produktion des neuen Clio ins Ausland. Berichten zufolge war eine Verlegung in die Türkei geplant. Allerdings scheint bereits ein erstes Vorgespräch von Estrosi mit Pelata Wirkung gezeigt zu haben. Denn etwaige Schließungspläne - zumindest von französischen Standorten - sind plötzlich wieder vom Tisch. Der Clio werde "immer" in Flins bei Paris gebaut, versicherte Pelata im Anschluss an die Zusammenkunft dem Sender RTL zufolge. Auch Teile der vierten Generation des Autos würden im Werk Flins nordwestlich von Paris gebaut.

Ein Teil der Clio-Produktion findet heute bereits im türkischen Bursa statt. In Flins wurde mit 140.000 Clios im vergangenen Jahr aber der überwiegende Teil der Wagen hergestellt. Den Preis für die Einigung zahlen die Werke in Spanien und Slowenien. Die Clio-Fertigung dort werde beendet, sagte Pelata.

Staat will mehr Kontrolle

Doch wie es aussieht, genügt dieser Sieg Sarkozy noch nicht. Er will dem Autobauer offenbar ein für alle Mal klarmachen, was er von Produktionsverlagerungen hält: Nichts. Renault-Chef Ghosn sei trotz des Einlenkens in den kommenden Tagen in den Élyséepalast einbestellt, sagte Estrosi. Der Staatspräsident werde bei dieser Gelegenheit den Protest "noch stärker" ausdrücken.

RTL zufolge könnte der Staat als größter Aktionär - der Anteil beträgt gut 15 Prozent - sechs Stellen im Verwaltungsrat von Renault fordern, um stärker auf die strategischen Entscheidungen einzuwirken. 2009 hatte Paris Renault und Peugeot/Citroën mit jeweils drei Milliarden Euro unterstützt. Auf Druck der EU-Kommission verzichtete Paris dabei auf die Gegenleistung, kein französisches Werk zu schließen.

Bisher wird der Renault-Verkaufschlager Clio in Flins, Valladolid (Spanien), Novo Mesto (Slowenien), Cordoba (Argentinien) und Bursa (Türkei) gebaut. Am Freitag hatte die Finanzzeitung "La Tribune" gemeldet, Renault wolle bei der vierten Clio-Generation die Fertigung von Flins nach Bursa verlagern. Das löste einen Proteststurm der Regierung, Parteien und Gewerkschaften aus. Estrosi erklärte im Parlament: "Wir werden nicht zulassen, dass der Clio 4 in der Türkei gebaut wird. Der Renault wird in Frankreich gebaut werden, um in Frankreich verkauft zu werden."

mik/AFP/Reuters/dpa

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15.01.2010 von grauer kater:

Dacia hat zwar einen bestimmten Marktanteil infolge der zunehmenden Beschneidung der Kaufkraft der Massen infolge Arbeitslosigkeit, prekärer Beschäftigung und maßloser Steuer- sowie Abgabenpolitik bezogen auf die arbeitenden [...] mehr...

14.01.2010 von grauer kater:

Nur der Kunde, der sich diese Fahrzeuge zu weit überhöhten Preisen andrehen läßt, trägt in einer globalen Marktwirtschaft eine Mitschuld, dass sich das Steinzeitdenken dt. Automobilbosse halten kann! Wenn er dann noch glaubt, [...] mehr...

14.01.2010 von Interessierter0815:

Deutsche Herrsteller bauen und verkaufen in der ganzen Welt sehr gefrage und hochwertige Autos. Die meisten Deutschen Autofahrer würden sich auch lieber einen Golf anstatt einen Dacia kaufen, wenn denn das Portmonaie mitspielen [...] mehr...

14.01.2010 von Iwan Denissowitsch:

Ja, bitte! Unbedingt! Die ADAC-Pannenstatistik spricht eine deutliche Sprache. Wenn möglich bitte die gesamte Produktion der französischen Autoindustrie im eigenen Land lassen! Das wäre wunderbar. mehr...

14.01.2010 von Galaxia: Verbrecher

Exakt, nur wie sieht es den mit der Technologie aus bei den Deutschen Autokarossenherstellern? Die Detroit Auto Show hat gezeigt, das Deutsche Autobauer immer noch auf einem toten Pferd reiten. In 2 Jahren! In 2 Jahren soll [...] mehr...

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